Fußball-Oberliga Männer SV Atlas Delmenhorst empfängt TuS Sulingen

Von Daniel Niebuhr

Tohuwabohu im Strafraum: eine Szene aus dem Spiel zwischen dem SV Atlas und dem MTV Gifhorn. Foto: Rolf TobisTohuwabohu im Strafraum: eine Szene aus dem Spiel zwischen dem SV Atlas und dem MTV Gifhorn. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Auftakt für drei Englische Wochen: Der Fußball-Oberligist SV Atlas Delmenhorst empfängt an diesem Mittwoch, 11. April, den TuS Sulingen im Stadion an der Düsternortstraße. Die Partie wird um 18.30 Uhr angepfiffen.

Es gibt für den stolzen SV Atlas in dieser Woche ohne Frage so einiges zu klären. Die Delmenhorster Fußballer befinden sich gerade in einer kritischen Phase, noch ist längst nicht sicher, ob nach der ersten Oberliga-Saison nach 18 Jahren auch eine zweite dazukommt – die jüngsten Auftritte haben da ja mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Atlas ist zwar Neunter, die Abstiegsränge sind aber nur noch vier Punkte entfernt. „Wir wissen, dass wir mehr zeigen müssen“, sagt Trainer Jürgen Hahn beispielhaft.

SV Atlas verlor das Hinspiel mit 2:3

Dass am Mittwochabend der noch akuter bedrohte TuS Sulingen ab 18.30 Uhr im Stadion an der Düsternortstraße aufläuft, macht die To-Do-Liste nur noch länger – denn mit dem Mitaufsteiger ist noch eine mittelschwere Rechnung offen. Am ersten Spieltag im August verlor Atlas in Überzahl mit 2:3, Trainer Jürgen Hahn hatte ein Techtelmechtel mit Sulingens Sturm-Routinier Mehmet Koc, der ihn beim Torjubel wegschubste – Hahn ließ sich im Gegenzug bei der Pressekonferenz von Co-Trainer Marco Büsing vertreten. „Das ist lange her. Ich gehe nicht davon aus, dass ich Mehmet Koc am Mittwoch zurückschubsen werde“, sagt Hahn eher schmunzelnd.

Emotional dürfte das Spiel trotzdem werden, dafür sorgt allein die Ausgangslage. Sulingen ist schon seit Mitte November auf Talfahrt und hat seitdem achtmal nicht gewonnen. „Uns fehlt oft das Glück“, klagte Trainer Maarten Schops zuletzt.

Delmenhorster müssen Abwehrfehler abstellen

Atlas will im dritten Heimspiel gegen einen Abstiegsrivalen binnen zehn Tagen endlich den ersehnten Befreiungsschlag setzen, die Unentschieden gegen den SSV Vorfelde (1:1) und den MTV Gifhorn (2:2) haben den Club nicht wirklich vorangebracht. „Viel Selbstkritik“ habe Hahn danach bei seinen Spielern erkannt, „aber auch den Willen, es besser zu machen.“ Dafür sollen die teilweise unerklärlichen Abwehrfehler abgestellt werden, vorne hat Hahn mit dem von seiner Sperre zurückgekehrten Marco Prießner wieder eine Option mehr.

Überrascht sei er über die aktuelle Lage nicht, denn: „Alle Aufsteiger landen irgendwann auf dem Boden.“ Der April mit seinen vielen Duellen gegen Tabellennachbarn wird damit zum Charaktertest: „Wir hatten schöne Monate mit vielen Schulterklopfern, dem ganzen Presserummel und der Doku über unseren Verein – aber das jetzt ist die Realität.“

Und die sieht für Atlas ein hartes Programm vor. Bis Anfang Mai müssen die Delmenhorster durch drei Englische Wochen, immerhin können die beiden Mittwochabend-Heimspiele gegen Sulingen und zwei Wochen später gegen den Heeslinger SC – anders als lange befürchtet – auch ohne Flutlicht im Stadion stattfinden, wenn auch gerade so eben: Für Mittwoch ist der Sonnenuntergang für 20.18 Uhr vorhergesagt. „Es ist besser, dass wir auf unserem eigenen Platz spielen“, findet Hahn. „Es wäre ein zu großer Aufwand gewesen, in Delmenhorst nach einem Ausweichplatz zu suchen, der oberligatauglich ist.“