Sportpraktische Arbeitstagung 2018 Neue Mitarbeiter im Vorstand der Handballregion Oldenburg

Von Heinz Quahs

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Blickte während der Sportpraktischen Arbeitstagung in Wildeshausen auf die Saison 2017/2018 zurück und auf die Spielzeit 2018/2019 voraus: der Vorstand der Handballregion Oldenburg mit (von links) Hildegard Niemann (Schriftführerin), Frank Holbein (stellvertretender Vorsitzender Ausbildung), Wolfgang Sasse (Vorsitzender), Dr. Claus-Dieter Dürselen (stellvertretender Vorsitzender Jugend) und Hans-Werner Henning (stellvertretender Vorsitzender Finanzen). Foto: Heinz QuahsBlickte während der Sportpraktischen Arbeitstagung in Wildeshausen auf die Saison 2017/2018 zurück und auf die Spielzeit 2018/2019 voraus: der Vorstand der Handballregion Oldenburg mit (von links) Hildegard Niemann (Schriftführerin), Frank Holbein (stellvertretender Vorsitzender Ausbildung), Wolfgang Sasse (Vorsitzender), Dr. Claus-Dieter Dürselen (stellvertretender Vorsitzender Jugend) und Hans-Werner Henning (stellvertretender Vorsitzender Finanzen). Foto: Heinz Quahs

Wildeshausen. Die Handballregion Oldenburg hat sich in Wildeshausen zu ihrer „Sportpraktischen Arbeitstagung 2018“ getroffen. Der Vorsitzende Wolfgang Sasse freute sich, dass einige zuletzt vakante Posten im Führungsgremium besetzt werden konnten. Die Delegierten stimmten einer Erhöhung der Meldegelder zu.

Die umfangreiche Tagesordnung ließ eine längere Sitzung erwarten. Der Vorstand der Handballregion Oldenburg (HRO) hatte die Vertreter ihrer Vereine am Samstag zur „Sportpraktischen Arbeitstagung“ nach Wildeshausen eingeladen – und die Vorahnungen bestätigten sich: Nach viereinhalb Stunden waren die Themen Punkt für Punkt besprochen und abgearbeitet.

Der HRO-Vorsitzende Wolfgang Sasse freute sich, dass im Vorstand und im erweiterten Vorstand Posten, die zuletzt vakant waren, zunächst kommissarisch, wieder besetzt werden konnten. Frank Holbein hat das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden Ausbildung übernommen. Er folgte auf Peter Terborg, der es aus privaten Gründen abgegeben hatte. Nur ein Jugendsprecher fehle noch, erklärte Sasse. Außerdem gehören Hildegard Niemann (Schriftführerin), Dr. Claus-Dieter Dürselen (stellvertretender Vorsitzender Jugend) und Hans-Werner Henning (stellvertrender Vorsitzender Finanzen) dem HRO-Vorstand an. Der sei, sagte Sasse, besonders erfreut darüber, dass in Andreas Giebert ein neuer Schiedsrichterwart gefunden wurde. Damit ist in dem Ausschuss nur noch der Posten des Lehrwarts frei.

Holbein erklärte, dass er auf rechtzeitige Rückmeldungen aus den Vereinen zur Aus- und Weiterbildung von Trainern und Schiedsrichtern hoffe. Im weiteren Verlauf der Vorstellung neuer Mitarbeiter stellte Sasse fest, dass es im Jugendbereich kleine Probleme gab. Die Referentin für Kinder- und Jugendhandball, Beke Reinsch, ergänzte, dass hier die Vereine insgesamt zu wenig unterstützten. Dagegen zeigte sich der Referent für den Schulsport, Heino Schmidt, recht zufrieden mit der Arbeit an verschiedenen Schulen, wo immer wieder Kinder für das Handballspielen begeistert wurden.

Vorstand führt Gespräche mit anderen Kreisen

Sasse kündigte an, dass sich der erweiterte Vorstand zweimal im Jahr treffen würde, um über den laufenden Spielbetrieb zu informieren. Zudem möchte Sasse mit anderen Kreisen im Gespräch blieben. Ziel sei es in einzelnen Ligen weg von „politischen Grenzen“ zu kommen und kreisübergreifend zu spielen, um den Vereinen noch höhere Kosten, zum Beispiel für weite Fahrten, zu ersparen.

Auszeichnung für einen engagierten Schiedsrichter: Martin Völkel (rechts) von Eintracht Wiefelstede wurde von Wolfgang Sasse, Vorsitzender der Handballregion Oldenburg, während der Sportpraktischen Arbeitstagung 2018 in Wildeshausen geehrt. Foto: Heinz Quahs

Die Meister der Saison 2017/2018 in den Ligen der HRO waren vor der Tagung geehrt worden. Sasse zeigte sich etwas enttäuscht, dass es aus den Reihen der Vereine, die zu ehrende Mitglieder an den Vorstand der HRO melden sollten, keine Rückmeldungen gab. So freute er sich, dass aber zumindest zwei Schiedsrichter ausgezeichnet werden konnten: der 78-jährige Erhard Zange vom SV Brake, der seit Jahrzehnten unter anderem als Unparteiischer tätig war, und der 68-jährige Martin Völkel von Eintracht Wiefelstede, der ebenfalls schon lange Partien leitet.

Der Arbeitskreis Schiedsrichterwesen blickte weitgehend zufrieden auf die vergangene Saison zurück. Doch Schiedsrichterwart Giebert erinnerte die Schiedsrichter der Vereine dennoch an ihre Pflichten. Bei den Freiterminlisten, den Spielbestätigungen und den Absagen „sei noch deutlich Luft nach oben“. Außerdem hätten Vorkommnisse besonders gegen junge Schiedsrichter ein wenig zugenommen, erklärte Giebert: „Hier muss deutlich gegengesteuert werden.“ Da Giebert auch als Ansetzer fungiert, sprach er auch über das Problem der vielen Spielverlegungen. Es müssten für neue Termine ja auch erneut Schiedsrichter gefunden werden. Nach einer kurzen Aussprache ergab sich, dass die Zahl der Verlegungen deutlich reduziert werden soll.

Meldegelder werden erhöht

Die Richtlinien für die Durchführung der Pflichtspiele für die kommende Saison 2018/2019 wurden nach einem Vortrag vom Spielwart Senioren Werner Spinning und einer längeren Aussprache, die auch zu Änderungen führte, von den Vereinsvertretern genehmigt. Einiges Kopfzerbrechen bereitete dabei die Erhöhung der Meldegelder, die Sasse aber mit kurzen Erläuterungen zur Zufriedenheit der Delegierten klärte. Die HRO habe diese in den vergangenen sechs Jahren etwa konstant halten können, da die Vereine viele Strafen zahlen mussten. Durch die Einführung des elektronischen Spielberichts in „Nuliga“ haben sich diese jedoch reduziert, sodass eine moderate Erhöhung ins Haus steht. Zudem bereitet Sasse der Rückgang der Mannschaften etwas Sorge, denn auch dadurch fehlt der HRO Geld.

Neu in den Schiedsrichter-Richtlinien ist nur ein Punkt. Es wird künftig möglich sein, dass in den unteren Klassen unter bestimmten Voraussetzungen vom Ansetzer Einzelschiedsrichter namentlich angesetzt werden.

Der HRO-Vorstand wurde während der Sitzung einstimmig entlastet. Sasse erläuterte dann die Haushaltsplanung für das Jahr 2017 und den geringeren Voranschlag für 2018, der einige Einsparungen vorsieht. Auch dazu stimmte das Plenum positiv ab.

Unter dem Tageordnungspunkt „Verschiedenes“ stellte Jens Humke vom VfL Oldenburg abschließend ein neues Modul für die Beobachtung der Referees im Bereich der HRO vor, dass ab der Saison 2019/2020 eingeführt werden soll. Voraussetzung dafür sei allerdings die Mitarbeit der Vereine, die dem Schiedsrichterausschuss leistungsstarke Gespanne melden sollen. Diese würden dann von erfahrenen Coaches begleitet und gefördert. Der Schiedsrichterausschuss erhofft sich davon mehr starke Duos, die dem Handball-Verband Niedersachsen und vielleicht sogar höheren Organisationen gemeldet werden können.


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