Größere Chance für Oberligisten Fußball-Niedersachsenpokal wird reformiert

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Der SV Atlas Delmenhorst um Marco Prießner schied im Niedersachsenpokal in der ersten Runde gegen den BSV Rehden aus. Aktuell kämpfen die Delmenhorster noch um die Teilnahme in der kommenden Saison. Foto: Rolf TobisDer SV Atlas Delmenhorst um Marco Prießner schied im Niedersachsenpokal in der ersten Runde gegen den BSV Rehden aus. Aktuell kämpfen die Delmenhorster noch um die Teilnahme in der kommenden Saison. Foto: Rolf Tobis

dn/jka Barsinghausen. Der Fußball-Niedersachsenpokal wird zur kommenden Saison grundlegend neu aufgelegt. Künftig gibt es zwei parallele Wettbewerbe – wer am Ende Pokalsieger ist, weiß der Verband allerdings noch nicht.

Der SV Atlas kämpft gerade nicht nur um den Verbleib in der Fußball-Oberliga, sondern damit auch um die Teilnahme am Niedersachsenpokal, für den die Delmenhorster als Landesligist nicht startberechtigt wären. Sollte der Tabellenzehnte sich qualifizieren, erwartet Atlas ein runderneuertes Format: Wie der Niedersächsische Fußball-Verband am Freitag mitteilte, wird es künftig zwei voneinander getrennte Wettbewerbsbäume geben: Im einen Teil spielen die Dritt- und Regionalligisten, im anderen die Oberligisten und die vier Bezirkspokalsieger – die jeweiligen Sieger qualifizieren sich für den DFB-Pokal. „Das ist ein Zeichen an die Basis. Wir wollen für die unterklassigen Vereine die Chance auf den DFB-Pokal erhöhen“, sagte Dominic Rahe aus der NFV-Pressestelle. In den vergangenen zehn Spielzeiten (inklusive der aktuellen) haben nur zwei Oberligisten den Sprung ins NFV-Pokalfinale geschafft.

Der Verband erklärt offen, dass der Wettbewerb dadurch auch medial interessanter gemacht werden soll – im Hinblick auf den „Finaltag der Amateure“, an dem in der ARD die Landespokalfinals übertragen werden. In Niedersachsen haben sich bisher beide Finalisten für den DFB-Pokal qualifiziert, was dem Endspiel viel Reiz genommen hat. „Jetzt haben wir sogar zwei Endspiele“, meint NFV-Präsident Günter Distelrath. Das Finale des Wettbewerbs 2017/18 bestreiten die Regionalligisten Spielvereinigung Drochtersen/Assel und SSV Jeddeloh am 21. Mai ab 12.30 Uhr.

Ganz ausgefeilt ist das Konzept noch nicht – wer zukünftig am Ende Pokalsieger wird, ist zum Beispiel unklar. „Das wird noch überlegt, vielleicht gibt es dann zwei Pokalsieger“, sagte Rahe.

Atlas war in dieser Saison zum ersten Mal seit 16 Jahren im Niedersachsenpokal dabei. Die Delmenhorster waren in der ersten Runde vor 1800 Zuschauern mit 7:8 nach Elfmeterschießen am Regionalligisten BSV Rehden gescheitert.


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