Kreisjugendtag in Kirchhatten Fussballkreis muss neuen Jugendobmann finden

Von Mareike Bader

Der ehemalige Kreisjugendobmann Jochen Reil (links) wurde vom Kreisvorsitzenden Erich Meenken und Reils Nachfolger für seine Tätigkeit geehrt. Foto: Mareike BaderDer ehemalige Kreisjugendobmann Jochen Reil (links) wurde vom Kreisvorsitzenden Erich Meenken und Reils Nachfolger für seine Tätigkeit geehrt. Foto: Mareike Bader

maba Kirchhatten. Vor drei Jahren wurde Thomas Eilers zum Jugendobmann des Fußballkreises Oldenburg-Land/Delmenhorst gewählt. Er trat beim Kreisjugendtag 2018 in Kirchhatten nicht wieder zur Wahl an. Ein Nachfolger wurde nicht gefunden.

Ratlosigkeit beim Kreisjugendtag in Kirchhatten: Kreisjugendobmann Thomas Eilers, vor drei Jahren erst ins Amt gewählt, kündigte an, nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung zu stehen. Und auch unter den Vereinsvertretern bei der Sitzung des Kreises Oldenburg-Land/Delmenhorst des Niedersächsischen Fußballverbands fand sich kein Nachfolger. ( Weiterlesen: Eilers löst Reil als Jugendfußball-Chef ab)

Sein Vorgänger Jochen Reil hatte die Versammlungsleitung übernommen. Zu Beginn der Sitzung dankte ihm der Kreisvorsitzender Erich Meenken für seine langjährige Arbeit auf vielen Feldern, darunter zwölf Jahre als Vorsitzender des Kreisjugendausschusses. Nun wurde also neuer Obmann gesucht. „Im Jugendbereich werden die Weichen gestellt“, bekräftigte Reil die Bedeutung des ehrenamtlichen Postens. Doch selbst eine kurze Pause brachte keinen Erfolg. Auch kommissarisch für ein Jahr wollte keiner die Funktion des Jugendfußball-Chefs übernehmen, von dessen Posten Spielbetrieb, Pokalspiele oder die Staffeleinteilung abhängen.

Die Wahl wurde letztendlich auf den Kreistag am Montag, 18. Juni, verschoben. „Die Zeitspanne ist kurz“, sagte Kreisvorsitzender Erich Meenken und appellierte an die Vereinsvertreter im Umfeld der eigenen Funktionsvertreter auf die Suche zu gehen.

Eigenständigkeit in Gefahr

„Es ist wichtig, auf einen funktionierenden Ausschuss bauen zu können“, betonte Meenken, der durch eine fehlende Nachfolge die Eigenständigkeit des Fußballkreises in Gefahr sah. Durch die gescheiterte Wahl eines Obmanns bedingt, wurde auch kein Nachfolger für Sascha Eilers, den stellvertrendenden Vorsitzenden des Jugendausschusses, gewählt. Kreisjugendobmann Thomas Eilers (rechts) und sein Stellvertreter Sascha Eilers stellten sich beim Kreisjugendtag nicht mehr zur Wiederwahl. Foto: Mareike Bader

Vor der Wahl stellte Thomas Eilers zwei neue Staffelleiter vor. Thomas Luthard wird Staffelleiter der A-Junioren und auch Bartosch Kobiella vom SV Atlas Delmenhorst wird die als neuer Staffelleiter im Jugendausschuss mitarbeiten.

Erfreulich sei der gemeinsame Spielbetrieb mit den Kreisen Vechta und Cloppenburg, in der D-Jugend wurde etwa eine gemeinsame Kreisliga mit Vechta gebildet. Diese Neuorientierung sei wichtig gewesen, um die Eigenständigkeit zu stärken, sagte Eilers mit Blick auf den Großkreis Jade-Weser-Hunte.

Große Sorge bereite der Rückgang an Mannschaften im Jugendbereich, teilte Eilers weiter bei seinem Bericht mit. „Um zukünftig einen direkten Aufstiegsplatz für den Bezirk zu erhalten, müssen mindestens 30 Mannschaften pro Altersklasse vorhanden sein“, erläuterte er. Das gelte für jeden Kreis. Auch in Vechta und Cloppenburg werde diese Voraussetzung in der A-Jugend nicht erfüllt. Für die kommende Saison 2018/19 sind bisher nur 14 Mannschaften im Kreis Oldenburg-Land/Delmenhorst gemeldet. Dramatischer gestaltet sich der Rückgang bei den jüngeren Staffeln.

F-Jugend-Staffel halbiert

Ein Raunen ging durch den Raum, als Eilers mitteilte, dass in der F-Jugend sich die Anzahl der Mannschaften von 50 auf 25 halbiert habe. In der G-Jugend sind nur 16 statt bisher 42 Mannschaften gemeldet. Noch fehlen die Meldungen von sechs Vereinen, also insgesamt etwa 60 Mannschaften. Trotzdem kommen so, seiner Rechnung zufolge, nur 211 Mannschaften zusammen, in der Saison 2016/17 waren es noch 258.