Handball-Oberliga HSG Hude/Falkenburg zeigt Nerven

Von Richard Schmid


Ganderkesee. In der Oberliga verlieren die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg gegen die SG Friedrichsfehn/Petersfehn mit 22:24. Nach dem Spiel werden zwei junge Neuzugänge vorgestellt.

Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg hätten am Samstagabend zumindest ein Unentschieden gegen den Tabellenzweiten SG Friedrichsfehn/Petersfehn verdient gehabt – eine starke Moral blieb aber unbelohnt. Das ersatzgeschwächte Team von Interimscoach Dean Schmidt musste eine 22:24 (10:12)-Pleite einstecken, es war erst die zweite Niederlage im elften Heimspiel.

Die Huderinnen führten kein einziges Mal und liefen fast permanent einem Rückstand hinterher, den sie sich in den Anfangsminuten eingehandelt hatten. „Wir sind überhaupt nicht gut ins Spiel rein gekommen“, klagte Schmidt, dessen Schützlinge gleich zu Beginn in der ersten Überzahl drei Gegentreffer kassierten. „Wir waren anfangs zu behäbig, es fehlte der Spielfluss und in der Abwehr die Kompaktheit. Man merkte deutlich die vier Wochen Pause und auch unsere derzeitigen, der Personalsituation geschuldeten Trainingsbedingungen“, betonte Schmidt.

Nach dem 7:11 (24.) kämpfte sich seine Mannschaft immer wieder heran, der Ausgleich gelang aber erst nach der Pause, als Katharina Stuffel zum 15:15 traf (37.). Doch überhastet vorgetragene Angriffe und zahlreiche Fehlwürfe bauten die keineswegs überragenden Gäste immer wieder auf. In der 58. Minute vergab die sonst so sichere Siebenmeter-Schützin Jessica Galle beim Spielstand von 22:23 einen Strafwurf und damit – wie sich zeigen sollte – die letzte Chance, das Spiel noch zu drehen. „Trotz allem haben wir uns angesichts der Umstände noch ganz gut verkauft, die Moral war auf jeden Fall da und wir können trotz der Niederlage positiv aus dem Spiel herausgehen“, so das Fazit von HSG-Coach Schmidt.

Meyer und Seidel kommen aus Sandkrug

Hude /Falkenburg stellte nach dem Spiel zwei Neuzugänge vor. Mit Kreisläuferin Laura Meyer und Rückraumspielerin Sarah Seidel, die beide bisher bei der TSG Hatten-Sankrug zu den Leistungsträgerinnen gehörten, ist der HSG ein „richtiger Glücksgriff“ gelungen, so Schmid. „Beide Spielerinnen haben großes Talent und werden unser Team mit Sicherheit in der nächsten Saison verstärken.“

Der HSG-Coach bildet Seidel bereits seit gut eineinhalb Jahren im Rahmen eines Fördertrainings aus. Die 16-Jährige, deren Schwester Lena bereits zum Team der HSG gehört, hat zudem ein Zweitspielrecht beim SV Werder Bremen. Mit der 19-jährigen Laura Meyer stößt eine trotz ihrer jungen Jahre erfahrene Kreisläuferin dazu. „Sie hat auf mich einen ausgesprochen guten Eindruck hinterlassen“, so Schmidt. „Beide Spielerinnen haben großes Talent und werden unser Team mit Sicherheit in der nächsten Saison verstärken.“