Fußball-Bezirksliga 1:2 – Schwacher VfL Stenum muss die Rettung vertagen

Von Daniel Niebuhr

Maximilian Klatte schoss die Stenumer Führung. Foto: Rolf TobisMaximilian Klatte schoss die Stenumer Führung. Foto: Rolf Tobis

Stenum. Nach dem 1:2 bei Eintracht Wiefelstede ist der Fußball-Bezirksligist VfL Stenum noch nicht durch. Trainer Thomas Baake wählt ernste Worte.

Der SV Eintracht Wiefelstede hat sich in seiner jüngeren Vereinsgeschichte schon mehrfach als Überlebenskünstler einen Namen gemacht. Seit neun Jahren spielen die Ammerländer in der Fußball-Bezirksliga und waren nie besser als Elfter – diverse Male rettete sich die Eintracht erst am letzten Spieltag. So düster wie momentan sah es zwar noch nie aus, doch noch brennt Licht in Wiefelstede, wie der VfL Stenum am Sonntag erfahren musste. Die Stenumer unterlagen beim Vorletzten mit 1:2 (1:0) und müssen ihre Rettung vertagen – auch wenn der Vorsprung immer noch bei zwölf Zählern liegt.

K.o. in der Nachspielzeit

Trainer Thomas Baake war natürlich trotzdem verärgert über den Auftritt und wählte durchaus ernste Worte. „Wir wollten heute für die Vorentscheidung im Abstiegskampf sorgen. Stattdessen hat die Mannschaft sich entschieden, dass wir weiter zittern müssen“, sagte der VfL-Coach: „Ich werde mir die Jungs jetzt genau anschauen und entscheiden, wer die richtige Einstellung mitbringt und wer nicht.“

In einer schwachen ersten Halbzeit brachte Maximilian Klatte die Stenumer nach zwölf Minuten in Führung. In der zweiten Halbzeit lag lange das 2:0 in der Luft, in der 72. Minute verursachte Julian Dienstmaier nach einem Wiefelsteder Freistoß aber einen Foulelfmeter, den Henning Röbke zum Ausgleich verwandelte. In der dritten Minute der Nachspielzeit köpfte Jens Lübben das Siegtor für die Gastgeber, die zuvor nur eines ihrer zehn Spiele 2018 gewonnen hatten. Wiefelstede kletterte auf Rang 14 und liegt einen Platz hinter den Stenumern. „Die Leistung war enttäuschend“, sagte Baake. „Wir haben den Klassenerhalt noch selbst in der Hand. Wenn wir so weitermachen, werden wir aber bis zum letzten Spieltag arbeiten müssen.“