Fußball-Oberliga SV Atlas Delmenhorst freut sich auf Erkenbrechers MTV Gifhorn

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Im Hinspiel trennten sich der MTV Gifhorn mit Marko Barkovic (links) und der SV Atlas Delmenhorst um Thomas Mutlu (am Boden) und Marlo Siech 1:1. Foto: Lars PingelIm Hinspiel trennten sich der MTV Gifhorn mit Marko Barkovic (links) und der SV Atlas Delmenhorst um Thomas Mutlu (am Boden) und Marlo Siech 1:1. Foto: Lars Pingel

Delmenhorst. Die Oberliga-Fußballer des SV Atlas Delmenhorst treffen auf den MTV Gifhorn um den Delmenhorster Coach Uwe Erkenbrecher. Beide Clubs loben sich gegenseitig, wollen sich auf dem Platz aber nichts schenken.

Uwe Erkenbrecher wird sich alle Mühe geben, dieses Mal pünktlich in seiner Heimatstadt zu erscheinen. Ende September war der Trainer des MTV Gifhorn zuletzt in Delmenhorst, um sich seinen Ex-Verein SV Atlas gegen den VfL Oldenburg anzusehen – wegen eines Staus musste der Fußball-Weltenbummler damals über Landstraße fahren und verpasste die erste Halbzeit.

Man darf aber davon ausgehen, dass seine Gifhorner Mannschaft am Samstagnachmittag vollzählig im Delmenhorster Stadion auf dem Platz stehen wird. Ab 16 Uhr erwartet Atlas den MTV zu einem Duell, das für beide Teams die Richtung weisen soll vor den entscheidenden Wochen. Atlas ist Neunter, hat aber nur vier Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, auf dem Gifhorn steht – bei einem Sieg hätten die Blau-Gelben eine glänzende Ausgangsposition im Kampf um den Klassenerhalt. „Es ist ein sehr wichtiges Spiel, da denke ich nicht daran, dass ich aus Delmenhorst komme“, sagt Erkenbrecher, der 1979/80 für den SV Atlas gespielt hat. Dessen Coach Jürgen Hahn kündigt an: „Wir werden alles tun, um zu gewinnen.“

Erkenbrecher lobt Kampfstärke des SV Atlas

Dafür ist seine Mannschaft inzwischen auch berüchtigt. Hahns Elf sieht die meisten Platzverweise und die zweitmeisten Gelben Karten der Liga, Erkenbrecher spricht anerkennend von großer Kampfstärke und viel Durchschlagskraft. Zuletzt wiesen die Delmenhorster am Osterwochenende beides nach – bei Eintracht Celle (5:1) glänzte die Offensive, gegen Vorsfelde (1:1) erarbeitete sich Atlas einen Punkt trotz einer durchwachsenen Vorstellung.

Dennoch wartet Blau-Gelb noch auf den großen Befreiungsschlag, die kommenden Wochen bieten dafür aber etliche Gelegenheiten. Nach dem Gifhorn-Spiel warten weitere drei Heimspiele in zwei Wochen, alle gegen Gegner aus der tabellarischen Nachbarschaft. „Es ist gerade so eine Phase, in der viele Schlüsselspiele in kurzer Zeit kommen“, sagt Hahn. „Die halbe Liga hat noch Abstiegssorgen, wir werden erst in einigen Wochen schlauer sein.“

Hahn: „In Gifhorn wird guter Fußball gespielt“

Gifhorn-Coach Erkenbrecher legt sich bereits fest und prophezeit Atlas einen baldigen Klassenerhalt – und er wünscht ihn sich auch. „Atlas ist ein besonderer Verein“, sagt er. „Sie haben es weit gebracht, ohne dass sie viele bekannte Spieler geholt haben. Die meisten kommen aus Delmenhorst und Umgebung.“ So zum Beispiel Youngster Thade Hein, der gegen Vorsfelde traf und gute Chancen hat, den gesperrten Marco Prießner in der Startelf zu ersetzen. „Er macht viel Wind, so viel kann ich sagen“, erklärt Hahn. „Atlas hat viele Waffen“, findet auch Erkenbrecher.

Auch Mittwochs-Heimspiele im Stadion

Bei so viel Anerkennung von seinem routinierten Kollegen fühlt sich aber auch Hahn zu warmen Worten inspiriert. „Gifhorn gefällt mir. Da wird auch im Abstiegskampf noch guter Fußball gespielt, da bleibt man seiner Linie treu“, sagt der Delmenhorster Trainer. Der aber dennoch „endlich mal wieder zuhause gewinnen“ will. Das ist seit November nicht mehr gelungen – überhaupt hat Atlas nun zwei seiner neun Partien im eigenen Stadion gewonnen. Dennoch wird der SVA, wie inzwischen feststeht, auch seine Mittwochabend-Heimspiele gegen den TuS Sulingen (11. April) und den Heeslinger SC (25. April) an der Düsternortstraße austragen. Der Anstoß wurde dafür jeweils auf 18.30 Uhr vorverlegt. „In unserem Stadion fühlen wir uns am wohlsten“, sagt Hahn.


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