Wechsel an der Spitze Fußballerinnen des VfL Stenum stellen sich neu auf

Von Klaus Erdmann

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Von Platz eins auf Rang sieben: Mirja Budde und die Stenumer Frauen blicken auf eine Saison mit Höhen und Tiefen zurück. Foto: Rolf TobisVon Platz eins auf Rang sieben: Mirja Budde und die Stenumer Frauen blicken auf eine Saison mit Höhen und Tiefen zurück. Foto: Rolf Tobis

Stenum. Mario Ahrens und Diana Decker für sind für die Fußballerinnen des VfL Stenum verantwortlich. Das Duo tritt die Nachfolge von Abteilungsleiter Stephan Wilken und Cheftrainer Oliver Gerrits an. 20 Spielerinnen bilden den aktuellen Kader.

Mario Ahrens und Diana Decker bilden bei den Fußballerinnen des VfL Stenum – zumindest vorübergehend – das neue Führungsduo. Sie haben beim Bezirksligisten die Nachfolge des langjährigen Abteilungsleiters Stephan Wilken und des Cheftrainers Oliver Gerrits angetreten. Decker (als Co-Übungsleiterin) und Ahrens (als Torwart-Coach) gehörten bereits während der letzten Saison dem Trainerstab an.

„Mario ist zur Zeit für die Frauen verantwortlich. Diana will später wieder in die zweite Reihe zurücktreten“, sagt Obmann Klaus Panzram. „Wir suchen noch jemanden, der uns unterstützt“, ergänzt Decker.

Erst Verletzungen, dann der Absturz

Stenum befand sich 2017/18 lange auf Titelkurs, belegte noch am 16. von 22 Spieltagen Platz eins. Aufgrund großer personeller Probleme – Leistungsträgerinnen fielen lange verletzt aus und zuweilen standen Gerrits lediglich 13 Spielerinnen zur Verfügung – ging es dann bergab. In der Abschlusstabelle belegte der VfL Platz sieben.

„Wir hatten eine gute Saisonvorbereitung mit guten Ergebnissen“, blickt Gerrits zurück, der im Sommer 2017 von den Sportfreunden Wüsting-Altmoorhausen zum Kirchweg wechselte. Aber dann seien wichtige Spielerinnen aufgrund von Verletzungen über längere Zeiträume ausgefallen. Während der Rückrunde, so Gerrits, habe man nicht mehr richtig trainieren können. „Der Schritt fällt mit schwer, aber ich habe einen Anspruch und sehe keine Perspektive“, betont Gerrits.

Decker wieder Interimstrainerin

Wilken führt ebenfalls das Verletzungspech als Hauptursache für das Abrutschen in der zweiten Saisonhälfte an (der VfL errang in diesem Zeitraum nur sechs der 34 Punkte): „Die Mannschaft hat eine super Hinserie gespielt. Aber dann hatten wir einige Langzeitverletzte und der Kader war nicht sehr breit. Ich kann Olis Schritt Verstehen. Die Zusammenarbeit mit ihm war sehr gut.“

Als Coach führte Wilken die Mannschaft 2012 zum Kreisliga-Titel, ehe er sie zwei Jahre lang in der Bezirksliga trainierte. Im Anschluss daran avancierte er zum Abteilungsleiter. Den Posten des Cheftrainers übernahmen Decker (drei Jahre) und Gerrits. „Parallel zu den Aufgaben bei den Frauen habe ich mit Melanie Rohrmann-Ullner den Mädchenfußball aufgebaut“, sagt Wilken. „Längst sind Eigengewächse im Frauenteam integriert. So schließt sich der Kreis.“

Abteilungsleiter Wilken tut Abschied weh

Er habe, so Wilken, aus persönlichen Gründen aufgehört. „Ich war 18 Jahre lang für den VfL ehrenamtlich tätig. Der Aufbau der Frauenabteilung war zeitintensiv“, unterstreicht er, der bei Stenumer Hallen- und Open-Air-Turnieren oft zur Spitze des Organisationsstabes gehörte. Er habe jetzt mehr Zeit für die Familie. Der Abschied fiel ihm nicht leicht: „Ich musste mich durchringen. Es war auch ein weinendes Auge dabei. Man wird mich aber beim VfL Stenum noch ab und zu antreffen.“

Vielleicht verfolgt er dann ja auch Auftritte der Frauen, die am Dienstag in die Vorbereitung starten und am Sonntag, 12. August, das erste Punktspiel bestreiten. Zur Zeit bilden rund 20 Aktive den Kader. Decker: „Ein, zwei Spielerinnen suchen wir noch.“


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