21. DSV-Vergleichsschwimmen Delmenhorster Grundschulen messen sich im Schwimmbecken

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Delmenhorst. Ehrgeizig haben elf Delmenhorster Grundschulen am Vergleichsschwimmen des Delmenhorster SV teilgenommen. Der Spaß stand im Vordergrund, etwa bei der Materialstaffel.

Das laute Anfeuern der Mitschüler war am Mittwochvormittag schon auf dem Parkplatz der Grafttherme zu hören. Mit eigenen T-Shirts oder Bannern hatten sich die Schüler herausgeputzt. „Wir haben uns schon die ganze Zeit darauf gefreut“, sagte Philip Saager, Lehrer an der Marienschule.

Elf Grundschulen sind beim 21. Wettkampf des Delmenhorster SV traten in sechs Disziplinen gegeneinander an und sammelten Punkte. Vorneweg schwammen die Sieger von der Hermann-Allmers-Schule, die 384 Zählern holten, gefolgt von der Grundschule Deichhorst mit 372 Punkten. „Wir sind ganz stolz“, sagte Katrin Tönjes, die in Deichhorst die Klasse 4c unterrichtet. Im Vorjahr hatte die Grundschule noch den vierten Platz belegt. Die Vorjahressieger der Overbergschule landeten dieses Jahr auf Rang drei (353 Punkte).

Vorbereitung im Schwimmunterricht

In Deichhorst gibt es Schwimmunterricht an der Schule, mit dem sich die Schüler auf den Wettkampf vorbereitet hatten. Der spornte die Kinder an. „Das trägt auch dazu bei, dass die Kinder schwimmen wollen. Sie wollen ja auch gut abschneiden“, sagte Tönjes. „Es ist so wichtig, dass die Kinder schwimmen können. Wenn das in der Schule ankommt, ist das super“, freute sich Katharina Martens vom DSV.

Der Schwimmverein hatte den Schulwettkampf professionell organisiert. Kampfrichter stellten sicher, dass die Wechsel richtig verlaufen und die Zeiten gestoppt werden. „Den Kindern macht das total Spaß, etwas anderes zu machen und aus dem Schulalltag heraus zu kommen“, erläuterte Tönjes.

Für Abwechslung sorgten die verschiedenen Disziplinen, denn da ging es nicht nur darum, schnell zu schwimmen. Auch Tauchen war wichtig oder der Startsprung. „Wer im Wettkampf etwas reißen will, muss gut vom Startblock springen können“, betonte Moderator Holger Hoffstedt vor der entsprechenden Disziplin. Wer nach dem Sprung noch weit tauchte, holte pro Meter einen Punkt für sein Team.

Spaß am Wettkampf mit den Mitschülern

Der Schulwettkampf sei etwas Besonderes, sagte Novelie aus der 3a der Marienschule, die auch beim DSV aktiv ist. „Das Schwimmen in der Mannschaft macht mehr Spaß, außerdem sind die Mitschüler lustiger.“ Ihre Klassenkameradin Johanna schwimmt zwar nicht im Verein, hatte aber auch viel Spaß am Wettkampf: „Im Team hat man ein besseres Gefühl.

Im Becken war jedes Schwimmniveau zu sehen. Ob einfaches Brustschwimmen oder Kraulen, fast wie die Profis. Stolz trugen manche Vereinsschwimmer ihre Kappen. Im Becken merkte man: Wer die Technik beherrscht ist im Vorteil. Kraulen war nicht immer die beste Wahl, da konnte jemand mit einfachem Brustschwimmen auch mal schneller sein. Die Vereinsschwimmer mit guter Technik zogen dagegen davon.

Pro Disziplin durften zehn Schüler pro Schule starten. Zu den Teams gehörten auch zwei Ersatzschwimmer. „Den Kopfsprung können einfach nicht alle“, erklärte Lehrerin Tönjes. Und so traten die Schüler je nach Können an.

Materialstaffel erfordert Gefühl fürs Wasser

Bei der Materialstaffel mussten neun Gegenstände auf die andere Seite des Beckens gebracht werden, etwa Wasserball, Reifen oder Schwimmnudel. Auch Schwimmen im T-Shirt gehörte dazu. Das saugte sich mit Wasser voll und hing das schwer am Körper der Schüler. „Da geht es um das Wassergefühl“, erklärte Martens die spezielle Disziplin.

Beim letzten Wettkampf durften dann auch die Lehrer ins Wasser. Die 4x50-Meter-Staffel bestand aus mindestens einem Jungen, einem Mädchen und einem Erwachsenen. Richtig durchs Wasser pflügte Lena Anders, die an der Wilhelm-Niermann-Schule ihr FSJ macht. Als einzige Schwimmerin ging sie die 50 Meter im Schmetterlingsstil an. Am Ende landete ihre Schule auf Platz neun. Nicht jede Grundschule war vertreten, an manchen Orten gebe es nicht genügend Schwimmer in dem Alter, bedauerte Martens. Der Schulwettkampf soll weiterhin den Spaß am Schwimmen vermitteln: „Jedes Kind sollte natürlich schwimmen, nur das wird leider immer weniger.“


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