Championat Berufsreiter Springen 2018 Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee erreicht Finale

Von Lars Pingel

Der letzte Sprung auf dem Weg ins Finale: Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee wurde am Freitag mit Landlord Dritte der zweiten Qualifikation des Championats der Berufsreiter Springen 2018 in Bad Oeyenhausen und zog damit ins Finale ein. Das soll an diesem Samstag ausgetragen werden. Foto: Lars PingelDer letzte Sprung auf dem Weg ins Finale: Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee wurde am Freitag mit Landlord Dritte der zweiten Qualifikation des Championats der Berufsreiter Springen 2018 in Bad Oeyenhausen und zog damit ins Finale ein. Das soll an diesem Samstag ausgetragen werden. Foto: Lars Pingel

Bad Oeyenhausen. Sandra Auffarth vom RV Ganderkesee hat am Freitag mit dem zehnjährigen Wallach Landlord das Finale des Championats der Berufsreiter Springen 2018 erreicht. Das wird an diesem Samstag in Bad Oeyenhausen ausgetragen.

An einer derartigen Prüfung hat Sandra Auffarth noch nicht teilgenommen. An diesem Samstag, 15.30 Uhr, wird sie im ostwestfälischen Bad Oeyenhausen in einem Springen der Klasse S** starten. Das ist noch nichts Ungewöhnliches. Doch es ist das Finale des Championats 2018 der Berufsreiter in dieser Disziplin, für das sie sich die 31-Jährige vom RV Ganderkesee am Freitagnachmittag mit dem Oldenburger Wallach Landlord qualifiziert hat. Das macht die Sache besonders, denn außer ihr sind nur auf zwei weitere Reitsportler dabei: Loenie Jonigkeit (Thüdinghausen) und der Titelverteidiger Matthis Schwentker (Kirchdorf). Und, das ist das ganz Außergewöhnliche: Jeder Teilnehmer reitet jedes Pferd.

„Alle drei sind ganz unterschiedlich“  

Auffarth wird am Samstag also mit dem zehnjährigen Landlord - und mit Schwenkers zehnjährigem Louis Vitton und Jonigkeits neunjährigem Dede in den Parcours gehen. Dieser ist verkürzt, damit die Pferde diese Anforderungen gut erfüllen können. „Ich glaube, dass wir ganz interessante Pferde im Finale haben“, sagte Auffarth am Freitag. „Alle drei sind ganz unterschiedlich.“ Sie hatte sich anderen in den beiden Qualifikationsprüfungen des Championats kaum angesehen, erzählte sie. „Ich war gar nicht mit dem Fokus Finale hierher gekommen, sondern habe so mein Ding gemacht.“ Das aber eben so gut, dass sie am Samstag in der Runde der besten Drei steht.

Auffarth belegt mit Landlord in S***-Springen Platz drei

Die zweite Qualifikation am Freitag war als Springprüfung der Klasse S*** mit Stechen ausgeschrieben. Von den 41 Ritten im ersten Umlauf endeten fünf ohne Hindernisfehler und in der erlaubten Zeit. Einer davon war Auffarth ganz souverän mit Landlord gelungen. Auch im Stechen, mittlerweile bei starkem Regen, fiel keine Stange. Die 49,76 Sekunden waren schließlich die drittschnellste der drei Null-Runden in der Entscheidung. Schwentker gewann die Prüfung mit Louis Vitton (48,83) vor Jonigkeit mit Dede (49,18). 

Nach der Siegerehrung begann für die Organisatoren das Rechnen. Die Ergebnisse aus den beiden Qualifikationen - in der ersten am Donnerstag war Auffarth mit Landlord ebenfalls fehlerlos geblieben - wurden in Punkte umgerechnet; die Prüfung von Freitag wurde eineinhalbfach gewertet. Nach ein paar Minuten stand fest, dass die drei Erstplatzierten der zweiten Qualifikation auch die Finalisten des Championats sind. Sie waren die einzigen aller Teilnehmer, die bei ihren drei Ritten keine Fehlerpunkte für Hindernis- oder Zeitfehler erhalten hatten.

Titelverteidiger Matthis Schwentker erwartet spannendes Finale

„Die beiden werden es mir nicht leicht machen, da bin ich mir sicher“, sagte Schwentker, der das Championat vor einem Jahr mit For Succes gewonnen hatte, mit Blick auf das Finale. „Das wird interessant“, fügte er hinzu: „Ich freue mich darauf.“

Schwentker lag übrigens in der Gesamtwertung auch mit seinem zweiten Pferd Mocca unten den besten Drei. Er hatte mit ihm am Freitag auf das Stechen verzichtete (5. Platz) und am Donnerstag Rang drei belegt. Das hatte vorher noch niemand geschafft, erklärten die Veranstalter. Laut Ausschreibung darf ein Reiter aber nur mit seinem besten Pferd im Finale antreten.

Sandra Auffarth lobt ihre beiden Pferde

Auffarth war in dem Championat, das zum Programm des Sielturniers des RV Bad Oeyenhausen gehört, außer mit dem zehnjährigen Landlord auch mit der Hannoveraner Stute Nupafeed’s La Vista gestartet. Mit der Neunjährigen hatte sich die Doppel-Weltmeisterin in der Vielseitigkeit am Donnerstag in der ersten Qualifikation als Elfte platziert (0.00/67,41). Am Freitag gab es dann zwei Hindernisfehler. Die Bergedorferin war mit beiden Pferden „sehr zufrieden“. Sie startet zum zweiten Mal in Bad Oeyenhausen. 2017 hatte sie die Prüfung mit Pferdewechsel noch knapp verpasst. Mit Nupafeed’s La Vista belegte sie den vierten Platz.