Tischtennis-Verbandsliga Männer Gefrustete Hude Reserve unterliegt dem TuS Sande

Von Andreas Giehl

Unnötig abgestiegen: Cedric Meißner und der TV Hude II. Foto: Rolf TobisUnnötig abgestiegen: Cedric Meißner und der TV Hude II. Foto: Rolf Tobis

Sande. Bezeichnend für eine ab Mitte der Hinrunde total verkorkste Saison in der Tischtennis-Verbandsliga hat Absteiger TV Hude II auch sein letztes Punktspiel verloren. Ohne einige Stammspieler unterlag der Turnverein beim Tabellennachbarn und Mitabsteiger TuS Sande 5:9.

„Wenn wir schon absteigen, dann wollen wir uns wenigstens mit einem Sieg aus der Klasse verabschieden“, hatte Hude Frontmann Marc Engels in den Tagen vor der Partie ausdrücklich betont. Selbst dieser kleine Akt der Versöhnung blieb seiner Truppe verwehrt. Es soll in diesem Jahr einfach nicht sein!

Dass ausgerechnet Engels am letzten Sonntag zum großen Pechvogel seiner Mannschaft avancierte, hatte er bei seinem Vorausblick auf das Spiel natürlich nicht auf dem Zettel. Engels half einen Tag vorher noch als Ersatz im Oberligamatch der ersten Mannschaft gegen Algesdorf aus. In seinem Einzel gegen Christian Steege knickte er um und war damit für den Sonntag gegen Sande außer Gefecht. Den Hudern stand mit Christopher Imig noch ein weiterer Stammspieler nicht zur Verfügung. Damit waren die meisten der guten Vorsätze bereits über Bord geworfen.

Nur ein Einzelsieg auf den hinteren Positionen

Die Friesländer mussten wegen einer Reihe von Ausfällen selbst mit dem Personal improvisieren. Sie steckten in den Einzeln ihre Verluste jedoch eindeutig besser weg. Nach den Auftaktdoppeln lagen die Huder Gäste zwar 2:1 vorn, nutzten diese Steilvorlage aber nicht. Mit insgesamt nur einem Soloerfolg auf den Positionen drei bis sechs konnten sie die Hausherren nicht gefährden.

Aus der Verbandsliga, welche in dieser Saison bei elf Mannschaften wieder mit „Überhang“ spielte, gibt es drei Direktabsteiger. Trotz ihrer Niederlage in Sande konnte der Turnverein bei 10:30 Punkten den TuS dank des besseren Spielverhältnisses distanzieren und bleibt Neunter. Aufsteiger Sande muss nach nur einem Jahr die Spielklasse auf dem direkten Wege wieder verlassen. Das Gleiche gilt für den Tabellenletzten TuS Lachendorf. Auf Rang acht und damit in den „Hoffnungslauf Relegation“ hat sich die Eintracht aus Hittfeld mit 14:26 Punkten gerettet. Wenigstens diese Mannschaft hätte der Turnverein locker hinter sich lassen können, wenn er nicht mit seinen zahlreichen Chancen so fahrlässig umgegangen wäre. Das sieht Hudes Routinier Marco Stüber genauso: „Unser Abstieg war einfach nur unnötig.“


TuS Sande - TV Hude II 9:5.

Lindner/Fengler – Stüber/Hilfer 9:11, 9:11, 5:11; Hartmann/Janssen – C. Meißner/Lebedinzew 8:11, 11:5, 10:12, 5:11; Biele/Black – Scherf/Castiglione 11:9, 11:8, 11:2; Hartmann – Scherf 4:11, 9:11, 11:7, 11:7, 11:3; Lindner – Stüber 11:9, 11:9, 11:9; Fengler – Castiglione 11:5, 11:8, 11:4; Biele – Hilfer 4:11, 5:11, 12:14; Janssen – Lebedinzew 11:4, 11:2, 11:6; Black – C. Meißner 11:13, 11:9, 13:11, 6:11, 11:6; Hartmann – Stüber 7:11, 3:11, 10:12; Lindner – Scherf 5:11, 7:11, 5:11; Fengler – Hilfer 11:7, 3:11, 11:8, 2:11, 11:8; Biele – Castiglione 11:9, 11:7, 9:11, 11:5; Janssen – C. Meißner 11:3, 11:6, 11:7.