40. Volleyball-Pfingstturnier 1750 Spieler schmettern, baggern und feiern

Von Frederik Böckmann

Perfekte Annahme: Der langjährige Organisator Marco Thiel zeigte im Vorjahr, wie es geht. Foto: Rolf TobisPerfekte Annahme: Der langjährige Organisator Marco Thiel zeigte im Vorjahr, wie es geht. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. 1750 Spieler aus 250 Mannschaften, zehn Hallen, drei Turniertage: Die Eckdaten bei Europas größtem Hallen-Volleyballturnier am Pfingstwochenende bei der VG Delmenhorst-Stenum sind nach wie vor beeindruckend.

Nach und nach schleppen die Helfer zahlreiche Kisten mit Getränken und Essen in ihren Aufenthaltsraum, im Büro werden die Spielpläne erstellt, zwischendurch wird immer wieder gelacht und gescherzt: Keine 40 Stunden vor dem Beginn des nach wie vor größten Hallen-Volleyballturniers in Europa herrscht eine fast schon gelassene Stimmung in der Delmenhorster Stadtbadhalle. Dass ab Samstagmorgen bis Montagnachmittag wieder ein Mammut-Event mit 1750 Volleyballern von 250 Mannschaften in der Stadt stattfindet, davon ist am Donnerstagnachmittag auf den ersten Blick nicht viel zu spüren. Oder anders ausgedrückt: Bei der VG Delmenhorst-Stenum weiß man vor der 40. Auflage des Traditionsturniers eben, was zu tun ist.

„Wir sind ein eingespieltes Team“, sagt Orga-Sprecher Christian Altkirch. „Die Aufgaben sind auf vielen Schultern verteilt.“ Rund 100 Helfer der Volleyball-Gemeinschaft aus Delmenhorst und Stenum sind um die Pfingsttage im Einsatz, die 15-köpfige Hauptcrew verbringt mit der Vor- und Nachbereitung des Turniers rund eine Woche. (Weiterlesen: VG Delmenhorst-Stenum freut sich auf das Neuland)

5000 Brötchen und 1000 Liter Kaffee werden verkauft

Die Eckdaten des seit 1972 laufenden Turniers sind nach wie vor beeindruckend: An drei Turniertagen schmettern, baggern und pritschen die Volleyballer in zehn Hallen in Delmenhorst und Hoykenkamp in sechs verschiedenen Leistungsklassen um Punkte und Pokale. 5000 Brötchen, 1000 Liter Kaffee und bis zu 300 Sektflaschen werden verzehrt. Von den Zweitliga-Volleyballern des TV Baden bis hin zum Hobbyspieler haben sich Akteure aller Leistungsstärken angekündigt.

Dass die Zahl der Teams von 320 (2015) über 300 (2016) und 280 (2017) auf jetzt rund 250 weiter leicht rückläufig ist, haben sie im Organisationsteam natürlich zur Kenntnis genommen. Und mehrere Gründe ausgemacht. Zum einen sind sie auch auf die allgemeinen rückläufigen Zahlen in Volleyball-Deutschland zurückzuführen, zum anderen fehlen dieses Jahr die bewährten Volleyballer aus den Niederlanden oder Belgien. Und viele ältere Cracks bekommen keine Teams mehr zusammen und gehen langsam in den Ruhestand. „Dafür haben wir einige jüngere Mannschaften gewonnen“, sagt Altkirch. Die Teams kommen vor allem aus Norddeutschland, Nordrhein-Westfalen und dem Osten.


Wie jedes Jahr gibt es auch in diesem einige kleinere Neuerungen – sportlich, organisatorisch und partytechnisch. Der Turniermodus wurde etwas geändert. Die höchsten Leistungsklassen spielen nun auch wieder am Montag. Abgeschafft wurde das Quadro-Turnier (also vier gegen vier im Mixed). Das sei intern gut, aber bei den Auswärtigen nicht so gut angekommen, so Altkirch.

Für den 27-Jährigen selbst ist es nach acht Jahren das letzte Turnier als Orga-Chef. Er übergibt das Zepter ab dem kommenden Jahr an Jonas Woinitzki. Zusammen mit Woinitzki, Jens Heitmann, „Oddo“ Sanders und dem für den Spielbetrieb zuständigen Tim Lehr laufen bei diesen fünf alle Fäden zusammen.

Die große Volleyballfete wird am Samstag ab 22 Uhr wieder im Haus Adelheide gefeiert. Dieses Mal mit einer zusätzlichen Elektro/House-Area mit DJ Maclo. Die andere beschallt wie gewohnt DJ Goli.


Samstag (ab 9 Uhr)

LK 1: Verbandsliga bis Landesliga

LK 2: Bezirksliga

LK 3: Bezirksklasse bis Kreisliga

LK 4: Kreisklasse / Hobby

Sonntag Mixed (ab 9 Uhr)

LK 1: Bundesliga bis Regionalliga

LK 2: Oberliga bis Verbandsliga

LK 3: Landesliga bis Bezirksliga

LK 4: Bezirksklasse

LK 5: Kreisliga

LK 6: Kreisklasse/Hobby

Montag (ab 9 Uhr)

LK A: Bundesliga bis Verbandsliga

LK B: Landesliga bis Bezirksliga

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