1. Fußball-Kreisklasse Hürriyet gewinnt Verfolgerduell gegen Wildeshausen II

Von Andreas Bahlmann

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Delmenhorst. 18. Saisonspiel, 18. Saisonsieg: Der TuS Hasbergen setzt mit dem 4:1 über den FC Hude III seinen Rekordkurs in der 1. Fußball-Kreisklasse fort. Kurios: In diesem Duell gab es vier (!) Gelb-Rote Karten wegen Meckerns. Das Verfolgerduell gewann unterdessen RW Hürriyet mit 3:1 gegen den VfL Wildeshausen II und ist ebenfalls auf bestem Wege, in die Kreisliga aufzusteigen.

RW Hürriyet - VfL Wildeshausen II 3:1. „Wir haben verdient verloren“, sagte Wildeshausens Trainer Dirk Lenkeit, attestierte seiner personell gebeutelten Elf (ohne 27-Tore-Mann-Henning Nitsche und sieben weitere Stammspieler) trotzdem eine gute Leistung. Nach einer ausgeglichenen, chancenarmen ersten Halbzeit führte Hürriyet nach der Pause durch Enes Ali Külünk (50., nach Abwehrfehler) und Hakan Harman (63., nach Ecke) mit 2:0, ehe Schahuaz Amir-Juki für Wildeshausen II verkürzte (68., nach Missverständnis in der Hürriyet-Abwehr). Doch Külünk machte mit seinem zweiten Treffer dann den Delmenhorster Sieg perfekt (80., Konter). Hürriyets Trainer Mete Döner sprach von einem „ganz guten Spiel von uns“.

TuS Hasbergen - FC Hude III 4:1. Hasbergen tat sich lange schwer, erst eine strittige Elfmeter-Entscheidung kippte das Spiel zugunsten der Gastgeber. Zur Pause stand es nach Treffern von Hasbergens Jonas Müller (41.) und dem Huder Lennart Erren (33.) 1:1. Beide Teams agierten auf Augenhöhe, denn die kompakt gestaffelten Gäste machten ihre Sache gegen den offensiv ausgerichteten Tabellenführer richtig gut. In der 68. Minute entschied Schiedsrichter Felix Kratz (SV Atlas) nach einem strittigen Foul an Sebastian Kowalski auf Strafstoß, was die Huder Gemüter derart erhitzte, dass mit Philipp Bastenhorst und Maik Zywina gleich zwei FC-Spieler mit Gelb-Rot den Platz verlassen mussten. Der Strafstoß wurde erst in der 70. Minute durch den Gefoulten selbst verwandelt – 2:1. Es blieb weiter hitzig. In der 80. Minute lieferten sich die nach einem Foulspiel bereits gelbverwarnten Kowalski und Kai Trump ein ausgiebiges Wortgefecht, was für beide ebenfalls Gelb-Rot nach sich zog. Die Spieler setzten ihren Disput außerhalb des Spielfeldes fort. In doppelter Unterzahl hatten die Huder aber keine Chance mehr und kassierten noch zwei weitere Gegentreffer durch Nico Gawlista (82.) und Kevin Lersch (90.). Hasbergens Trainer Andreas Lersch lobte den Gegner: „Der FC Hude III hat das richtig gut gemacht.“

TSV Ganderkesee II - TSV Großenkneten II 2:0. Bei schönstem Wetter boten beide Mannschaften unaufgeregten Sommerfußball mit eindeutigen Feld- und Chancenvorteilen für das Heimteam. Kristof Kramer reagierte sofort bei einem unglücklichen Abspiel von Torwart Marius Neuburg und schob den Ball zum 1:0 (42.) ein. Nach der Pause erkannte Kramer, dass der gegnerische Torwart etwas weit vor dem Tor stand und traf dieses Mal aus der Distanz zum 2:0 (53.). Damit war die Partie entschieden. TSV-Trainer Andreas „Didi“ Dietrich war „rundum zufrieden“ mit seiner Mannschaft: „Im Spiel stimmte alles. Die Mannschaft hat sich gut an die vorgegebene Marschroute gehalten.“ Großenknetens Trainer Andreas Gronewold sprach von einer „verdienten Niederlage“ , war mit der Leistung seiner Mannschaft dennoch zufrieden.

FC Hude II - VfL Stenum II 3:2. Hude tat sich bis Mitte der zweiten Halbzeit sehr schwer gegen den kompakt agierenden VfL Stenum II und lag durch zwei Tore von Timm Strodthoff (4., 56.) mit 0:2 in Rückstand. Danach hatten die Gäste (zuvor zwei Siege in Folge) aber zunehmend mit konditionellen Problemen zu kämpfen, weshalb Hude das Spiel mehr und mehr in des Gegners Hälfte verlegte. Ein Doppelschlag binnen vier Minuten durch Dominic Brumund (70.) und Roberto Elia (73.) brachte den Ausgleich für Hude II. Kurz darauf erhielt VfL-Torwart Maximilian Hoolt wegen fortwährenden Meckerns Gelb-Rot und Hude legte in Überzahl das 3:2 durch Leon Wiebezieck nach (86.). In der Schlussminute erhielt Hudes Philipp Bojahr glatt Rot für ein grobes Foulspiel an der Mittellinie. Der Feldverweis änderte nichts mehr am Endergebnis.

TV Jahn II - SV Tungeln 3:3. Jahns Trainer Frank Oehlmann haderte mit den Gegentoren, war nach dem nächsten Punktgewinn aber dennoch zufrieden: „Tungeln hat nie aufgehört, zu kämpfen. Aber bei uns hat die Einstellung auch gestimmt.“ Jahn ging von Anfang an sehr engagiert zur Sache. Die Folge: Daniel Suderberg (34.) und Phil Meurer (46.) schossen die Jahner mit 2:0 in Führung. In der Schlussphase wurde es turbulent. Tungeln glich erst durch zwei Tore von Florian Fröhlich (77./kuriose Bogenlampe, 80./Freistoß in den Winkel) zum 2:2 aus. Dann brachte Nico Büttner den TV Jahn erneut in Führung (90.), ehe Pascal Götz in der Nachspielzeit der nicht unverdiente 3:3-Ausgleich für Tungeln gelang (90.+3).

SC Colnrade - TuS Vielstedt 3:4. Für Hans Borchers zählte am Ende nur der Sieg: „Hauptsache gewonnen und drei Punkte gegen den Abstieg. Ich bin zufrieden“, sagte der Trainer des TuS Vielstedt nach Toren von Christoph Haverkamp (34./47.), Julian Karger (36.) und Markus Hildebrandt (72.). Zur tragischen Figur für die Gastgeber wurde ausgerechnet Sascha Albers. Der Spielertrainer musste nach der Roten Karte gegen Keeper Lukas Kurcharski (40., absichtliches Handspiel außerhalb des Strafraums) ins Tor und verschätzte sich bei der Flanke vor dem 3:4. Stefan Bruns (8.) und Gottlieb Müller (29.) hatten Colnrade mit 2:0 in Führung geschossen, Müller zum zwischenzeitlichen 3:3 ausgeglichen (72.).

Getümmel im Strafraum: Eine Szene vom Spitzenspiel zwischen RW Hürriyet und dem VfL Wildeshausen II. Foto: Rolf Tobis

SF Wüsting - TV Munderloh II 1:5. „Es sind genau diese Tage, für die sich dieser ganze Aufwand lohnt, den man in seiner Freizeit so auf sich nimmt“, strahlte Munderlohs Trainer Michael Schröder nach dem Sieg. Mit einer taktisch cleveren, leidenschaftlichen, sehr disziplinierten und geschlossenen Mannschaftsleistung behauptete sich der TVM II durch Tore von Tim Schaar (39./82.), Brian Timmermann (51.), Tobias Kreye (57.) und Patrick Seeger (81.) verdient gegen die spielstarken Wüstinger. SFW besaß zwar deutlich mehr Spielanteile, blieb aber im Angriff zu harmlos und sorgte nur bei Standards für Torgefahr – wie beim zwischenzeitlichen 1:3 durch Eike-Christian Schulz (65.).


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