Neuzugang aus Jeddeloh Lette Karlis Plendiskis soll Abwehr des SV Atlas führen

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Delmenhorst. Der ehemalige lettische Junioren-Nationalspieler Karlis Plendiskis kommt vom SSV Jeddeloh zum SV Atlas Delmenhorst und ist dort für Führungsaufgaben eingeplant. Sebastian Kmiec und Philip Immerthal verlassen den Club.

Anders lautenden Meldungen zum Trotz hat der SV Atlas die Residenzpflicht noch nicht in seine Verträge aufgenommen; wer für den Oberligisten Fußball spielen will, darf nach wie vor wohnen, wo es ihm gefällt. Der Verein schmückt sich zurecht damit, dass der Großteil des Kaders auf freiwilliger Basis trotzdem in Delmenhorst lebt – und dass viele Neuzugänge auch direkt in die Stadt ziehen. Der nächste Neubürger, den der Verein beschafft hat, heißt Karlis Plendiskis, der Wechsel des Innenverteidigers vom Regionalligisten SSV Jeddeloh wurde am Mittwoch perfekt. Der Umzug des Letten nach Delmenhorst steht im Oktober an.

Plendiskis schon mit 61 Regionalligaspielen

Das Interesse an Plendiskis war in der vergangenen Woche bekannt geworden (wir berichteten) und ist gut nachvollziehbar. Der 1,96-Meter-Mann – „seit zwei, drei Jahren ein Wunschspieler“, wie Sportvorstand Bastian Fuhrken erklärt – hat in seiner Laufbahn 61 Regionalligaspiele für den SV Wilhelmshaven, den VfB Oldenburg und Jeddeloh gemacht, obwohl er erst 23 ist. Er hat viermal für die lettische U21-Nationalmannschaft gespielt, dreimal für die U19 und achtmal für die U17. Und ausgebildet wurde er natürlich bei Werder Bremen. „Ich freue mich sehr über die Herausforderung in meiner neuen Heimat. Der Verein hat viel erreicht und jetzt kann ich mit anpacken“, sagt der Defensivmann. Trainer Jürgen Hahn plant mit ihm als Führungsspieler. „Karlis soll bei uns Verantwortung in der Defensive übernehmen, wir sind von seiner Qualität überzeugt und er bringt Erfahrung mit. Trotzdem ist es eine neue Rolle für ihn, die Mannschaft von hinten zu führen.“

Kmiec nach Uphusen, Immerthal an die Jade

Weitere Neuzugänge dürften in nächster Zeit verkündet werden, denn die Baustellen im Kader sind durch die jüngsten Abgänge nicht weniger geworden. Der häufig verletzte Antreiber Sebastian Kmiec geht zum Oberligarivalen TB Uphusen, Philip Immerthal nach einem halben Jahr etwas überraschend zum Bezirksligisten Frisia Wilhelmshaven. Kmiecs Wechsel findet Fuhrken „schade, aber nachvollziehbar“, bei Immerthal zeigt er sich weniger verständnisvoll: „Wir akzeptieren natürlich seine Entscheidung, finden sie aber nicht gut. Sechs Monate sind unserer Überzeugung nach eine zu kurze Zeit, um eine Entwicklung bei uns zu bewerten. Ein weiteres Jahr bei uns hätten wir uns sehr gewünscht.“ Beide Spieler werden bei ihren neuen Vereinen ohne Zweifel die einmalige Atmosphäre im immer gut besuchten Delmenhorster Stadion vermissen. Darauf darf sich jetzt Bald-Delmenhorster Karlis Plendiskis freuen.


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