Handball-Verbandsliga Männer HSG Delmenhorst besiegt TV Langen mit 41:23

Von Klaus Erdmann

Übersprang auch die Hürde TV Langen souverän: Der Handball-Verbandsligist HSG Delmenhorst um Tim Coors (beim Wurf) feierte einen 41:23-Heimsieg. Foto: Rolf TobisÜbersprang auch die Hürde TV Langen souverän: Der Handball-Verbandsligist HSG Delmenhorst um Tim Coors (beim Wurf) feierte einen 41:23-Heimsieg. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die bereits als Verbandsliga-Meister der Saison 2017/2018 feststehenden Handballer der HSG Delmenhorst haben sich keine Blöße gegeben. Sie fuhren mit einem souveränen 41:23 (19:7) über den TV Langen den 20. Sieg in Folge ein.

20. Sieg in Serie und 24:0 Punkte in eigener Halle – die HSG Delmenhorst hält Wort. Obwohl die Handballer längst als Aufsteiger in die Oberliga und Meister der Verbandsliga Nordsee festestehen, lassen sie nicht locker. Das bekam am Samstagabend in der Stadionhalle der Tabellenachte TV Langen zu spüren: Diesen Gast, der dem souveränen Spitzenreiter beim 24:22 im Hinspiel einige Schwierigkeiten bereitet hatte, wies die HSG vor rund 150 Zuschauern mit einem deutlichen 41:23 (19:7) in die Schranken.

HSG zeigt in der ersten Halbzeit eine brillante Leistung

Wermutstropfen im Freudenbecher: 26 Sekunden vor der Pause sah Tim Coors die Rote Karte. Damit ahndeten die Unparteiischen einen Schlag von Coors auf den Oberarm seines Gegners Marcel Behlmer. Eine zu harte Entscheidung. So sah es auch HSG-Trainer Jörg Rademacher. „Für mich war es keine Rote Karte. Zwei Minuten wären okay gewesen.“

Coors’ Disqualifikation sorgte im Lager des Favoriten jedoch nur kurz für Aufregung. Das lag nicht zuletzt daran, dass die HSG in der ersten Halbzeit eine brillante Leistung zeigte. Insbesondere in der Defensive, in der sich Andre Haake erfolgreich um den im Hinspiel noch 13-mal erfolgreichen Behlmer kümmerte, ließ der aggressiv und konzentriert auftretende Titelträger nicht viel zu. Ein Beleg: Die HSG kassierte in Abschnitt eins nur sieben Gegentore. „Wir haben die Laufwege des Gegners unterbunden und der hat keine Antwort gefunden. In der ersten Halbzeit hat die Abwehr super gespielt. Das war das Beste, was ich seit Wochen gesehen habe“, lobte Rademacher.

HSG-Trainer Jörg Rademacher wechselt nach der Pause durch

In Hälfte zwei, die die HSG mit 22:16 zu ihren Gunsten entschied, gewährte Rademacher erneut auch allen Aktiven Spielzeiten, die während der ersten 30 Minuten nicht zum Einsatz kamen. Langen vermochte sich etwas besser in Szene zu setzen, blieb aber auch nach der Pause in allen Belangen unterlegen. Rademacher: „In der zweiten Halbzeit ist der Motor etwas ins Stottern gekommen, aber wir haben ja auch durchgewechselt.“ Der Coach ergänzte: „Die Mannschaft pusht sich immer wieder hoch. Hut ab.“

Delmenhorst tritt am Samstag bei TSG Hatten-Sandkrug an

Das vorletzte Spiel der Saison 2017/2018 bestreiten die Delmenhorster am Samstag, 19.30 Uhr, bei der TSG Hatten-Sandkrug. Diese sicherte sich durch das 35:28 beim TuS Sulingen die Vizemeisterschaft und den damit verbundenen Sprung in die Oberliga.


Statistik:

HSG Delmenhorst: Schröder, Lettmann; Sudau 9, Timmermann 2, Coors 4, Oetken 6/3, Schanthöfer 2, Haake 1, Janßen 3, Goyert 4, Kohrt 6, Schoeps 1, Freese 3, Windels.

TV Langen: Pilati; Neu 8, Nützel, Behlmer 1, Gärtner, Buschhardt 3, Hintke 5/2, Behrens, Becker 2, König 2, Graupner 2.

Schiedsrichter: Steffens, Warnke (VfL Stade).

Siebenmeter: HSG 3/3 – TVL 3/2.

Zeitstrafen: HSG 2 – TVL 2.

Rote Karte: Tim Coors (30., Foulspiel).

Zuschauer: rund 150.

Spielfilm: 4:0 (8.), 9:2 (15.), 13:6 (22.), 18:6 (29.) 19:7 – 24:8 (36.), 30:12 (44.), 35:19 (53.), 41:23.