1. Fußball-Kreisklasse Hude III und Jahn II liefern sich packendes Kellerduell

Von Andreas Bahlmann

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Luftkampf: Hudes Torwart Sven Tensfeldt schnappt dem Jahner Daniel Suderburg den Ball gerade noch weg. Foto: Rolf TobisLuftkampf: Hudes Torwart Sven Tensfeldt schnappt dem Jahner Daniel Suderburg den Ball gerade noch weg. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. In der1. Fußball-Kreisklasse ist der TV Falkenburg auf den dritten Tabellenplatz vorgerückt. Dieser reicht ebenfalls zum Aufstieg, wenn der SV Baris nicht aus der Bezirksliga absteigt.

Hasbergen - SV Tungeln 6:3. Noch Stunden nach dem Spiel feierte die Mannschaft des TuS Hasbergen nebst Trainern und Betreuern lautstark die endgültig feststehende Meisterschaft in der 1. Kreisklasse, nachdem ihnen bereits der Kreisliga-Aufstieg am letzten Spieltag nicht mehr zu nehmen war. Trainer Andreas Lersch platzte beinahe vor Stolz auf die spielerisch überzeugende Vorstellung seiner Mannschaft nach Toren von Kevin Lersch (4.), Cem Oflazoglu (17./67.), Nico Gawlista (30.) und Dominik Lersch (41.), dazu kam ein Eigentor (32.). „Wir waren von der ersten Minute an hoch konzentriert und haben von Anfang an eine meisterliche Leistung abgeliefert! Die drei Gegentore haben wir nur bekommen, weil wir manchmal einfach zu viel wollten.“ Für Tungeln trafen Yannik Maskow (21.) und Dennis Großpietsch (43./83.).

SC Colnrade - TV Falkenburg 1:7. Nach dem zwölften sieglosen Spiel in Serie redete Colnrades Spielertrainer Sascha Albers Klartext: „Optimismus stirbt zwar zum Schluss, aber ich glaube, dass diese Niederlage unser sportlicher Abstieg war.“ Falkenburg war klar feldüberlegen und traf durch Thorsten Niehaus (25.), Torjäger Dominique Streif (47., Foulelfmeter/85.), Florian Erhorn (56., 66.), Georgios Lizekas (60.) und Jan-Niklas Krauses (86.) zum Sieg, der durchaus auch hätte zweistellig ausfallen können. TVF-Trainer Georg Zimmermann war dennoch mit dem Endresultat zufrieden: „Mich freut besonders, dass wir dieses Spiel nicht nur läuferisch, sondern auch mit spielerischen Mitteln entschieden haben.“

Hürriyet - Wüsting 3:2. Dank einer starken Aufholjagd hat RW Hürriyet einen Riesenschritt in Richtung Kreisliga-Aufstieg gemacht. Der Tabellenzweite drehte nach einem 0:2-Rückstand durch Hendrik Paradies (38.) und Jörn Lohmüller (45.) die Partie noch in der zweiten Halbzeit durch Treffer von Cihad Bayraktaroglu (53./75.) und Mahmut Ekici (73.) – 3:2.

VfL Wildeshausen II - TSV Ganderkesee II 1:1. Aufstiegskandidat VfL Wildeshausen II holte nur zwei Punkte aus den vergangenen vier Spielen. „Wir schaffen es momentan einfach nicht, ein enges Spiel auch mal für uns zu entscheiden. Aber insgesamt gesehen ist das Unentschieden schon gerecht“ sagte VfL-Trainer Dirk Lenkeit nach Spielende. Nach einer schönen Doppelpass-Kombination lief Nico Krumdiek alleine auf das TSV-Tor zu und traf ganz cool zum 1:0 (11.). Den Ausgleich für die Gäste erzielte Trainer-Sohn Jean-Michel nach einer Kopfball-Verlängerung nach einer Ecke (65.). Der VfL hatte vor allem bei einigen Distanzschüssen von Kevin Strumpski noch mehrere Chancen, nutzte diese aber nicht. Andererseits tauchte Ganderkesee II auch immer wieder gefährlich vor dem Wildeshauser Tor auf. Die Gäste nutzten dabei klug die etwas destabilisierte Zentrale der VfL-Abwehr, weil der bis dahin stark spielende Innenverteidiger Hector Huls bereits nach 18 Minuten verletzt ausgeschieden war. „Ich bin total zufrieden“, lobte TSV-II-Trainer Andreas Dietrich.

Hude III - Jahn II 3:3. Ein ärgerliches Kopfball-Eigentor von Dennis Becker in der vierten Minute der Nachspielzeit kostete den FC Hude III zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf. „Wir hatten genügend Chancen, dieses Spiel zu entscheiden. Mit dem Unentschieden können wir eigentlich nicht so gut leben“, ärgerte sich FCH-Spielertrainer Dennis Bürmann nach dem Abpfiff. Hude igelte sich vor dem eigenen Strafraum ein, stellte dann aber mit überfallartigen Kontern die Jahner vor große Probleme. Lennart Erren (9.) und Ulf Wiechmann (22.) brachten den FCH mit 2:0 in Führung, ehe Arne Janßen mit einer starken Einzelaktion auf 1:2 (30.) verkürzte. Nach einem Eckstoß für Jahn konterten die Huder wieder einmal blitzschnell und Philipp Bastenholz erzielte das 3:1 (73.). Die Jahner bewiesen aber erneut gute Moral. Erst verkürzte Marvin Heinrich auf 2:3 (75.), ehe die Gäste in der Nachspielzeit noch zum Ausgleich kamen. Jahns Trainer Frank Oehlmann atmete tief durch: „Dieser Punkt wird vielleicht ganz wichtig für uns sein.“ In der am Ende ruppigen Partie flogen der Huder Kai Trump (Rot/77., nach grobem Foul) und der Delmenhorster Marvin Paul (Gelb-Rot/84., wiederholtes Foulspiel) vom Platz.

Zweikampf an der Seitenlinie: Hudes Daniel Suderrburg (links) schirmt den Ball gegen den Jahner Daniel Meyer ab. Foto: Rolf Tobis

Vielstedt - Hude II 0:6. Vielstedts Trainer Hans Borchers nahm seine Mannschaft nach diesem Spiel zumindest etwas in Schutz: „Mich wundert diese Niederlage wirklich nicht, auch wenn es insgesamt eine fußballerische Katastrophe war.“ Denn die Vielstedter hatten vor dem Spiel durch kurzfristige Absagen so große Personalprobleme, dass gleich drei Spieler aus der zweiten Mannschaft aushalfen, obwohl sie bereits vom Vormittag ein Spiel in den Knochen hatten. Zu allem Überfluss erlitt auch noch TuS-Torwart Matthias Dörnberg am Anfang der zweiten Halbzeit einen Kreislaufkollaps, weshalb Feldspieler Daniel Schan einspringen musste. Für Hude II erzielte Dominic Brumund die ersten drei Tore (6., 7., 53.), dann trafen Philipp Brumund 4:0 (67.), Robert Kumerow (69.) und Christian Nordbruch (89.) FCH-Interims-Trainer Hendrik Nordbruch outete nach dem Spiel seine siegreiche Mannschaft als „Muttersöhnchen“: „Wir haben alle zum Muttertag unseren Müttern versprochen, dieses Spiel zu gewinnen. Das ist uns gut gelungen, besonders den Brumund-Brüdern.“ Für die kommende Saison ist der FCH II indes weiter auf der Suche nach einem Trainer.

TSV Großenkneten II - TV Munderloh II 5:1. TSV-Trainer Andreas Gronewold war rundum zufrieden. „Das haben wir wirklich gut gemacht. Munderloh war mit den fünf Gegentoren noch richtig gut bedient.“ Co-Trainer Michael Cording ergänzte: „Wir haben den Strohhalm zum Klassenerhalt noch ergriffen.“ Das mit einigen Spielern aus der eigenen A-Jugend ergänzte Heimteam spielte von Anfang an wie aus einem Guss, während die indisponierten Gäste überwiegend Fehlpässe fabrizierten. Die Tore für den TSV Großenkneten II erzielten Marco Möhring (18., 68./Foulefmeter), der eingewechselte A-Jugendliche Hendrik Oltmann (75., 77.) und Jann-Philipp Asche (77.). Der 1:5-Endstand gelang Brian Timmermann (79.). TVM-Trainer Michael Schröder nahm die hohe Pleite mit Humor: „Wir waren einfach nicht gut, aber: Eine Chance, ein Tor – das ist doch effektiv.“

Hicret - Stenum II 2:3. Hicretspor führte durch Meric Özdemir (2.) und Cemil Yildiz (56.) zwei Mal, doch am Ende nahmen die Gäste die Punkte nach Treffern von Kevin Sass (54.), Tammo Oetken (61.) und Joshua Gielnik (71.) mit. „Wenn man nur für 60 oder 65 Minuten Luft hat, dann muss man ein Spiel eben innerhalb dieser Zeit entscheiden“, hielt KSV-Trainer Timur Cakmak seine Kritik nicht hinterm Berg. Wegen berufs- (Schichtarbeit) und verletzungsbedingter Absagen fällt seit einigen Wochen beim KSV das Training aus und die mangelnde Fitness sollte sich für Hicretspor in dieser Partie bitter rächen. Stenums Coach Uwe Hammes meinte: „Dieser Sieg war vielleicht etwas glücklich, aber auch nicht unverdient.“


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