Fußball-Kreisliga SV Baris verschenkt leichtfertig zwei Punkte

Von Klaus Erdmann

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Mit einer Körperbewegung an zwei Oldenburgern vorbei: Der Delmenhorster Devin Isik (rechts) lässt Timm Winzeck (links) und Michael Deddens aussteigen. Foto: Rolf TobisMit einer Körperbewegung an zwei Oldenburgern vorbei: Der Delmenhorster Devin Isik (rechts) lässt Timm Winzeck (links) und Michael Deddens aussteigen. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Beim 2:2 (1:1) gegen Eintracht Oldenburg haben die Bezirksliga-Fußballer des SV Baris Delmenhorst zwei Punkte verschenkt.

Sie enttäuschten in Hälfte eins, steigerten sich dann jedoch und hätten einen Sieg verdient gehabt. Dieser lag in der 87. Minute besonders nahe, doch Mert Caki schoss einen von Lars-Michael von Saldern an Shewket Barakat Osef verursachten Strafstoß über das Tor.

„In der ersten Halbzeit waren wir nicht so sicher, aber danach waren wir klar besser“, meinte Önder Caki, Trainer des Tabellenzehnten, nach dem 2:2 gegen die Oldenburger, die den 15. und damit einen Abstiegsrang einnehmen.

Die Begegnung begann für die Hausherren mit einer kalten Dusche, denn von Saldern nutzte einen Abpraller zum 0:1 (9.). In der 24. Minute markierte Justin Lentz nach Vorarbeit von Devin Isik das 1:1. Oldenburgs Luca Schirmacher traf das Außennetz (38.), ehe Mert Caki mit einem 20-Meter-Freistoß das Ziel verfehlte (40.). Die Zuschauer erlebten in Hälfte eins ein zerfahrenes Treffen. Geordneter Spielaufbau fand nur selten statt.

Mit dem langen Bein zum Ball: Shewket Barakat Osef (links) und Benjamin Woltering streiten um den Ball. Foto: Rolf Tobis

Nach der Pause übernahm Baris verstärkt das Kommando. In der 55. Minute entschied der zuweilen unsicher wirkende Schiedsrichter Malte Rathke (TuS Elsfleth) nach einem Zweikampf zwischen Hussein Al Aimre und Jannis Reichel auf Elfmeter. Eine zu harte Entscheidung. Hendrik Wiemken traf zum 2:1 für Oldenburg. Für den Ausgleich sorgte Mert Caki mit einem Distanzschuss (67.). Danach stand der SV Baris vor dem Sieg, doch Mikael Blümel scheiterte zweimal am Pfosten (80., 86.) und einige seiner Teamkollegen vergaben weitere gute Chancen.

In einer überwiegend hektischen Partie, in der Nickeligkeiten und verbale Duelle einigen Spielern die Konzentration zu rauben schienen, sah Oldenburgs Benjamin Woltering in der Nachspielzeit nach einem Foul Rot. Önder Caki kritisierte die Leistung der Unparteiischen: „Heute hätten wir gegen 14 Mann gewonnen.“ Seine Elf habe 90 Minuten lang gekämpft. Darauf könne man aufbauen.


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