Handball A-Jugend Aus für HSG Grüppenbühren/Bookholzberg in der Bundesliga

Von Mareike Bader

Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg hat die erste Runde der Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga nicht überstanden. Trainer Stefan Buß (links) kritisiert das Gruppensystem.Archivfoto Rolf TobisDie HSG Grüppenbühren/Bookholzberg hat die erste Runde der Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga nicht überstanden. Trainer Stefan Buß (links) kritisiert das Gruppensystem.Archivfoto Rolf Tobis

maba Helmstedt. Für die Handballer der A-Jugend der HSG Grüppenbühren-Bookholzberg ist das Abenteuer in der Bundesliga vorerst zu Ende. Trainer Stefan Buß ist verärgert über die ungleiche Gruppeneinteilung der Qualifikationsturniere.

Enttäuscht sind die A-Jugend Handballer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg vom Bundesliga-Qualifikationsturnier in Helmstedt zurückgekehrt. „Alles an dem Wochenende lief nicht so für uns“, sagt Stefan Buß, mit Andreas Müller Trainer der Mannschaft.

Als kleines Team unter den großen Nachwuchsmannschaften hatten die Jugendhandballer als erste Mannschaft der HSG in der Saison 2017/18 Bundesligaerfahrung gesammelt. Keine leichte Aufgabe. Nach Ende der Saison bildete die HSG das Schlusslicht der Tabelle. ( Weiterlesen: HSG Grüppenbühren/Bookholzberg sammelt wertvolle Erfahrungen)

Also ging es für die HSG wieder in die Qualifikation – dieses Mal für den Klassenerhalt. Doch die Handballer waren mit zwei starken Oberliga-Meistern in einer „Todesgruppe“ gelandet, wie es Buß ausdrückt. „Leider hat es uns erwischt.“ In der kommenden Saison 2018/19 muss die HSG-Jugend wieder in der Oberliga spielen.

Ausgeglichene und starke Gruppe

Die Entscheidung fiel am Ende durch das schlechte Torverhältnis. Sowohl die HSG als auch BSV 93 Magdeburg und die SG Bremen/Hastedt waren punktgleich. Der Turnierstart gegen Magdeburg sei ein schönes Spiel von beiden Seiten gewesen, berichtet Buß. „Wir haben konsequent unseren Angriff durchgezogen“, lobt er seine Mannschaft, die mit einem 17:15 als Sieger vom Platz ging.

Danach stand eine Pause für die HSG an. In der Zeit wurde das Spiel Magdeburg gegen Bremen ausgetragen. „Leider hat Bremen gegen Magdeburg gewonnen“, sagt Buß über den 20:18-Erfolg der Bremer. Sonst wäre der Klassenerhalt für sein Team schon perfekt gewesen. So fiel die Entscheidung im Spiel gegen Bremen. Die HSG nutzte dort die Torchancen zu schlecht, auch die Abwehr arbeitete nicht optimal. „Am Ende hat Bremen verdient so hoch gewonnen“, bilanziert Buß die 14:24-Schlappe. Die Bremer hätten sich richtig in einen Fluss gespielt. Dazu habe auch beigetragen, dass sie nach dem Spiel gegen Magdeburg nur eine kurze Unterbrechung gehabt haben. Die HSG hatte ein Loch von vier Stunden.

Harte Kritik an Gruppeneinteilung

Trainer Buß spricht nach dem Qualifikationsturnier in Helmstedt fair über die beiden Mannschaften. Die Gruppeneinteilung greift er stattdessen an. „So funktioniert das nicht in so einer Klasse“, sagt er verärgert. Die Einteilung in zwei Gruppen à drei Mannschaften gebe es in anderen Verbänden nicht. „Jens Schoof scheint das so zu wollen“, kritisiert er die Entscheidung des Vizepräsidenten Spieltechnik beim Handball-Verband Niedersachsen. Dieser war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Trainer aus Magdeburg und Bremen hätten Buß‘ Eindruck bestätigt. Der favorisiert ein Turnier mit allen sechs Mannschaften, die um das Spielrecht in der Jugendbundesliga kämpfen. „Dann wäre es eine faire Gruppe gewesen.“ Denn die zweite Gruppe mit TV Oyten, SG Nickelhütte-Aue und HC Elbflorenz Dresden sei bei Weitem nicht so stark gewesen wie die Gruppe der HSG.

Letzte Saison im Jugendhandball

„Natürlich war es traurig, dass wir es nicht geschafft haben“, berichtet Buß, der seit 2015 die Mannschaft trainiert. Der gemeinsame Weg, der damals in der B-Jugend gestartet ist, wird nach der kommenden Saison enden. Danach geht es für die Meisten zu Herrenmannschaften. „Dann werden sie nicht mehr so zusammen spielen“, sagt Buß über seine Schützlinge. Zum Abschluss steht ein großes Ziel an: Buß will mit der HSG noch einmal Oberliga-Meister werden. Der Traum die gemeinsame Zeit in der Bundesliga abzuschließen, ist leider geplatzt. ( Weiterlesen: Stefan Buß übernimmt B-Jugend der HSG Grüppenbühren)

Wie es für Buß im nächsten Jahr weitergeht, weiß er noch nicht. Eine Auszeit schließt er nicht aus, ebenso ein anderes Angebot. „Ich mache erst mal die Saison fertig, dann schaue ich weiter.“


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