2. Frauenfußball-Bundesliga TV Jahn will in Mönchengladbach auf Konter setzen

Von Klaus Erdmann

Zweites Treffen mit Gladbach: Jahns Sandras Göbel (rechts) und Borussia-Spielerin Pia Beyer im Hinspiel. Foto: Rolf TobisZweites Treffen mit Gladbach: Jahns Sandras Göbel (rechts) und Borussia-Spielerin Pia Beyer im Hinspiel. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Zwei Wochen nach dem begeisternden und überraschenden 4:1 gegen den 1. FFC Turbine Potsdam II treffen die Fußballerinnen des TV Jahn erneut auf einen Spitzenreiter der 2. Bundesliga. Am Sonntag, 14 Uhr, treten sie bei Borussia Mönchengladbach an. Die Gastgeberinnen belegen mit 38 Punkten aus 17 Spielen den ersten Platz.

Das ersatzgeschwächte Team, das seiner Favoritenrolle gerecht wird, schwächelte zuletzt etwas. Vor 14 Tagen kam es bei Schlusslicht BW Hohen Neuendorf „nur“ zu einem 2:1. Das entscheidende Tor fiel in der Nachspielzeit. Am Mittwoch kassierte Mönchengladbach ein 1:3 beim Tabellensiebten FF USV Jena II. Jahns Mannschaftsführerin und Torhüterin Magdalena Flug zeigt sich von diesem Ergebnis nicht überrascht: „Jena hat eine starke Mannschaft. Das hat man auch gegen uns gesehen.“ Nach dem 0:0 im ersten Treffen feierte Jena II vor einem Monat in Delmenhorst ein 6:0.

Borussia Mönchengladbach stellt die stärkste Offensive

„Für uns ist die Niederlage der Gladbacherinnen nicht so gut“, kommentiert Claus-Dieter Meier den Patzer des Ersten in Jena. Aufgrund des 1:3, vermutet der Cheftrainer des Aufsteigers TVJ, sei die Borussia nervös geworden. Mönchengladbach dürfe sich keinen Ausrutscher mehr erlauben, denn der Vorsprung gegenüber dem SV Meppen, der Rang drei einnimmt, beträgt nur noch vier Punkte. Die führende Elf vom Niederrhein und die Emsländerinnen werden den Aufstieg wohl unter sich ausmachen. Potsdam II, Zweiter, und VfL Wolfsburg II, Nr. 4, dürfen nicht aufsteigen, da die ersten Vertretungen der 1. Bundesliga angehören. Arminia Bielefeld und BV Cloppenburg weisen auf Mönchengladbach bereits neun Punkte Rückstand auf. Mit 66 Toren stellt der Spitzenreiter die stärkste Offensive. Liv Aerts und Kelly Simons erzielten je zwölf Treffer.

Neele Detken angeschlagen

Meier, dessen Team beim 1:4 im Hinspiel bis zur 56. Minute führte und zwei späte Tore kassierte, sagt: „Wir wollen uns nicht einschnüren lassen und versuchen, Konter zu setzen.“ Eine Spielerin, die bei diesem Vorhaben eine wichtige Rolle spielt, ist allerdings angeschlagen: Die schnelle Sturmspitze Neele Detken hat sich einen Wirbel ausgerenkt und klagt über Rückenschmerzen. Flug, Anna Mirbach und Malin Knodel, die gegen Potsdam II fehlten (Urlaub), stehen wieder zur Verfügung. Nahrin Uyar, die nach langer Verletzungspause für Jahn II spielte, ist im Grenzlandstadion nicht dabei. Sie muss am Sonntagabend arbeiten. Denkbar ist, dass sie am 22. April, wenn Jahn den BV Cloppenburg erwartet, eine Chance bekommt.