1. Fußball-Kreisklasse TuS Hasbergen macht Kreisliga-Aufstieg perfekt

Von Andreas Bahlmann

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Delmenhorst/Landkreis. Der TuS Hasbergen hat den Aufstieg in die Fußball-Kreisliga perfekt gemacht. Die Mannschaft feierte einen 2:0 (0:0)-Heimsieg über den VfL Wildeshausen II und kann damit nicht mehr von einem der ersten beiden Tabellenplätze der 1. Kreisklasse verdrängt werden.

Sie müssen zwar noch sieben Spiele absolvieren, ihr erstes großes Ziel haben die Fußballer des TuS Hasbergen aber schon erreicht: Sie werden in der kommenden Saison 2018/2019 in der Kreisliga antreten. Nach ihrem 2:0 (0:0)-Heimsieg über den VfL Wildeshausen II steht fest, dass die Delmenhorster nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze der Tabelle der 1. Kreisklasse verdrängt werden können.

TuS Hasbergen - VfL Wildeshausen II 2:0 (0:0). Der Spitzenreiter ist weiter ungeschlagen; er fuhr im 23. Saisonspiel den 22. Sieg ein. „Schön, dass wir unser Ziel schon zu diesem sehr frühen Zeitpunkt erreicht haben. Das wurde am Sonntag dementsprechend auch gefeiert“, sagte TuS-Trainer Tim Müller: „Über die Saison hat sich gezeigt, dass wir einen sehr ausgeglichenen Kader haben und auch viele Verletzungen kompensieren konnten, wobei wir uns auch bei unserer zweiten Herren bedanken möchten, dass sie uns, wenn Hilfe benötigt wurde, unterstützt hat. Das soll aber nicht bedeuten, dass wir uns hängen lassen. Wir wollen jetzt das nächste Ziel erreichen.“ Die Mannschaften lieferten sich eine Partie auf Augenhöhe, aber Hasbergen nutzte konsequent die Fehler der Wildeshauser. In der 7. Minute erlief sich Nico Gawlista einen zu kurzen Rückpass von VfL-Abwehrspieler Peter Schlüter auf den etwas zu unentschlossen herauskommenden VfL-Keeper Maik Backhus. Mit seinem achten Saisontor brachte Gawlista die Hasberger in Führung. In der Folge erarbeiteten sich die Gäste mehrere Chancen, brachten sich aber durch ungenaue Zuspiele oder unkonzentrierte Abschlüsse um den Erfolg. Beim 2:0 (45.) reagierte der TuS-Spieler Imdat Celik nach einer Freistoßflanke, die Backhus noch an die Torlatte gelenkt hatte, am schnellsten und versenkte den Ball im Wildeshausener Tor. Nach der Pause bemühte sich der VfL zwar um den Anschlusstreffer, aber es sprang nicht Zählbares dabei heraus, weil Hasbergen einfach clever agierte und der starke TuS-Keeper Lennart Bonk seinen Kasten wieder einmal sauber halten konnte. VfL-Trainer Dirk Lenkeit fand trotz der Niederlage lobende Worte für seine Mannschaft: „Für mich war das ein glücklicher Sieg. Meine Jungs haben alles gegeben, aber leider das Tor nicht getroffen.“

FC Hude III - SF Wüsting 1:1 (0:0). Das Ergebnis ging in Ordnung, fand SFW-Trainer Florian Neumann: „Eigentlich hätten wir das Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden müssen, kamen aber nicht richtig in die Box rein. In der zweiten Halbzeit hat Hude uns einfach den Schneid abgekauft und sich den redlich Punkt verdient.“ Wüsting erspielte sich vor der Pause ein klares Chancenplus, ließ aber im Abschluss die nötige Präzision vermissen. In der zweiten Halbzeit war der FCH deutlich präsenter, kassierte aber nach einem Konter das 0:1 durch Jörn Lohmüller (50.). Die Huder steckten nicht auf, setzten alles auf eine Karte und belohnten sich in der Nachspielzeit mit dem Ausgleich. Philipp Bastenhorst überlupfte aus 18 Metern SFW-Torwart Thorben Maas (90.+5). Danach wurde das Spiel abgepfiffen. Die Huder spielten zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl, da Kevin Wintermann zehn Minuten nach seiner Einwechselung in der 90. Minute wegen einer Unsportlichkeit vom Platz gestellt worden war. FCH-Trainer Dennis Bürmann freute sich über den späten Punktgewinn: „Endlich haben wir das Selbstvertrauen, es bis zum Schluss zu versuchen. Das ist wichtig im Abstiegskampf.“

TV Jahn Delmenhorst II - TSV Großenkneten II 3:0 (2:0). Jahn sammelte weitere Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Die Delmenhorster trafen in den richtigen Momenten das Tor und hatten auch das notwendige Glück. Die faire Partie war geprägt von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld. Beim 1:0 ließ TSV-Torwart Pascal Grüner einen Kopfball von Daniel Suderberg durch die Hände rutschen (27.). Dem 2:0 ging ein konsequent vorgetragener Spielzug voraus, den Marvin Heinrich vollendete (33.). Das 3:0 erzielte Marcel Gäbe, dem der Ball beim Versuch zu flanken über den Spann rutschte. Das Leder senkte sich ins lange Eck. „Die haben halt die Buden gemacht und wir nicht. Eigentlich war es eher ein typisches Unentschieden-Spiel“, sagte TSV-Trainer Andreas Gronewold, der trotz der Niederlage zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft war. Für Jahns Co-Trainer Jakob Regner zählte nur der Sieg: „Das ist einfach gut gelaufen für uns, denn so klar war das alles nicht.“

KSV Hicretspor Delmenhorst - TV Munderloh II 3:4 (0:1). Beim TVM saßen fast nur angeschlagene Spieler auf der Ersatzbank, während beim KSV, der nur elf Spieler aufbieten konnte, in Yusuf Bilal Polat wieder einmal ein Feldspieler im Tor stand. Munderloh erwischte den besseren Start, Thomas Köhler erzielte nach einem Eckstoß das 1:0 (8.). In der zweiten Halbzeit nahm die Partie Fahrt auf. Onur Aslan (58.) und Cemil Yildiz (59.) brachten Hicretspor nach vorn. Munderloh reagierte und brachte Tobias Kreye, dessen Einwechselung sich belebend auf das Offensivspiel auswirkte. Er war gerade einmal 120 Sekunden auf dem Feld, dann legte er Mirco Willers den Ball zum 2:2 (69.) vor. Danach verletzte sich Selman Kabas, sodass Hicretspor fortan in Unterzahl spielte. Dennoch gelang Yildiz das 3:2 (72.), Kreye glich wieder aus (75.). Die Gastgeber kassierten dann in der Nachspielzeit noch das 3:4 (90.+2.) durch Rene Blankemeyer, weil den leidenschaftlich kämpfenden KSV-Spielern die Kräfte ausgingen. TVM-Trainer Michael Schröder wusste die drei Auswärtspunkte richtig einzuordnen. „Wenn der KSV alle Mann an Bord gehabt hätte, wäre für uns hier nicht viel zu holen gewesen“, sagte er. Turhan Erdogan, der den erkrankten KSV-Trainer Timur Cakmak vertrat, sagte: „Schade, schade. Wir hätten es eigentlich verdient gehabt, zu gewinnen. Aber das Leben geht weiter.“

FC Hude II - RW Hürriyet Delmenhorst 2:2 (2:1). FCH-Trainer Hendrik Nordbruch hatte seine Mannschaft gut auf die Offensivstärke des Tabellenzweiten eingestellt. Die brachte die Delmenhorster zudem mit ihrer effektiven Chancenverwertung an den Rand einer Niederlage. „Ich bin sehr zufrieden. Aus meiner Sicht war es ein gerechtes Unentschieden“, erklärte Nordbruch. Auch Murat Turan, der RWH-Coach Mete Döner vertrat, konnte mit dem Remis leben. „Das Unvermögen unserer Stürmer traf auf einen Sahnetag des gegnerischen Keepers. Dann kommt schon mal so ein Ergebnis zustande und man muss am Ende sogar mit dem einen Punkt zufrieden sein“, sagte er. Hürriyet dominierte in beiden Halbzeiten das Spiel, scheiterte aber immer wieder an der eigenen Unkonzentriertheit oder am glänzend aufgelegten FCH-Torwart Hendrik Schäfer. Die Huder lauerten auf ihre Chancen. Philipp Brumund war nach einem Missverständnis in der RWH-Innenverteidigung sofort zur Stelle (31.). In der 37. Minute patzte die Abwehr der Delmenhorster erneut. Lukas Bischke köpfte nach einem Freistoß ungehindert zum 2:0 ein. Dieser Treffer war der Weckruf für die Gäste. Berat Uyar verkürzte nur eine Minute später auf 1:2. Nach der Pause agierte Hürriyet konzentrierter, blieb aber im Abschluss schwach. Nur David Günal de Sousa traf in der 60. Minute zum 2:2. In der Schlussminute wäre den Hudern nach einem Konter sogar fast noch der Siegtreffer gelungen, aber RWH-Torhüter Maximilian Machoczek hielt seinem Teams zumindest den einen Punkt fest.

TSV Ganderkesee II - SC Colnrade 2:0. TSV-Trainer Andreas Dietrich war nach dem Schlusspfiff rundum zufrieden und lobte zudem die sehr faire Spielweise der Colnrader. Beide Mannschaften kamen ohne Verwarnung aus. Einziges Manko im Spiel seiner Mannschaft sei es gewesen, dass sich ihre spielerischen Überlegenheit nicht noch deutlicher im Ergebnis zeigte. Wirklich stören tat ihn das allerdings nicht: „Wir haben die Punkte im Sack und zwei Tore gemacht. Das reicht.“ Nach Julian Bieners Freistoß-Hammer prallte der Ball von der Unterkante der Latte an den Rücken des SCC-Keepers Lukas Kurcharski und von dort ins Netz (29.) Wenig später ging der Colnrader Duc-Hieu Pham im eigenen Strafraum zu ungestüm zur Sache. Er holte Marian Goldscheck von den Beinen. Der Gefoulte trat selbst zum Strafstoß an und erhöhte auf 2:0 (36.). Die Ganderkeseer brachten den Vorsprung dann ganz sicher über die Zeit. „Für uns wird es langsam eng, aber aufgeben kommt in unserem Wortschatz nicht vor“, gab sich SCC-Trainer Sascha Albers kämpferisch. Sein Team ist Tabellenletzter.

TV Falkenburg - TuS Vielstedt 4:0 (2:0). „Das dritte Spiel in fünf Tagen. Das machte die Ausgangslage natürlich etwas kompliziert. Aber im Nachhinein bin ich sehr zufrieden mit der Leistung meiner Jungs“, bilanzierte TVF-Trainer Georg Zimmermann. Dominique Streif traf schon in der 2. Minute zum 1:0 und erzielte später auch das 2:0 (40.). Zwischen den beiden Treffern tat sich der Tabellendritte aber mit der sehr defensiv ausgerichteten Spielweise der Gäste schwer. Der TuS kam mit langen Pässen wiederholt zu gefährlichen Kontern, die aber alle ohne Torerfolg blieben. Nach der Pause kontrollierten die Falkenburger mit einer klaren, schnellen und zielstrebigen Spielweise ihren unbequemen Gast. Florian Erhorn (72.) und Marco Giovanni d´Elia (90.) schossen die weiteren Tore. Vielstedts Coach Hans Borchers wurmten vor allem die vergebenen Torchancen in der ersten Halbzeit. „Das hat nicht gereicht, obwohl wir eigentlich Chancen genug hatten, zumindest einen Punkt mit nach Hause zu nehmen“, sagte er.


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