Handball-Verbandsliga HSG Delmenhorst kehrt triumphal in die Oberliga zurück

Von Klaus Erdmann

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Delmenhorst. Jetzt besteht endlich Klarheit: Nach dem 19. Sieg im 21. Spiel – dem 37:19 (20:8) gegen die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg - befindet sich der Aufstieg der HSG Delmenhorst in die Handball-Oberliga auch rechnerisch in trockenen Tüchern. Rund 300 Zuschauer erleben ein einseitiges Nachbarschaftsderby.

Nach 46 Minuten und 58 Sekunden, es stand 28:16, hat es Fritz Behrens amtlich gemacht. „Die Mannschaft ist aufgestiegen. Sie will sich bei ihnen bedanken. Nach dem Spiel gibt es 30 Liter Freibier“, verkündete der Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der Handball-Spielgemeinschaft Delmenhorst am Samstagabend in der Halle am Stadion. Er erhielt für diese Worte Beifall, der sich wohl sowohl auf die Freigetränke als auch auf die Rückkehr des Spitzenreiters der Verbandsliga Nordsee in die Oberliga bezog. Aufgrund des 37:19 (20:8) gegen die abstiegsbedrohte HSG Grüppenbühren/Bookholzberg befindet sich der Aufstieg, rund elf Monate nach dem Abstieg, auch rechnerisch in trockenen Tüchern.

39:3 Punkte, 19. Sieg im 21. Spiel, 17 Erfolg in Serie, zehn Siege in zehn Treffen vor eigenem Anhang, erfolgreichste Offensive (661 Tore) und beste Defensive (490 Gegentreffer) – Zahlen, die belegen, dass es sich beim Aufstieg der HSG um eine triumphale Rückkehr handelt.

Das Ziel fest im Visier: Delmenhorsts Jörn Janßen (links) erzielte gegen die Landkreis-HSG (Tobias Sprenger) fünf Treffer. Foto: Rolf Tobis

„Ich gratuliere Delmenhorst zum Sieg, der auch in der Höhe verdient ist“, betonte Andreas Müller, Trainer des Gastes, nach dem Schlusspfiff. Zuvor erlebten die rund 300 Zuschauer ein einseitiges Nachbarschaftsderby, in dem der Favorit von Anfang an der Forderung seines Trainers Jörg Rademacher nachkam: „Wir müssen zeigen, wer Herr im Hause ist.“

Nach 5:19 Minuten erzielte Dominik Ludwig das 5:0. „Nach den ersten Minuten haben wir das Spiel offener gestaltet“, meinte Müller. Im Anschluss an Niko Mönnichs 11:7 (19.) legten die Delmenhorster einen Zwischenspurt ein und in der 27. Minute lautete der Zwischenstand 17:7. Zur Pause führte Delmenhorst 20:8.

Auch nach dem Seitenwechsel diktierte der Tabellenführer, der einige gute Chancen vergab, unübersehbar das Geschehen. Nach den 60 Minuten zeigte die Anzeigetafel ein 37:19. „Ich bin zufrieden, denn ich sehe die gesamte Saison“, sagte Rademacher. „Wir haben den Aufstieg sehr frühzeitig klar gemacht und das macht einen stolz.“ Nach dem Derby feierten der Coach („Wir werden auch in der Oberliga eine ganz gute Rolle spielen“) und die Spieler, die erstens noch Meister werden und zweitens keine Partie mehr verlieren wollen, im internen Kreis.

Müller unterstrich, dass seine Team mit den zur Verfügung stehenden Mitteln gut gegengehalten habe. „Nächste Woche beginnen für uns die wichtigen Spiele“, fügte er mit einem Blick auf die Tabelle hinzu.


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