Kantersieg in Oldenburg HSG Delmenhorst sichert Verbandsliga-Meisterschaft

Von Lars Pingel und Daniel Niebuhr

Meister der Handball-Verbandsliga: Tim Coors (am Ball) und die HSG Delmenhorst räumten mit einem Kantersieg beim TvdH Oldenburg um Thorben Gärtner am Freitagabend die letzten Zweifel aus. Foto: Lars PingelMeister der Handball-Verbandsliga: Tim Coors (am Ball) und die HSG Delmenhorst räumten mit einem Kantersieg beim TvdH Oldenburg um Thorben Gärtner am Freitagabend die letzten Zweifel aus. Foto: Lars Pingel

Oldenburg. Handball-Verbandsligist HSG Delmenhorst beseitigt die letzten Zweifel an der Meisterschaft mit einem 40:19 beim überforderten TvdH Oldenburg.

Der Aufstieg stand schon fest, am Freitagabend krönten sich die Handballer der HSG Delmenhorst mit einer standesgemäßen Auswärts-Gala auch zum Meister der Verbandsliga. Die Mannschaft von Jörg Rademacher deklassierte den ersatzgeschwächten TvdH Oldenburg in dessen Halle mit 40:19 (19:10) und kann in der Tabelle schon vier Spieltage vor Schluss nicht mehr eingeholt werden. Die Delmenhorster feierten allerdings eher verhalten – am Titelgewinn bestanden schon vorher nur noch theoretische Zweifel. „Jetzt haben wir es offiziell gemacht“, sagte Trainer Jörg Rademacher und befand: „Die Leistung war völlig in Ordnung.“ TvdH-Coach Vaidas Dilkas – in Varel einst Spieler unter Rademacher – erklärte: „Wir wollten dagegenhalten. Aber unserem kleinen Kader fehlen die Alternativen.“

Alle zwölf Feldspieler treffen mehrfach

Seine Mannschaft war vor allem in der zweiten Hälfte hoffnungslos überfordert mit dem Delmenhorster Tempospiel. Die HSG geriet vor 250 Zuschauern allerdings erst einmal mit 0:3 (4.) und dann mit 1:4 (8.) in Rückstand. „Es war ein schwacher Start, aber das hatte ich irgendwie geahnt“, sagte Rademacher. Die Gäste zogen das Tempo aber Stück für Stück an, Jörn Janßen warf mit dem 7:6 in der 17. Minute die erste Führung heraus, die die HSG nicht mehr abgab. Nach dem 13:10-Zwischenstand erzielten die Delmenhorster in den letzten fünf Minuten der ersten Hälfte sechs Tore in Folge.

Die nächste Serie folgte zwischen der 34. und 45. Minute, als die HSG von 22:11 zum 30:12 davonzog, das Youngster Jonas Meissner per Siebenmeter erzielte. Rademacher ließ mit Meissner und Jonte Windels auf Außen in der zweiten Hälfte seine beiden Talente durchspielen. Überhaupt wurde bei der HSG viel ausprobiert. „Alle sollten ihren Beitrag leisten“, sagte Rademacher. In seiner Mannschaft trafen sämtliche zwölf Feldspieler mehrfach, die Oldenburger dagegen stellten am Ende nur vier verschiedene Torschützen.

Haake führt Regie

Der Spitzenreiter ließ bis zum Schluss nicht locker und baute den Vorsprung immer weiter aus, auch wenn Oldenburg sich nach Kräften wehrte. Für die Delmenhorster, bei denen Andre Haake im Rückraum klug Regie führte, war es der 18. Sieg in Folge. Für den Rest der Spielzeit bleibt noch die Jagd nach historischen Bestmarken. Sollten die Delmenhorster mindestens drei ihrer letzten vier Spiele gewinnen, wäre es die erfolgreichste Saison eines Nordsee-Verbandsligisten in den vergangenen zehn Jahren.


Handball-Verbandsliga Männer

TvdH Oldenburg – Delmenhorst 19:40

HSG Delmenhorst: Schröder, Lettmann; Meissner 4/1, Sudau 2, Ludwig 4, Coors 3, Oetken 3/1, Schanthöfer 2, Haake 4, Janßen 6, Goyert 3, Kohrt 3, Freese 4, WIndels 2.

Siebenmeter: TvdH 0 – HSG 3/2.

Zeitstrafen: TvdH 1 – HSG 2.

Schiedsrichter: Volkmar Hustedt/Heiko Bujalla (Daverden/Bremen).

Zuschauer: 200.

Spielfilm: 4:1 (8.), 6:8 (18.), 10:19 – 11:28 (40.), 15:35 (50.), 19:40.