HSG Grüppenbühren/Bookholzberg kommt HSG Delmenhorst vor Aufstieg, Titel und Superserie

Von Klaus Erdmann und Heinz Quahs

Im Hinspiel ging‘s zur Sache: Der Delmenhorster Kreisläufer Thies Kohrt wird in die Mangel genommen. Foto: Rolf TobisIm Hinspiel ging‘s zur Sache: Der Delmenhorster Kreisläufer Thies Kohrt wird in die Mangel genommen. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Derby in der Handball-Verbandsliga: Spitzenreiter HSG Delmenhorst erwartet am Samstag (19.15 Uhr) die abstiegsbedrohte HSG Grüppenbühren/Bookholzberg.

Nach 20 von 26 Spielen beträgt der Vorsprung der HSG Delmenhorst, souveräner Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga, gegenüber dem dritten Platz, den die HSG Barnstorf/Diepholz II belegt, zwölf Punkte und 131 Tore. Angesichts dieser Zahlen und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die ersten beiden Mannschaften in die Oberliga aufrücken, behaupten lediglich noch sehr hartnäckige Theoretiker, dass der Aufstieg der Delmenhorster noch nicht sicher ist. Bereits mit einem Unentschieden gegen die abstiegsbedrohten Nachbarn der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, die der Spitzenreiter heute (19.15 Uhr) in der Halle am Stadion zum Derby erwartet, wären die allerletzten Zweifel ausgeräumt.

„Es wäre ein gelungener Abschluss, wenn wir zuhause den Sack zumachen würden“, sagt Jörg Rademacher. Der Cheftrainer des Spitzenreiters hofft auf eine große Kulisse: „Die Mannschaft hat es verdient, dass viele Zuschauer kommen.“ Mit dem 35:25 beim TuS Haren verbuchte seine Mannschaft, die in eigener Halle sämtliche neun Partien gewann, vor drei Wochen den 16. Sieg in Serie. Neben Aufstieg und Meistertitel strebt Rademacher auch eine Superserie an. Bereits vor Wochen erklärte er, dass man auch die restlichen Treffen gewinnen wolle. Momentan befinden sich 37:3 Punkte auf dem Konto. Der Trainer: „Ich habe mir mal die Abschlusstabellen der letzten fünf Jahre angesehen. Kein Meister hat die Saison mit drei Minuspunkten beendet. Nicht annähernd.“

Delmenhorst will Gegner nicht unterschätzen

Ob Ole Goyert (grippegeschwächt) mitwirken kann, ist fraglich. „Ansonsten“, so der Coach, „sind alle Mann an Deck.“ Gegen Grüppenbühren/Bookholzberg werde es „nicht ganz einfach“. Der Gegner brauche jeden Punkt, um in der Liga zu bleiben, und werde fighten. Sein Team müsse wieder den Rhythmus finden und von Anfang an zeigen, wer Herr im Hause sei. Die Karten seien klar verteilt, aber man dürfe den Gegner nicht unterschätzen. Im Hinspiel siegte der Tabellenführer mit 28:24.

Für die Stunden nach dem Nachbarschaftsderby habe die Mannschaft „was geplant“. Rademacher: „Ich gehe einfach mal mit.“

Grüppenbühren/Boohholzberg will befreit aufspielen

„Wir haben nichts zu verlieren und können gegen den designierten Aufsteiger befreit aufspielen, denn einen Punktgewinn erwartet niemand von uns. Trotzdem werden wir alles daran setzen, den Top-Favoriten möglichst lange zu ärgern“, sagt Andreas Müller, Trainer der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg, die mit 16:22 Zählern den zwölften und drittletzten Rang einnimmt. Mit dem 28:23 bei Schlusslicht TS Hoykenkamp meldet der Gast lediglich einen Auswärtssieg.

Müller hofft auf eine starke Deckung, die den Angriff der Delmenhorster schon frühzeitig bekämpfen und so den Spielfluss unterbinden soll. „Wenn das Zusammenspiel zwischen Abwehrverband und Torhüter gut funktioniert, wird es der Delmenhorst nicht einfach haben, zu seinen Treffern zu kommen“, betont Müller. Bei der HSG Grüppenbühren/Bookholzberg fehlt der beruflich verhinderte Paul Lapsien.