Tischtennis TV Hude II bleibt doch Verbandsligist

Von Andreas Giehl

Doch weiter Verbandsligist: Marco Stüber und der TV Hude II. Foto: Rolf TobisDoch weiter Verbandsligist: Marco Stüber und der TV Hude II. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst/Landkreis. Das Warten hat für alle Tischtennis-Mannschaften im Bezirk ein Ende. In diesen Tagen wurden die Einteilungen der Spielklassen für die Saison 2018/2019 abgesegnet. Dabei ergaben sich nachträglich noch einige Wendungen außerhalb der Norm – wie für die Männer des TV Hude II.

Die Spieler des TVH II dürften erstaunt aus ihren Sitzen gesprungen sein, als die Botschaft des nachträglichen Nichtabstiegs die Runde machte. Die Truppe war als Neunter der Verbandsliga Nord eigentlich fest von ihrem Sturz in die Landesliga Weser-Ems ausgegangen. Schließlich hatte sie die Teilnahme an der Relegation verpasst, wodurch letzte leise Hoffnungen, noch „nachzurücken“, eigentlich verpufft schienen.

Doch dann die große Wende: Nachdem Schwarz-Weiß Oldenburg und der TuS Lutten in die Oberliga aufstiegen waren, kam es zusätzlich zu Rückzügen. Nach dem freiwilligen Spielklassenverzicht der Spielvereinigung Oldendorf hätte theoretisch der Drittplatzierte der Aufstiegsrelegation (ESV Lüneburg) diesen Platz besetzen müssen. Nach dessen Absage waren nunmehr die Huder an der Reihe und nahmen dieses Geschenk dankend an – und spielen damit wieder gegen die eigene Erste.

In den vergangenen Wochen wurde im Klosterort personell alles vorbereitet, um in der Landesliga eine gute Rolle zu spielen. Doch ab sofort muss man sich sportlich mit den hohen Anforderungen einer absolut „bärenstarken“ Verbandsliga befassen. In dieser kommt es nebenbei zum internen Derby mit den Vereinskollegen von Oberliga-Absteiger Hude I. Und auch in den Duellen gegen die scheinbar sportliche „Ligaübermacht“ Oldenburger TB gilt es, bestmöglich zu bestehen.

Aussichtslos erscheint der Kampf um den Klassenerhalt im Vorfeld für Hudes Zweite nicht. Mit Eintracht Hittfeld sowie den Nachrückern SF Oesede II und MTV Jever II scheinen zumindest auf den ersten Blick Konkurrenten vorhanden zu sein, mit denen sich auf Augenhöhe um die Plätze sieben und acht wird streiten läßt. Die Männer von Hude I indes werden dagegen einen Platz im Vorderfeld der Tabelle anstreben.

Delmenhorster TB bleibt doch in der Bezirksliga Ost

Auch in den Staffeln darunter ergaben sich für einige Lokalvereine noch überraschende Wendungen. Beispielsweise geht die sportliche Zukunft des letztjährigen Aufsteigers in die Bezirksliga Ost, dem Delmenhorster TB, nun doch in dieser Staffel weiter. Die Annenheider, die in der abgelaufenen Runde nur den zehnten und damit letzten Platz belegt hatten, profitierten ebenfalls von Rückzügen anderer Klubs. Dazu darf man sich auf ein zusätzliches Nachbarschaftsduell mit Neuling TSV Ganderkesee freuen. Als dritter Lokalverein ist wieder der TTSC 09 Delmenhorst am Start. Als Meister der Runde 2017/18 freut sich die dritte Mannschaft des TV Hude auf die neue Herausforderung Bezirksoberliga Süd.

Bei den Damen hat Bezirksligameister TTV Klein-Henstedt auf den Aufstieg verzichtet. Auf der anderen Seite ist dort Aufsteiger TV Deichhorst dazugestoßen. Der TTSC 09 hatte wiederum Glück und schlug wie im Jahr 2017 dem Abstiegsgespenst ein Schnäppchen. Freiwillig aus der Bezirksliga zurückgezogen hat neben dem TSV Hengsterholz-Havekost (keine Relegation gespielt) in diesen Tagen auch das Team vom TuS Hasbergen, das künftig in der Bezirksklasse aufschlägt.


Spielklasseneinteilung Tischtennissaison 2018/2019

Männer, Verbandsliga Nord: TV Hude I (Absteiger), TV Hude II, TSV Lunestedt II, TSG Dissen, VfL Westercelle, Oldenburger TB (Neuling), TSV Eintracht Hittfeld, SF Oesede II (Neuling), MTV Jever II.

Bezirksoberliga Süd: TV Hude III (Aufsteiger), Osnabrücker SC, SV Olympia Laxten, VfL Wildeshausen, BSV Holzhausen, SV Molbergen, BV Essen, SV Bawinkel, SC BW Papenburg und VfL Emslage.

Bezirksliga Ost: TTSC 09 Delmenhorst, Delmenhorster TB, TSV Ganderkesee (Neuling), TTV Cloppenburg, SV Molbergen II, OSC Damme, TV Dinklage II, TV Dinklage III, BW Lohne, TTV Garrel-Beverbruch (Aufsteiger).

I. Bezirksklasse: TSG Hatten-Sandkrug (Absteiger), TSV Ganderkesee II, TSG Hatten-Sandkrug II, VfL Stenum, TuS Hasbergen, DTB II, VfL Wildeshausen II, TV Hude IV (Aufsteiger), TSV Großenkneten, DTB III (Neuling/Nachrücker).

II. Bezirksklasse: TuS Heidkrug (Absteiger), TTG DHI Harpstedt (Absteiger), TTSC 09 Delmenhorst II (Absteiger wegen Verzicht), Delmenhorster TV, Hatten/Sandkrug III, TSV Ganderkesee III, VfL Wildeshausen III, VfL Stenum II, VSK Bungerhof (Neuling), TV Hude V (Neuling).  

Damen, Bezirksoberliga Süd: TV Jahn Delmenhorst, Hoogsteder SV II, SV Wissingen III, SF Oesede, BW Langförden, TV Dinklage, TSV Venne II, TSG Dissen, SV Hesepe-Sögeln, SV Wissingen IV. Bezirksliga Ost: TTV Klein-Henstedt, TV Jahn Delmenhorst II, TTSC 09 Delmenhorst, TTG DHI Harpstedt, TS Hoykenkamp, TV Deichhorst (Neuling), SV Peheim-Grönheim (Absteiger), SV Molbergen II, TV Dinklage II, SV Molbergen III (Neuling).

Bezirksklasse: TuS Hasbergen (Absteiger), TSV Ganderkesee, Delmenhorster TV, TTV Klein-Henstedt II (Neuling), TV Hude (Neuling).