Fußball-Kreisliga TSV Ippener steht vor einem Neustart

Von Daniel Niebuhr und Andreas Bahlmann

Tunde Ashogbon und der TSV Ippener sind in der Fußball-Kreisliga auf Talfahrt. Foto: Rolf TobisTunde Ashogbon und der TSV Ippener sind in der Fußball-Kreisliga auf Talfahrt. Foto: Rolf Tobis

Ippener. Der kriselnde Fußball-Kreisligist TSV Ippener hat elf seiner zwölf Pflichtspiele 2018 verloren, will die Saison aber in jedem Fall durchziehen. Im Abstiegskampf wird das Team zum Zünglein an der Waage.

So merkwürdig das in diesen Tagen klingt: Der TSV Ippener wird die laufende Saison in der Fußball-Kreisliga ohne Zweifel auf einem historisch guten Platz beenden. Schon jetzt steht fest, dass es schlimmstenfalls Rang zwölf wird in der Abschlusstabelle, was immer noch die zweitbeste Platzierung der Vereinsgeschichte wäre – in der Vorsaison war man ja Sechster geworden.

Die Tabelle lügt bekanntlich nicht, dennoch ist die gefühlte Wahrheit doch eine andere. Ippeners erste Mannschaft erlebt seit der Winterpause einen heftigen Absturz, hat elf ihrer zwölf Pflichtspiele verloren und einmal sogar überhaupt kein spielfähiges Team zusammenbekommen. Trainer Mohamed Charour, der nach der Sperre und der Mischung aus Kündigung und Rauswurf von Chawkat El-Hourani übernommen hat, war nach dem 0:7 beim TSV Ganderkesee unübersehbar frustriert: „Die Trainingsbeteiligung ist schwach. Dann ist es einfach schwierig.“ Er selbst steht als Trainer für die kommende Saison nicht zur Verfügung.

Noch gegen zwei Kellerkinder

Dreimal tritt Ippener noch an, zunächst im Samtgemeindederby gegen den Harpstedter TB am Samstag und dann gegen die stark bedrohten Kellerkinder SV Achternmeer und Ahlhorner SV. Der TSV nimmt also noch großen Einfluss auf den engen Abstiegskampf, ein Rückzug während der Saison kommt aber nicht infrage. „Wir werden es vernünftig zuende spielen, wie es sich gehört. Das haben wir dem Verein versprochen“, sagt Charour. Was unter anderem der TV Jahn Delmenhorst gern hören wird, der als einziger Abstiegskandidat überhaupt Punkte gegen Ippener gesammelt hat, die bei einer Abmeldung der Mannschaft im laufenden Spielbetrieb gestrichen werden würden. „Wir wünschen dem TSV Ippener auf jeden Fall alles Gute“, sagt Jahn-Abteilungsleiter Marco Castiglione.

In Ippener wird bereits an der Zukunft gearbeitet. Der Vorstand ist in Spielergesprächen, damit beim TSV auch künftig Kreisliga-Fußball gespielt wird. Es wird wohl auf einen ziemlichen Neustart hinauslaufen. „Wir sind in der Kaderplanung für unsere erste, zweite und Oldiemannschaft, das ist ein ganz normaler Vorgang“, sagt Vorsitzender Jens Riese, der auch darauf hinweist, „dass unser Verein insgesamt hervorragend aufgestellt ist.“