Kreispokalfinale in Wardenburg VfR Wardenburg und SV Atlas II vor Spiel des Jahres

Meine Nachrichten

Um das Thema Lokalsport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Wardenburg. Der VfR Wardenburg und der SV Atlas Delmenhorst II stehen im Kreispokalfinale vor dem Highlight der Saison. Die Fußball-Kreisligisten treffen sich am Mittwochabend in Wardenburg vor vermutlich großer Kulisse. Wardenburgs Trainer Sören Heeren kündigt schon ab: „Wenn wir gewinnen, reißen wir die Hütte ab.“

Das Vereinsheim des VfR Wardenburg hat mit der Oberliga noch nie viel zu tun gehabt, auf der Anlage im Gewerbegebiet Südwest wird seit über 20 Jahren Kreisliga-Fußball gespielt, was sich erst einmal auch nicht ändern wird. Und doch wird der Oberliga-Spielplan am Mittwochabend wohl für einen Umsatzrekord in der Clubkneipe sorgen: Der Fünftligist SV Atlas hat nämlich frei, weshalb wohl eine kleine Fan-Karawane den Achtligisten SV Atlas II nach Wardenburg begleiten wird. Denn dort steigt ab 19.30 Uhr das Kreispokalfinale zwischen den Wardenburgern und den Delmenhorstern.

Es ist für die Kreisligisten ohne Übertreibung das Spiel des Jahres, in der Liga geht es für beide nach jeweils mehr als passabler Saison um nicht mehr viel. Der Titel wäre für alle beteiligten Trainer der größte ihrer Laufbahn, die Vorfreude sprengt entsprechend jede Skala. „Wir brennen auf dieses Spiel. Wir sind selbstbewusst, Atlas muss uns erstmal schlagen“, sagt VfR-Trainer Sören Heeren. Seine Mannschaft holte unter Vorgänger Jörg Beckmann schon in den beiden letzten Jahren den Titel und ist in diesem Wettbewerb seit Oktober 2014 ungeschlagen. Heeren kündigt an: „Wenn wir das Triple holen, reißen wir hier die Hütte ab.“

Atlas als erste Reserve Pokalsieger?

Trotz des Heimvorteils und der imposanten Siegesserie ist Wardenburg aber nicht zwingend Favorit. Die Atlas-Reserve erhielt während der Saison immer mal wieder Unterstützung aus der Oberliga-Mannschaft, auch beim 6:1-Sieg im Ligaduell Ende März. Auf die Frage, wie viele Oberliga-Spieler dieses Mal im Kader stehen, antwortet Atlas-Trainer Steven Herrmann: „Mal sehen.“ Der Coach und sein Kollege Sven Schlundt verlassen den Club nach dieser Saison – sie würden zu gern als Pokalsieger gehen.

In jeden Fall wird Atlas mindestens zwei Spieler dabei haben, die wissen, wie es geht. Verteidiger Florian Knipping und Antreiber Daniel von Seggern waren schon dabei, als die erste Mannschaft 2014 Kreispokalsieger wurde. Passenderweise wird von Seggern das Team im Sommer übernehmen. „Das Spiel ist für alle ein Highlight“, sagt Herrmann. „Einen Titel gewinnst du nicht so oft.“

Als Reserve ohnehin nicht. In den fünf Jahren, in denen die Altkreise Oldenburg-Land und Delmenhorst einen gemeinsamen Pokalwettbewerb austragen, hat keine der zweiten Mannschaften den Titel geholt. Im Bezirkspokal dürfen sie auch nicht starten, weshalb Wardenburg dafür bereits qualifiziert ist. Die Lust auf das Finalevent trübt das nicht im geringsten. Die Teams werden mit G- und F-Jugendlichen an der Hand einlaufen, Pokalsieger-Shirts sind auch gedruckt, allerdings vom Verband und ohne den Vereinsnamen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN