2. Frauenfußball-Bundesliga Jahn-Frauen verkaufen sich in Mönchengladbach teuer

Von Klaus Erdmann

Gut gespielt, aber keine Punkte: Julia Hechtenberg (vorne) und der TV Jahn Delmenhorst verloren knapp bei Borussia Mönchengladbach. Foto: TobisGut gespielt, aber keine Punkte: Julia Hechtenberg (vorne) und der TV Jahn Delmenhorst verloren knapp bei Borussia Mönchengladbach. Foto: Tobis

Delmenhorst. Die Zweitliga-Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst haben ihr Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach knapp mit 1:2 (1:2) verloren.

„Ich habe die Mannschaft gelobt. Die Spielerinnen sind bei schwülem Wetter bis an ihre Grenzen gegangen“, sagte Claus-Dieter Meier, Trainer der Zweitliga-Fußballerinnen des TV Jahn, nach dem 1:2 (1:2) bei Spitzenreiter Borussia Mönchengladbach. Nach dem 4:1 gegen Turbine Potsdam II glänzte der Aufsteiger gegen den nächsten Tabellenführer und verkaufte sich teuer. Jahn stand dicht vor einer weiteren faustdicken Überraschung, vermochte aus dem Chancen-Plus jedoch nicht ausreichend Kapital zu schlagen. „Es war mehr drin“, unterstrich Meier, der berichtete, dass sich der Favorit vom Auftritt des Neulings überrascht zeigte.

Die ersten zehn Minuten gehörten den Gastgeberinnen. Sie sorgten für Druck, verbuchten jedoch keine echten Gelegenheiten. „Ab der zehnten Minute setzte sich unser Konzept durch und wir kamen zu Kontern“, berichtete Meier.

Drei Tore binnen fünf Minuten

In der 10. Minute entschied Borussias Schlussfrau Michelle Wassenhoven eine 1:1-Situation gegen Neele Detken zu ihren Gunsten. In der 17. und 19. Minute rettete Wassenhoven gegen Anna Mirbach. Die drei Tore des Spiels fielen innerhalb von lediglich fünf Minuten. Zunächst verlor Jahn in der Vorwärtsbewegung den Ball. Das Spielgerät flog über die Viererkette hinweg und Kelly Simons erzielte erstens das 1:0 und zweitens ihren 13. Saisontreffer (27.). In der 30. Minute gelang Vanessa Wahlen mit einem 22-Meter-Schuss in den Winkel das 2:0. Nur eine Minute später traf Lena Funke für Jahn. Die linke Verteidigerin setzte sich auf der linken Seite durch, drang in den Strafraum ein und hatte mit einem Schuss aus spitzem Winkel ins kurze Eck Erfolg. In der 33. Minute verpasste Bianca Becker eine Möglichkeit und in der 40. Minute parierte Jahns Magdalena Flug einen Schuss und den Nachschuss glänzend.

In der 57. Minute kam Mirbach zu einem Kopfballtreffer, dem aufgrund einer angeblichen Abseitsstellung die Anerkennung versagt blieb. „Für uns war es ein einwandfreies Tor“, meinte Meier. In der letzten halben Stunde boten sich dem TV Jahn, der nunmehr drei Spitzen aufbot, weitere Chancen. Mönchengladbach blieb durch Konter gefährlich. Dabei zeichnete sich Flug wiederholt aus. In der 80. Minute bekam Funke, die auf der Torlinie stand, das Spielgerät an die Hand – der Pfiff blieb jedoch aus. Danach landete ein 16-Meter-Schuss von Gladbachs Liv Aerts zunächst an der Latte und dann auf der Torlinie (87.). Funke bereinigte die Situation per Kopf. Meier: „Es blieb bis zum Schluss spannend.“