Fußball-Kreisliga FC Hude schlägt TSV Ippener 6:1 und setzt sich ab

Von Andreas Bahlmann

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Landkreis/Delmenhorst. Im Abstiegskampf in der Fußball-Kreisliga wenden der Ahlhorner SV und die SVG Berne schmerzhafte Niederlagen gerade noch ab. An der Tabellenspitze zieht der FC Hude davon.

FC Hude - TSV Ippener 6:1. Die Huder nehmen weiter Kurs auf die Rückkehr in die Bezirksliga und haben ihren Vorsprung mit diesem Kantersieg auf acht Punkte ausgebaut. „Der Sieg geht in dieser Höhe für mich in Ordnung. Wir hätten zwar noch ein oder zwei Tore mehr machen können, aber das wäre dann Meckern auf hohem Niveau“, sagte Trainer Lars Möhlenbrock. Ippener fing sich die fünfte Pleite im fünften Spiel 2018 ein und konnte nur einen Auswechselspieler aufbieten. Bis zum sauber herausgespielten 1:0 (24.) durch Torben Liebsch hielten die Gäste noch gut. Mit dem 2:0 (55.) durch Yannik Osterloh brachen jedoch alle Dämme und der TSV konzentrierte sich mehr aufs Lamentieren als auf den Fußball. Osterloh machte mit zwei weiteren Toren (57., 70.) seinen Dreierpack voll. Maik Spohler (68.) und Kolja Winkler (88.) steuerten die restlichen Huder Tore bei. Den Treffer für die Gäste erzielte Torjäger Zana Ibrahim per Foulelfmeter (79.), nachdem Ahmad Diab im Strafraum zu Fall gekommen war. Ippeners Trainer Mohamed Chahrour war konsterniert: „Ich bin eigentlich von Woche zu Woche immer mehr überrascht, welche Leute auf einmal verletzt sind und nicht kommen. Wir haben einfach zu wenig Leute auf dem Platz, die Gas geben wollen.“

Unter Druck: Ippeners Torjäger Zana Ibrahim wird vom Huder Nils Grimmig attackiert. Foto: Rolf Tobis

SV Achternmeer - Ahlhorner SV 3:3. Vor 100 Zuschauer lieferten sich Schlusslicht Achternmeer und der Vorletzte Ahlhorn ein packendes Duell. Dennis Tinter erzielte in der ersten Minute Achternmeers Führung. Die Gastgeber waren zweikampfstärker und trafen auch nach der Pause mit der ersten Aktion durch Robin Johanning. Ahlhorn verkürzte in der 58. Minute durch einen Volleyschuss von Kenan Krzewinas. Achternmeers Torwart Joshua Niemann parierte danach zweimal glänzend – und sein Team schoss in der 76. Minute das 3:1 durch Tinter. Doch Ahlhorn kam spät zurück: Swen Arkenbout staubte in der 88. Minute zum Anschlusstor ab und glich in der dritten Minute der Nachspielzeit mit einem Heber noch aus. „Das war der wichtigste Punkt der Saison“, meinte Ahlhorns Co-Trainer Dirk Graebner. Achternmeers Coach Robin Hoffmann schimpfte: „Wie kann man nur so blöd sein?“

SV Atlas II - TSV Ganderkesee 2:0. Es war die neunte Niederlage im zehnten Auswärtsspiel für die schwachen Ganderkeseer. „Das war kein schönes Spiel“, meinte TSV-Trainer Stephal Schüttel. Eine kuriose Erklärung für das mäßige Niveau der Partie hatte das Atlas-Trainer-Gespann Steven Herrmann und Sven Schlundt: „Die Temperaturen haben einfach nicht viel zugelassen.“ Die Delmenhorster waren effektiver vor dem Tor. Patrick Klenke traf per Elfmeter nach Foul an Tom Witte (31.). Lennart Schimmler erzielte direkt nach seiner Einwechslung das 2:0 (64.).

FC Huntlosen - SVG Berne 1:1. Es war das erste Spiel für Huntlosen nach der Entlassung von Andree Höttges. Die Mannschaft von Interimstrainer Jan Schindler lief mit einer Notelf aus gesunden und angeschlagenen Stammkräften, Oldies und reaktivierten Kickern auf. Zum letzten Spiel unter Höttges war der FC Huntlosen nicht angetreten. In einer sauber geführten Partie waren beide Teams auf Sicherheit bedacht. Als der bereits verwarnte Nils Heimann in der 50. Minute wegen Zeitschindens Gelb-Rot erhielt, musste Huntlosen mit einem Mann weniger auskommen – und das Spiel nahm Fahrt auf. Berne drückte nun in Überzahl, aber den Angriffen fehlte die entscheidende Durchschlagskraft. Dagegen bewiesen die Huntloser nicht nur kämpferische Moral, sondern auch Effektivität und erzielten in Unterzahl das 1:0 (75.) durch Felix Dalichau. In der 87. Minute glückte Stefan Keil noch der verdiente Ausgleich. „In unserer Situation muss man mit jedem Punkt zufrieden sein. Uns fehlte einfach der letzte Wille, trotz 40-minütiger Überzahl Tore zu machen“, sagte Bernes Coach Michael Müller.

Huntlosens Fußball-Obmann Sebastian Merz verteidigte unterdessen die Trennung von Höttges und widersprach der Darstellung, es hätte am Osterwochenende gar keinen offiziellen Beschluss dazu gegeben. „Ich hatte ein Gespräch mit Andree Höttges, nach dem unmissverständlich klar war, dass er nicht mehr Trainer ist. Auch wenn er das nicht akzeptieren wollte“, sagte Merz. Das Team habe in Hude trotz Personalnot antreten wollen, Höttges aber habe sich geweigert. „Die Kommunikation zwischen Trainer und Mannschaft war im Keller“, sagte Merz.


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