Handball-Oberliga TV Neerstedt verliert gegen SG VTB/Altjührden

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War mit acht Treffern erfolgreichster Werfer des TV Neerstedt: Kyan Petersen (Dritter von links). Petersen, Philipp Hollmann (Zweiter von links) und ihre Mitspieler verloren die Partie gegen die SG VTB/Altjührden mit 20:29 (9:14). Foto: Lars PingelWar mit acht Treffern erfolgreichster Werfer des TV Neerstedt: Kyan Petersen (Dritter von links). Petersen, Philipp Hollmann (Zweiter von links) und ihre Mitspieler verloren die Partie gegen die SG VTB/Altjührden mit 20:29 (9:14). Foto: Lars Pingel

Neerstedt. Die Oberliga-Handballer des TV Neerstedt haben ihr Heimspiel gegen den Spitzenreiter verloren. Sie unterlagen der SG VTB/Altjührden mit 20:29 (9:14).

Mit dem Schlusspfiff der Partie des TV Neerstedt gegen die SG VTB/Altjührden war am Samstagabend der 22. Spieltag der Handball-Oberliga bereits beendet. Dank des auf Mobiltelefonen verfügbaren Internets sprach sich schnell herum, dass an diesem vieles gegen die gastgebenden Neerstedter gelaufen war. Nach dem 20:29 (9:14) gegen den Spitzenreiter haben sie seit sechs Spielen nicht mehr gewonnen, nur beim 24:24 gegen den TSV Bremervörde hatten sie gepunktet. Dazu kam, dass drei der vier Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg Boden gut machten: Bremervörde (23:22 bei der HSG Barnstorf/Diepholz) fuhr zwei Zähler ein, der SV Beckdorf (30:30 bei der SG Bremen/Hastedt) und der Elsflether TB (26:26 gegen den TV Bissendorf) je einen. So schrumpfte der Vorsprung des TVN auf den ersten Abstiegsplatz auf zwei Punkte, der auf Rang zwölf – der bei drei Drittliga-Absteigern ebenfalls den Sturz in die Verbandsliga bedeuten würde – auf einen Punkt.

„Wichtig ist, dass die Jungs die Köpfe schnell wieder hochnehmen“, sagte Maik Haverkamp, eigentlich Trainer der TVN-Frauen, der den kurzfristig erkrankten Björn Wolken auf der Bank vertrat, nach der Partie gegen die Friesländer. „Gegen Aljührden musst du nicht unbedingt gewinnen, aber jetzt kommen die wichtigen Spiele.“ Die können die Neerstedter immerhin in dem Bewusstsein angehen, „dass wir alles noch selbst in der Hand haben.“

TVN hält zunächst gut mit

Der TVN bot dem Spitzenreiter 20 Minuten lang Paroli. Er stellte dem Gast eine gut funktionierende 5:1-Abwehr entgegen und spielte dessen Defensive ein ums andere Mal mit in hohem Tempo vorgetragenen Angriffen aus. Noch in der 21. Minute, nach einem von Mario Reiser zum 7:8 verwandelten Siebenmeter, sah alles danach aus, als würden die 170 Zuschauer, darunter etwa 60 SG-Fans, eine bis zum Ende spannende Partie erleben.

Abwehrumstellung bringt SG nach vorn

Die SG hatte schon nach dem 5:4 von Kyan Petersen (12.) auf die TVN-Leistung reagiert. Sie stellte ihre Abwehr um, wechselte von der 6:0- auf die 5:1-Aufstellung, in der Spielertrainer Ivo Warnecke die Position des Vorgezogenen übernahm. Das brachte die Neerstedter Offensive aus dem Rhythmus. Die Friesländer nutzten die Ballgewinne und machten aus dem 8:7 den 14:9-Pausenvorsprung.

Neerstedter bleiben oft in SG-Defensive hängen

Nach dem Seitenwechsel agierten die Altjührder wieder in ihrer gewohnten 6:0-Formation. Die entwickelte sich zu einem für die Neerstedter kaum noch zu überwindenden Bollwerk, hinter dem in Levin Stasch ein ganz starker Torwart stand. Nur vier TVN-Tore ließ die SG innerhalb von 19 Minuten zu, traf in dieser Zeit selbst elfmal. Die Frage nach dem Sieger war nicht erst mit dem 25:13 von Justin Hermann (49.) beantwortet. „Die Abwehr war der Schlüssel zum Sieg“, lobte Warneke, dessen Mannschaft von den verbleibenden vier Partien noch eine gewinnen muss, um Meisterschaft und Drittliga-Aufstieg sicher zu haben. „Auf die können wir uns schon die ganze Saison verlassen.“ Er wies darauf hin, dass die Neerstedter nicht in Bestbesetzung angetreten waren. „Vor allem der Ausfall von Eike Kolpack hat uns in die Karten gespielt, deshalb konnten wir relativ defensiv bleiben.“

TVN-Spieler beweisen Moral

Außer dem wurfgewaltigen Rückraumspieler fehlten dem TVN in Marcel Kasper und Julian Hoffmann (alle verletzt) und Jan-Ole Harting (krank) drei weitere Akteure. „Das merkst du natürlich“, sagte Haverkamp. Die Neerstedter zeigten gute Moral, gestalteten das Ergebnis, angetrieben von ihrem besten Werfer Kyan Petersen (8), in der Schlussphase erträglicher.


Statistik:

TV Neerstedt: Legler, Pecht; Reuter, Hübner, S. Schröder 1, Kasper 1, P. Schröder 3, Hoffmann, Reiser 5/2, Lüdeke, Hollmann 1, Petersen 8, Achilles, Kunz 1.

SG VTB/Altjührden: Stasch, Plaszczak; Toepler 4, Warnecke 6, Janssen, Brüning 1, Langer 1, Hermann 1, Staszewski 12/4, Thünemann 1, Straten, Hartwich, Abram 3.

Schiedsrichter: Bohmbach, Meyer (Rastede).

Zeitstrafen: TVN 1 – SG 2.

Siebenmeter: TVN 3/2 – SG 5/4.

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