Fußball-Oberliga SV Atlas Delmenhorst verpflichtet Leon Lingerski

Flexibel einsetzbar: Leon Lingerski (rechts im Trikot des VfB Oldenburg) kann Links- und Innenverteidiger spielen. Foto: imago/NordphotoFlexibel einsetzbar: Leon Lingerski (rechts im Trikot des VfB Oldenburg) kann Links- und Innenverteidiger spielen. Foto: imago/Nordphoto

Delmenhorst. Vor drei Jahren lief Leon Lingerski mit Werder Bremen in einem Freundschaftsspiel gegen die Delmenhorster Stadtauswahl schon einmal im Stadion auf, jetzt kehrt der 23-Jährige wieder nach Düsternort zurück – und zwar für mindestens zwei Jahre: Denn Lingerski hat sich dem Fußball-Oberligisten SV Atlas angeschlossen. Der variabel einsetzbare Verteidiger wechselt vom VfB Oldenburg zu den Blau-Gelben.

„Leon ist ein Spieler mit großem Potenzial“, schwärmt Sportvorstand Bastian Fuhrken über den nächsten hochkarätigen Neuzugang für die Atlas-Defensive nach Dennis Mooy, Jannik Vollmer und Karlis Plendiskis. Wie Mooy und Vollmer ist Lingerski Linksfuß und kann sowohl außen als auch innen verteidigen. Damit hat der SVA seine Baustellen in der Defensive nach den Abgängen am Saisonende von Sebastian Kmiec, Tom Witte, Hanno Hartmann und Marlo Siech mehr als geschlossen.

Der gebürtige Bremerhavener Lingerski spielte in der Jugend für den SC Schiffdorferdamm und Geestemünder TV, ehe er zu Werder Bremen wechselte. Für den SVW absolvierte er 48 Spiele in der A- und B-Jugend-Bundesliga und machte auch Junioren-Länderspiele: drei für die U16, acht für die U17. Seine erste beiden Herren-Jahre verbrachte Lingerski bei Werder Bremens U23 (wo er auch zusammen mit Karlis Plendiskis spielte). Danach wechselte er zum VfB Oldenburg, für den er 37 Mal in der Regionalliga Nord auflief.

2015 für Werder im Delmenhorster Stadion am Ball, jetzt für den SV Atlas: Leon Linkerski (links) setzt sich im Freundschaftsspiel gegen den Stadtauswahlspieler Ömer Kalmis durch. Foto: Rolf Tobis

Angesichts dieser Vita überrascht es nicht, dass Lingerski finanziell lukrativere Angebote als das des SV Atlas hatte. Der sich zuletzt mit einigen Verletzungen herumplagende Abwehrmann entschied sich aber für die Delmenhorster, „weil ich mich auf meine berufliche Laufbahn konzentrieren muss“, wie Linkerski erklärte. Deshalb nimmt er jetzt ein Studium in Bremen auf. „Leon wird eine Verstärkung für uns sein“, ist sich Trainer Jürgen Hahn sicher.

Der Kader des SV Atlas umfasst zur Zeit 21 Spieler, mit zwei weiteren Neuverpflichtung ist zu rechnen. Darunter soll auch ein junger Torwart aus Delmenhorst sein.


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