Fußball-Bezirksliga Rettung für VfL Stenum und SV Baris Delmenhorst ist nah

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Führungsspieler: Cumali Tuner (links) führt Baris als Kapitän, Maximilian Klatte wird für den VfL Stenum immer wertvoller. Foto: Rolf TobisFührungsspieler: Cumali Tuner (links) führt Baris als Kapitän, Maximilian Klatte wird für den VfL Stenum immer wertvoller. Foto: Rolf Tobis

Stenum. Der VfL Stenum und der SV Baris Delmenhorst hoffen im Bezirksliga-Derby auf vorentscheidende Punkte. Der Sieger verabschiedet sich wohl aus dem Abstiegskampf. In Stenum freut man sich schon vor dem Spiel – auf die Rückkehr auf den Hauptplatz.

In der Coaching Zone geht Thomas Baake ja ohnehin immer voran, der emotionale Trainer des VfL Stenum ist an der Seitenlinie fast ebenso viel unterwegs wie manche Spieler auf dem Platz. Am Sonntag wäre es vielleicht von Vorteil, wenn Baake direkt von der Kabine aus die Führung übernimmt – damit sich auf dem Weg zur ungewohnten Spielstätte auch niemand verläuft. Der Fußball-Bezirksligist spielt ab 14 Uhr gegen den SV Baris zum ersten Mal seit September auf seinem (am Freitag frisch gemähten) Hauptplatz am Kirchweg – die letzten sieben Spiele hatte der VfL wegen der Platzverhältnisse auf Nebenplätzen absolvieren müssen. „Wir freuen uns darauf. Das ist Stenum, das ist unsere Heimspielatmosphäre“, sagt Baake.

Wie viele Punkte reichen?

Das Duell der Nachbarn bekommt also eine angemessene Bühne, auch wenn es weniger Brisanz hat, als man noch vor einer Woche befürchten musste. Baris und Stenum erlebten keinen guten Start ins Jahr 2018 und taumelten der Abstiegszone entgegen, am vergangenen Wochenende therapierten sich beide dann selbst – und beide gegen Clubs von der Jade. Stenum gewann beim SV Wilhelmshaven ebenso mit 3:2 wie Baris gegen Frisia, der Abstand auf die Abstiegsräne ist jetzt wieder im beruhigenden Bereich. Der Sieger im Derby kann nun die kritische Marke von 30 Punkten knacken, die in den vergangenen zehn Jahren fünfmal schon zum Klassenerhalt reichten. Baris-Coach Önder Caki rechnet aber natürlich vorsichtiger: „Wir brauchen noch zwei, drei Siege für den Klassenerhalt.“

17 Spieler sagen bei Stenum schon zu

Baris steht bei 29, die Stenumer bei 27 Punkten. Auch der VfL will möglichst schnell Klarheit und schickte C-Jugend-Trainer Daniel Hampe zum Baris-Spiel gegen Frisia – was er von Baris sah, waren schlechte Standards und gefährliche Angriffe, wenn schnell gespielt wurde. „Wir müssen unser Kurzpassspiel verbessern. Das ist unsere Stärke“, sagt Caki. Auch lange Bälle sind gelegentlich erlaubt, denn: „Wir haben im Angriff mit Dennis Kuhn eine Waffe, die wir noch besser einsetzen müssen.“ In der Vorsaison war Kuhn mit 32 Treffern Kreisliga-Torschützenkönig, in der Bezirksliga steht er bei zehn Toren. In dieser Saison ist Baris dafür vielseitiger in der Offensive: Als einziger Bezirksligist haben die Delmenhorster mit Kuhn, Mikael Blümel (11 Tore) und Devin Isik (10) drei Spieler im Kader, die zweistellig getroffen haben. „Baris ist brandgefährlich“, findet auch Baake.

Bei seinen Stenumern fehlt dagegen mit Ole Braun der beste Schütze, „aber das werden wir kompensieren“. Überhaupt strotzt Baake vor dem Derby vor Zuversicht: „Wir wollen jetzt die letzten Schritte zum Klassenerhalt gehen. Die Jungs sind bereit, wir haben richtig Lust auf Fußball.“ Und auf den VfL Stenum: 17 Spieler haben bereits ihre Zusage für die kommende Saison gegeben. „Das gibt mir natürlich auch Energie. Wenn man unsere gute Jugendarbeit sieht, ist man richtig heiß, zu sehen, was aus dieser Mannschaft noch wird.“


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