Auswärts beim TB Uphusen Schlüsselspiel im Abstiegskampf für den SV Atlas

Von Frederik Böckmann

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Delmenhorst. Schlüsselspiel im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga: Der SV Atlas Delmenhorst tritt am Samstag (15 Uhr) beim punktgleichen TB Uphusen an. „Der Druck ist da, zu punkten“, sagt Atlas-Trainer Jürgen Hahn. Er wünscht sich mehr Torgefahr im letzten Drittel. Da trifft es sich gut, dass bis zu drei Offensivspieler zurückkehren könnten.

Die Formkurve zeigt nach oben, die Punkteausbeute ist aber weiterhin mager – und die Abstiegsplätze bedrohlich nahe: Nach sechs sieglosen Spielen und nur einem Erfolg in zehn Spielen im Jahr 2018 steht für den SV Atlas Delmenhorst an diesem Samstag ein Schlüsselspiel im Kampf um den Klassenerhalt an: Die Blau-Gelben laufen ab 15 Uhr beim TB Uphusen im Achimer Westen (Arenkamp 3) auf. Der TBU ist als Elfter punktgleich mit dem Zehnten Atlas, hat aber eine Begegnung weniger absolviert als die Blau-Gelben.

„Der Druck ist schon da, zu punkten“, sagt Atlas-Trainer Jürgen Hahn. „Den hatten wir aber auch schon in den vergangenen beiden Spielen gegen Cloppenburg und Heeslingen.“ Weshalb Hahn auch nicht glaubt, dass seine Spieler verkrampfen werden. Der Coach hofft vielmehr wieder auf die „positive Anspannung“, mit der seiner Mannschaft gegen den Heeslinger SC (0:0), BV Cloppenburg (1:2) und bei Titelkandidat Lupo Martini (1:3) in kämpferischer Hinsicht voll überzeugte.

Hier noch Gegenspieler, jetzt Mitspieler: Nick Köster (am Boden) und Sebastian Koltonowski. Foto: Rolf Tobis

Neben Einsatz und Einstellung benötigt Atlas allerdings auch wieder mehr Torgefahr; in den vergangen vier Spielen traf der SVA nur zwei Mal. „Wir waren gegen Heeslingen im letzten Drittel zu ungefährlich“, fand Hahn. Er wünscht sich neben den traditionell starken Standards von seinen Offensivkräften mehr Zug zum Tor und mehr Mut in den Eins-gegen-Eins-Situationen über die Außenbahnen. Das habe, sagte Hahn, vor einer Woche gegen Cloppenburg noch viel besser geklappt. Da nutzte der SVA allerdings seine vielen Möglichkeiten nicht.

Da trifft es sich gut, dass Atlas wieder über zwei zusätzliche Optionen im Angriff verfügt. Der zuletzt wegen seiner Abschlussprüfung abwesende Lars Scholz ist ebenso ein Startelf-Kandidat wie Marco Prießner, der sich zuletzt mit Oberschenkelproblemen herumplagte. Ob Musa Karli – gegen den Heeslingen SC schon wieder im Kader – spielt, hängt im Wesentlichen davon ab, ob sich der Aramäer nach seiner Ellenbogenverletzung einen Einsatz zutraut. Ansonsten ist die Personallage bei Atlas gut. Wenn Mark Spohler (Grippe) ausfällt, rückt Hanno Hartmann in den Kader.

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Nach dem 0:0 im Hinspiel Ende Oktober trifft Atlas im erst zweiten Pflichtspiel der nur 29 Kilometer entfernten Nachbarn nun auf einen Gegner, der seinen Kader in der Winterpause komplett umkrempelte. „Da hat wohl jemand einen Schatz gefunden“, schmunzelt Hahn, um dann ernst hinzufügen: „Das ist jetzt Uphusen 1a. Taktisch stark, diszipliniert – und mit wenig Gegentoren.“ Von den acht Spielen in 2018 gewann der TBU fünf, unter anderem beim SC Spelle-Venhaus (1:0) und VfL Oldenburg (1:0).

Zugänge im runderneuerten Kader sind unter anderem der Delmenhorster Thomas Celik (SSV Jeddeloh), Polizei-Nationalstürmer Ole Laabs (Bremer SV), der frühere U-Nationalspieler und Werder-Amateur Kevin Artmann (BSV Rehden) – und natürlich Dennis Janssen, von dem sich Atlas im vergangen Herbst trennte. Der Rauswurf habe ihn damals getroffen, sagt er. „Der Stachel der Enttäuschung steckt da noch in mir. Aber: Es haben mich menschlich bei Atlas nur einige Wenige enttäuscht. Die Mannschaft auf keinen Fall.“ Den umgekehrten Weg wie Janssen ging in der Winterpause Atlas-Abräumer Sebastian Koltonowski, dem von TBU-Trainer Fabrizio Muzzicato nahe gelegt wurde, die Arenkamp-Kicker zu verlassen. „Allerdings bin ich im Nachhinein auch dankbar dafür“, sagt der zweikampf- und kopfballstarke Koltonowski, „Denn ohne den Rauswurf hätte ich nicht das Geile erlebt, was ich jetzt bei Atlas erleben darf.“


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