Fußball-Kreisliga Delmenhorster TB setzt Siegesserie fort

Von Andreas Bahlmann

Mussten viel Widerstand überwinden, fuhren dann aber doch ihren siebten Erfolg in Folge ein: die Kreisliga-Fußballer des Delmenhorster TB um Julian Lüning (vorn). Gegen den FC Huntlosen mit Felix Dalichau kamen sie zu einem 4:3-Heimsieg. Foto: Rolf TobisMussten viel Widerstand überwinden, fuhren dann aber doch ihren siebten Erfolg in Folge ein: die Kreisliga-Fußballer des Delmenhorster TB um Julian Lüning (vorn). Gegen den FC Huntlosen mit Felix Dalichau kamen sie zu einem 4:3-Heimsieg. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst/Landkreis. Die Kreisliga-Fußballer des Delmenhorster TB haben zum siebten Mal in Folge gewonnen: Sie setzten sich gegen den FC Huntlosen mit 4:3 durch. Der TSV Ippener beendete dagegen seine Negativserie. Das 2:0 beim Harpstedter TB war der erste Erfolg nach sieben Niederlagen.

Der Delmenhorster TB hat seine Siegesserie fortgesetzt. Die Kreisliga-Fußballer feierten am Sonntag einen 4:3-Heimsieg über den FC Huntlosen – der siebte „Dreier“ in Folge. Bereits am Samstag hatte sich Tabellenführer FC Hude dank einer Leistungssteigerung nach der Pause beim TSV Ganderkesee mit 5:1 (1:1) durchgesetzt.

TSV Ganderkesee - FC Hude 1:5 (1:1). Der Tabellenführer drehte auf dem TSV-Platz am Immerweg, kurzzeitig war wegen technischer Probleme über eine Verlegung nach Hude gesprochen worden, erst in der zweiten Halbzeit richtig auf. „Wenn die Spieler von allen Seiten gesagt bekommen, dass alles schon gelaufen ist, dann ist es als Trainer manchmal gar nicht so einfach, die Mannschaft richtig zu erreichen“, erklärte Hudes „Co“ Sascha Stolze die durchwachsene Vorstellung in den ersten 45 Minuten. Die Gäste waren gut gestartet, überrumpelten mit einem schnellen, direkten Angriff über drei Stationen schon in der 3. Minute die TSV-Abwehr. Der Ganderkeseer Sascha Reepel lenkte den Ball vor dem einschussbereiten FCH-Torjäger Torben Liebsch ins eigene Tor. Mit der Führung im Rücken wurden die Huder allerdings nachlässig. Das bestrafte Marko Schrank, der zum verdienten 1:1 traf (22.). Der TSV hielt bis zur Pause gut mit. Nach dem Seitenwechsel zeigte der FCH ein anderes Gesicht, wurde deutlich stärker. Der TSV gab sich auch dank der teils lautstarken Unterstützung durch seinen Anhang nie geschlagen, hatte aber letztlich kein Gegenmittel gegen die fußballerische Qualität des Spitzenreiters parat. Die Huder stellten klug die Räume zu, zwangen die Ganderkeseer mit entschlossenem und frühem Pressing schon im Spielaufbau zu Fehlern. Nach den Balleroberungen schaltete der FCH schnell auf Offensive um. Julian Arciszewski (50.), Nils Grimmig (55.) und Liebsch (66., 69.) sorgten mit ihren Toren für den klaren Auswärtssieg. „Das ist natürlich sehr deprimierend, aber Hude war einfach besser,“ räumte TSV-Urgestein Patrick Meyer ein.

Delmenhorster TB - FC Huntlosen 4:3 (1:2). „Der Gegner sieht es wohl anders, aber meiner Meinung nach haben wir verdient gewonnen“, meinte DTB-Trainer André Tiedemann und fügte an: „Mit dem Ergebnis bin ich auf jeden Fall zufrieden, aber mit dem Spiel? Das geht besser.“ Die Huntloser hatten seine Mannschaft mit einfachen Mitteln – weiten Einwürfen in den gegnerischen Strafraum oder langen Bällen aus der Abwehr auf die schnellen Spitzen – an den Rand einer Niederlage gebracht. Die Gäste waren von Anfang an hellwach: Kai Harberts (4.) und Stefan Merz (25.) brachten sie in Führung. Daniel Glander gelang das 1:2 (34.). Nach der Pause stellte Johannes Hense (61.) den Zweitore-Vorsprung für Huntlosen wieder her. Erst mit dem Anschlusstor durch Patrick Zoll (69.) wachte der DTB auf, besann sich auf seine fußballerischen Fähigkeiten. In den letzten 20 Minuten lief die Partie fast nur noch in Richtung Huntloser Tor. Mit seinem zweiten Treffer gelang Glander das 3:3 (78.). Ausgerechnet ein Eigentor entschied die Partie in der 88. Minute: Nils Rowolt köpfte eine Ecke beim Versuch zu klären ins eigene Netz.

SV Atlas Delmenhorst II - TV Jahn Delmenhorst 3:1. Das zum Saisonende scheidende Atlas-Trainergespann war zufrieden. „Wir haben verdient gewonnen, und wir haben Heidkrug, trotz des Zehn-Punkte-Rückstands zur Winterpause, endlich überholt“, freuten sich Sven Schlundt und Steven Herrmann: „Die Jagd auf Platz zwei geht weiter.“ Duc-Hieu Nguyen traf gleich in der ersten Minute zum 1:0. Thore Sikken erhöhte zu Beginn der zweiten Halbzeit auf 2:0 (46.), Patrick Klenke ließ das 3:0 (69.) folgen. Danach tat Atlas nicht mehr als notwendig, ließ aber trotz des Gegentors durch Pascal Hoppe (87.) nichts mehr anbrennen.

Harpstedter TB - TSV Ippener 0:2 (0:0). Ippener kann doch noch gewinnen. Nach sieben Niederlagen in Folge setzte sich die Mannschaft beim zuletzt stark aufspielenden HTB durch. TSV-Trainer Mohamed Chahrour blieb trotz des überraschenden Sieges gelassen. „Eigentlich habe ich nicht viel anders gemacht als sonst auch. Ich habe meinen Jungs nur gesagt, dass es langsam peinlich wird und wir nach diesem Derby nicht unbedingt als Deppen vom Platz gehen sollten“, erklärte er. Sein Team war motiviert und konzentriert. Die Harpstedter hatten mehr Spielanteile, aber im Abschluss fehlte der unbedingte Wille, das Tor zu machen. Nach einer torlosen ersten Halbzeit fand Ippener dank einer taktisch disziplinierten Leistung und effektiver Chancenverwertung in die Erfolgsspur zurück. Das Team gewann verdient die ersten drei Punkte in der Rückrunde. Ümit Yildiz (48.) und Zana Ibrahim (65.) vollendeten Konter. „Das war blutleer. Wir hätten noch weitere 90 Minuten dranhängen können und auch dann nicht ins Tor getroffen. Es war eben einer dieser Tage“, erklärte HTB-Trainer Jörg Peuker.

SVG Berne - TSV Großenkneten 3:2 (1:1). Der SVG gelang ein wichtiger Sieg im Kampf gegen den Abstieg. Ihr Trainer Michael Müller atmete erleichtert durch: „Natürlich bin ich froh. Wir haben es endlich mal geschafft, uns zu belohnen.“ Sein Team tat sich sehr schwer mit der sperrigen und körperbetonten Spielweise der Großenkneter. Bastian Wendorff brachte Berne mit einem Freistoß aus 25 Metern in den oberen Torwinkel dennoch in Führung (22.). Tobias Schönbohm glich nach einer Ecke per Kopf (35.) aus. Nach der Pause köpfte Florian Röhrl nach einem Eckstoß das 2:1 (59.) für Berne, doch der TSV glich wieder aus. André Reimann verwandelte einen von Pierre Litzcobi an Finn Meyer verursachten Foulelfmeter sicher zum 2:2 (65.). Die Gastgeber setzten danach alles auf eine Karte und wurde kurz vor dem Abpfiff belohnt: Lukas Fischer schob den Ball nach starker Vorarbeit von Stefan Keil zum 3:2 (89.) über die Linie.