Spring-Derby 2018 Sonderehrung für Sandra Auffarth und Nupafeed’s La Vista

Meine Nachrichten

Um das Thema Lokalsport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Wurden für ihre Null-Fehler-Runde im Spring-Derby 2018 besonders geehrt: Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee und Nupafeed’s La Vista. Die Veranstalter zeichneten sie für den besten Stil des Tages aus. Foto: Imago/Stefan LafrentzWurden für ihre Null-Fehler-Runde im Spring-Derby 2018 besonders geehrt: Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee und Nupafeed’s La Vista. Die Veranstalter zeichneten sie für den besten Stil des Tages aus. Foto: Imago/Stefan Lafrentz

Ganderkesee. Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee, die mit der Stute Nupafeed’s La Vista im Deutschen Spring-Derby 2018 Platz drei belegte, erhielt in Hamburg eine Sonderehrung. Ihre Null-Fehler-Runde im 1250 Meter langen Parcours wurde für den besten Stil ausgezeichnet.

In Bergedorf ist am Sonntagabend schnell reagiert worden: Die Box von Nupafeed’s La Vista im Stall der Familie Auffarth wurde mit einem Schild geschmückt, das die starken Leistungen verdientermaßen würdigte, die die neunjährige Hannoveraner Stute mit ihrer Reiterin Sandra Auffarth in den zurückliegenden fünf Tagen in Hamburg Klein-Flottbeck während der Derby-Woche geboten hatte. Das berichtete und zeigte die 31-Jährige, die für den RV Ganderkesee startet, auf ihrer Facebookseite. „3. Platz 89. Hamburger Derby“ steht unter anderem darauf und „157. Null-Fehler-Ritt“..

Sandra Auffarth gelingt der 157. Null-Fehler-Ritt

Mit dem Schild, auf dem natürlich auch gratuliert wird, war die grandiose Premiere von Auffarth, Doppel-Weltmeisterin und Team-Olympiasiegerin der Vielseitigkeitsreiter, und von der Stute im Deutschen Derby der Springreiter kurz, aber treffend zusammengefasst. Mit einer Null-Runde – eben der erst 157. bei der 89. Auflage der traditionsreichen Prüfung – im 1250 Meter langen Parcours mit 17 Hindernissen und 24 Sprüngen hatte sich das Paar vor 25000 Zuschauern für das Stechen um den Derby-Sieg qualifiziert. Es bewältigte dort die sieben Hindernisse mit acht Sprüngen in 46,41 Sekunden zwar am schnellsten, verzeichnete aber zwei Fehler in der Kombination: Rang drei. Sieger wurde der Brite Matthew Sampson mit Gloria van Zuuthoeve, dem der einzige fehlerfreie Ritt der drei Konkurrenten gelang (0.00/50,53), vor Gilbert Tillmann aus Grevenbroich mit Claus Dieter (4.00/53,62).

Dickes Lob für Nupafeed’s La Vista

Die gefallenen Stangen trübten die Freude über das mehr als gelungene Derby-Debüt bei Auffarth nicht. „Die Stute ging super“, lobte sie La Vista. Für die rhythmische Runde im seit 1920 fast unveränderten Derby-Parcours, der als einer der schwersten der Welt gilt, hatten die Bergedorferin und ihr Pferd noch eine Sonderehrung erhalten, teilte der Veranstalter mit: Sie wurden für den besten Stil des Tages ausgezeichnet.

Auch im Stechen sei es super gelaufen, sagte Auffarth während der Pressekonferenz. „Ich konnte merken, dass sie Spaß hatte.“ La Vista habe mit der Höhe (bis 1,60 Meter) gespielt. „Ich hätte sie etwas konsequenter zurücknehmen müssen“, meinte Auffartn zu den Abwürfen. „Doch dann ist man so im Flow und denkt: Schlechter als Dritte kann ich nicht werden, ich muss jetzt riskieren.“ Und: „Das gehört im Sport dazu. Ich denke, wir haben es richtig spannend gemacht.“ In der Tat. Die Reitsportfans im Derby-Park tobten – und der Veranstalter schrieb auf seiner Homepage von einem „der spannendsten Derbys in der Geschichte“. „Es hat super viel Spaß gemacht“, sagte Auffarth.

Die 31-Jährige hatte mit La Vista bis zu dem Stechen nicht einen Hindernisfehler gemacht. Auffarth war in den beiden Qualifikationsprüfungen am Mittwoch und am Freitag mit Null-Runden in die Platzierung geritten.

Derby-Premiere soll nicht einmalig bleiben

Die Bergedorferin nutzt hochklassige Springprüfungen wie das Derby als Vorbereitung für ihre Paradedisziplin. „Im Springreiten im Vielseitigkeitssport gehe ich nicht ganz an meine Grenze. Da mussten wir neue Reize dazuholen. Und ich glaube, mit dem Derby habe ich wieder was gefunden, das perfekt zu mir passt, da es zwischen Gelände und Springen liegt“, erklärte Auffarth. Dass sie in Prüufungen der Spezialisten mehr als nur mitmischen kann, hat sie allerdings nicht erst im Derby bewiesen. Mitte April war sie in Bad Oeyenhausen mit dem zehnjährigen Oldenburger Wallach Landlord Championesse der deutschen Berufsreiter geworden.

Die Derby-Premiere soll, wenn es nach Auffarth geht, nicht einmalig bleiben. „Ich habe das große Glück, dass ich das Pferd zur Verfügung gestellt bekomme und weiter reiten darf“, erzählte sie in Hamburg. Züchter von Nupafeed’s La Vista ist ihr Vater Karl-Heinz Auffarth, ausgebildet wurde sie von Sandra Auffarth. La Vista ist im Besitz von Dorothea von Ehrlich. Wenn die Stute fit und gesund bleibt, „kann ich mir vorstellen, dass wir nächstes Jahr wieder hier sind“, sagte Auffarth.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN