Fußballkreis Oldenburg-Land/Delmenhorst Erich Meenken bleibt 1. Vorsitzender

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Kirchhatten. Erich Meenken ist wiedergewählt worden. Während des Kreistags 2018 des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst stimmten die Delegierten der Vereine einstimmig dafür, dass er 1. Vorsitzendere bleibt. 

Der 1. Vorsitzende des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst ist in seinem Amt bestätigt worden. Während des Kreistags 2018 im Schützenhof in Kirchhatten stimmten die Vereinsvertreter am Montagabend einstimmig dafür, dass Erich Meenken drei weitere Jahre lang an der Spitze des Verbands stehen wird. Er wurde zum ersten Mal wiedergewählt. Im März 2015 hatte der Delmenhorster das Amt zunächst kommissarisch übernommen, im Juli folgte dann das erste Votum für ihn während einer jährlichen Hauptversammlung.

Sechs Vereine fehlen

Dem Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst gehören 45 Vereine mit rund 11000 Fußballerinnen und Fußballern an (Stand: Ende 2017). An der Sitzung nahmen Delegierte von 39 Clubs teil. Gefehlt haben laut Meenken der Adelheider TV, Kickers Ganderkesee, Hicretspor Delmenhorst, die TSG Hatten-Sandkrug, der Delmenhorster BV und der FC Hockensberg. Der Vorsitzende freute sich, dass viele Ehrengäste der Einladung gefolgt waren, darunter Dieter Ohls (Vizepräsident des Niedersächsischen Fußball-Verbands und Vorsitzender des Bezirks Weser-Ems), Holger Fischer (Vorsitzender Stadtsportbund Delmenhorst) und Peter Ache (Vorsitzender Kreissportbund Landkreis Oldenburg).

Drei Posten bleiben unbesetzt

Meenken bedankte sich, nachdem er unter der zwischenzeitlichen Versammlungsleitung von Ohls wiedergewählt worden war, bei vier Vorstandsmitgliedern, die Ämter abgaben. Helmut Riedebusch, der 33 Jahre in dem Gremium mitgearbeitet hat, kandidierte nicht wieder als stellvertretender Vorsitzender. Auch Franz Koryziak (Ehrenamtsbeauftragter), Andre Bakenhus (Öffentlichkeitsarbeit) und Doris Klaassen (Qualifizierungsbeauftragte) standen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung.

Das Amt des Qualifizierungsbeauftragten konnte am Montagabend nicht besetzt werden. Das galt auch für das der Frauen- und Mädchenreferentin, das bereits seit dem Rücktritt von Sylvia McDonald im Juni 2017 vakant ist, sowie das des Referenten für Schulfußball. Dies seien wichtige Positionen, erklärte Meenken und bat die Delegierten eindringlich, in ihren Vereinen nach Kandidaten zu suchen.

Erhielt die Goldene Ehrennadel des NFV: Helmut Riedebusch (Mitte). NFV-Vizepräsident Dieter Ohls (links) und der Kreisvorsitzende Erich Meenken gratulierten. Riedebusch wurde zudem Ehrenmitglied des Kreisverbands Oldenburg-Land/Delmenhorst. Foto: Lars Pingel

Michael Koch und Thore Güldner neu im Vorstand

Klaassen gab zwar ein Amt ab, erklärte sich aber bereit, die Aufgaben der stellvertretenden Vorsitzenden für weitere drei Jahre wahrzunehmen. Sie wurde mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung wiedergewählt. Einstimmig fiel die Abstimmung bei der Wiederwahl des Kreisschatzmeisters Sven Schlickmann aus. Neu im geschäftsführenden Vorstand sind als stellvertretender Vorsitzender Michael Koch (elf Enthaltungen) und als Schriftführer Thore Güldner (einstimmig), der diese Position zuvor kommissarisch innehatte.

Alle weiteren Abstimmungen fielen einstimmig aus. Güldner wird, unterstützt von Michael Winter, künftig auch für die Öffentlichkeitsarbeit des Kreises verantwortlich sein. Koch übernahm ebenfalls weitere Aufgaben. Er wurde Referent für das Ehrenamt. Zwei Ausschuss-Vorsitzende sind weiterhin im Amt: Harald Theile (Schiedsrichter) und Thomas Luthardt (Spielausschuss, zuvor kommissarisch). Auch der Vorsitzende des Sportgerichts, Torsten Dreesmann, wurde wiedergewählt.

Knut Hinrichs kommissarischer Vorsitzender des Jugendausschusses

Erfreut berichtete Meenken, dass Knut Hinrichs kommissarisch den Vorsitz des Jugendausschusses übernimt. Während des Kreisjugendtags war kein Nachfolger für Thomas Eilers gefunden worden, der nicht wieder kandidierte. Die Versammlung bestätigte Hinrichs einstimmig.

Helmut Riedebusch und Heiner Spark zu Ehrenmitgliedern ernannt

Für seine großen Verdienste für den Fußball wurde Helmut Riedebusch, der sich seit 1976 in verschiedenen Postition im Kreis und im SC Dünsen ehrenamtlich für den Sport engagiert, in Kirchhatten ausgezeichnet. Er erhielt von Ohls die Goldene Ehrennadel des NFV. Zudem schlug Meenken vor, Riedebusch zum Ehrenmitglied des Fußballkreises zu ernennen. Die Vereinsvertreter stimmten einstimmig zu. In Heiner Spark, wurde am Montagabend ein weiterer langjähriger (seit 1962) und höchst engagierter ehrenamtlicher Mitarbeiter, zum Ehrenmitglied des Kreises.

Erich Meenken lobt Zusammenarbeit mit Nachbarkreisen

Der Kreisvorsitzende hatte zuvor in seinem Bericht auf die vergangenen drei Jahre zurückgeblickt. Der Vorstand, erklärte Meenken, habe damals den Auftrag bekommen, „den Weg der Eigenständigkeit fortzusetzen“. Das sei gelungen. Ein weiterer Wunsch der Vereine sei es gewesen, Gespräche mit den Nachbarkreisen Cloppenburg und Vechta über den gemeinsamen Spielbetrieb bei den Frauen, Juniorinnen und Junioren zu führen. „Das hat sich gelohnt“, sagte Meenken. Frauen- und Juniorenteams aus den Kreisen haben in der zurückliegenden Saison 2017/2018 in gemeinsamen Ligen gespielt. Bei den Juniorinnen gibt es eine Zusammenarbeit der Kreise Oldenburg-Land/Delmenhorst und Vechta. „Wir sind damit sehr zufrieden. Unsererseits soll es so weitergehen“, erklärte Meenken.


KSB-Vorsitzender sieht große Herausforderungen für Verbände

Sportverbände und -vereine stehen vor drei „riesengroßen“ Herausforderungen. Das sagte Peter Ache, Vorsitzender des Kreissportbunds Landkreis Oldenburg, in seinem Grußwort während des Kreistags 2018 des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst in Kirchhatten. Die erste sei, erklärte Ache, die Integeration aller Zugereisten. „Wir müssen dafür sorgen, dass das möglich ist. Wir dürfen uns dem nicht verschließen“, sagte er. 

Die zweite Herausforderung sei die Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Schulen. Durch den Nachmittagsunterricht „nehmen sie uns Sportler und Übungsleiter weg“. Das gefährde, zum Beispiel, die Spielfähigkeit von Mannschaften. Deshalb müssten die Vereine und die Verbände „mit den Schulen sprechen, auch wenn die nicht mit uns sprechen wollen“. Ache lobte aber auch, dass es bereits gut funktionierende Kooperationen gibt.

Die dritte Herausforderung, die Ache nannte, ist es, das Ehrenamt zu erhalten. Deshalb müsse unter anderem der Umgang untereinander verbessert werden. „Es darf nicht an Funktionsträgern herumgemeckert werden“, forderte der KSB-Vorsitzende.

Dieter Ohls, NFV-Vizepräsident und Vorsitzender des Bezirks Weser-Ems, lobte, auch angesichts der laufenden WM in Russland, die Leistungen von ehrenamtlicher Arbeit, die für den Spitzensport von großer Bedeutung sei. Das eine hänge von dem anderen ab. „Ohne erfolgreiche Spitze gibt es keine erfolgreiche Breite, doch ohne erfolgreiche Arbeit in der Breite gibt es auch keine erfolgreiche Spitze.“

Die meisten Nationalspieler hätten in kleinen Vereinen begonnen, Fußball zu spielen. „Sie sind durch die Hände von ehrenamtlichen Trainern und Betreuern gegangen“, sagte Ohls. 

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