TV Neerstedt gewinnt knapp Petersen trifft – und Wolken atmet tief durch

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Übernahm Verantwortung: Kyan Petersen. Foto: Rolf TobisÜbernahm Verantwortung: Kyan Petersen. Foto: Rolf Tobis

Bremen. 37 Sekunden vor Schluss wirft Rückraumspieler Kyan Petersen den Siegtreffer für den Handball-Oberligisten TV Neerstedt beim ATSV Habenhausen II. Im Abstiegskampf hat sich der TVN dadurch etwas Luft verschafft.

Auch am Tag nach dem wichtigen Auswärtssieg war die immense Erleichterung in der Stimme von Björn Wolken noch hörbar. „Das war ein großer Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt. Wir haben neues Selbstvertrauen getankt“, atmete der Trainer des TV Neerstedt tief durch. Mit 25:24 (13:10) setzte sich der TVN beim abgeschlagenen Schlusslicht ATSV Habenhausen II in der Hinni-Schwenker-Halle durch und feierte damit den ersten Sieg seit sechs Spielen (zuvor ein Remis und fünf Niederlagen). In der Tabelle setzte sich der TVN damit auf drei Punkte von den weiteren Abstiegskonkurrenten Elsflether TB (20:25 beim TSV Bremervörder) und HSG Schwanewede/Neuenkirchen (25:26 gegen VfL Edewecht) ab.

Für beendet erklären möchte Wolken den Abstiegskampf indes noch nicht. „Wir brauchen noch einen Sieg“, sagte Wolken vor den letzten drei Saisonspielen. Neerstedt ist zwar Sechstletzter, doch im schlimmsten Fall – wenn aus der 3. Liga neben dem ATSV Habenhausen auch noch der OHV Aurich und der VfL Fredenbeck runter kommen – können bis zu vier Mannschaften absteigen. Die Heimaufgabe am kommenden Samstag (20 Uhr) gegen den Tabellenzweiten Edwecht könne seine Mannschaft gleichwohl ohne Druck angehen, sagt Wolken. „Das ist ein Bonusspiel für uns.“

Kampf und Krampf im Neerstedter Spiel

Gegen den schon länger feststehenden Absteiger warf Kyan Petersen 37 Sekunden vor Schluss das entscheidende Tor. „Das hat er gut gelöst“, lobte Wolken den Rückraumspieler für seinen Mut in der letzten Spielminute. Dass Neerstedt bis zum Schluss um die Big Points zittern musste, machte der TVN-Trainer auch an der nervlichen Belastung seiner Spieler fest. „Wir hatten natürlich schon den Druck, gewinnen zu müssen. Das hat man den Spielern auch angemerkt. Wir haben kompliziert gespielt und häufig nicht den einfachen Weg zum Tor gesucht“, sagte Wolken. „Das war Kampf und Krampf.“

Gegen die Drittliga-Reserve machte der TV Neerstedt Mitte der ersten Halbzeit aus einem 7:8-Rückstand (19.) per 11:8 (23.) eine Drei-Tore-Führung, die auch zur Pause hielt. Doch die um jeden Ball kämpfenden Habenhauser glichen nach dem Wechsel erst zum 16:16 aus (42.) und führten später sogar mit 20:18 (49.). „Uns haben die einfachen Tore gefehlt. Vor allem auf halblinks“, meinte Björn Wolken und erklärte das vor allem mit dem Fehlen von Shooter Eike Kolpack (Schulter-OP), der auf seiner Position von Marcel Kasper vertreten wurde.

Doch in der Schlussphase bewiesen die Gäste Moral und Teamgeist. Beim 23:22 (57.) führte Neerstedt wieder und legte bis zum Spielende immer ein Tor vor. In der letzten Minute übernahm dann Petersen Verantwortung und belohnte sich für eine gute Leistung. „Die Mannschaft ist intakt. Alle Spieler haben gezeigt, dass sie auf keinen Fall absteigen wollen“, freute sich Wolken.


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