Fußball-Bezirksliga VfL Wildeshausen vor Liga-Hit mal wieder in Personalnot

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Mit Tempo von außen nach innen ziehen: Das ist eine Spezialität von Wildeshausens Flügelflitzer Michael Eberle, der im Hinspiel in Brake per Freistoß zur 1:0-Führung traf. Foto: Daniel NiebuhrMit Tempo von außen nach innen ziehen: Das ist eine Spezialität von Wildeshausens Flügelflitzer Michael Eberle, der im Hinspiel in Brake per Freistoß zur 1:0-Führung traf. Foto: Daniel Niebuhr

Wildeshausen. Dem VfL Wildeshausen gehen vor dem Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga gegen den Tabellenführer SV Brake die Spieler aus. Trainer Marcel Bragula ist wieder einmal als Improvisationskünstler gefragt. Er sagt aber auch: „Ich will nicht jammern. Ich will die Probleme lösen.“

In seinen etwas mehr als dreieinhalb Jahren als Trainer beim VfL Wildeshausen I hat Marcel Bragula in sportlicher Hinsicht schon einiges erlebt. Er holte den Bezirksliga-Titel, schaffte den Landesliga-Klassenerhalt, stieg wieder in die Bezirksliga ab und mischt dort nun mit seiner neuformierten Truppe wieder um die Meisterschaft mit. Im Fernduell mit dem aktuellen Tabellenführer SV Brake und vor dem absoluten Liga-Hit am Sonntag (15 Uhr) im heimischen Krandelstadion gegen den SVB hat der Zweite Wildeshausen nach wie vor alles selbst in der Hand.

Doch wenn man Marcel Bragula Glauben schenken mag, interessiert ihn das Titelrennen zur Zeit gar nicht so sehr. Denn Bragula ist vielmehr als Improvisationskünstler gefragt, „weil die Personallage so schlecht ist, wie noch nie in meiner Zeit als Trainer der ersten Mannschaft. Da müssen wir schon zu Plan C greifen“, klagt Bragula, der hofft, irgendwie 14 Spieler für den Kader zusammenzubekommen.

Auch Ersatz-Torjäger verletzt

Bereits am vergangenen Osterwochenende halfen mit Stand-by-Spieler Lukas Schneider und Tobias Düser (erste Partie seit mehr als drei Jahren) zwei Kicker aus, die eigentlich nicht mehr im Kader stehen. Der Krandel-Coach hätte Sonntag gerne VfL-II-Goalgetter Henning Nitzsche (27 Tore in der 1. Kreisklasse) in die Startformation befördert, doch der Angreifer verletzte sich zuletzt im Spiel der Zweiten beim TV Munderloh II.

„Wir haben die Seuche“, sagt Bragula, der mit der Personalsituation laut eigener Aussage aber „viel gelassener“ umgeht als noch vor einiger Zeit. „Ich will nicht jammern. Ich will Probleme lösen.“ Dabei habe er sich auch selbst hinterfragt, „warum wir so viele Verletzte haben und wie wir das beheben können“.

Trotz der personellen Begleitumstände und nur vier Punkten aus vier Spielen in diesem Jahr fiebert Bragula dem Hit gegen den SV Brake entgegen. „Gutes Wetter, ein volles Stadion – dazu ein Spitzenspiel. Was willst du mehr?“ Mit der richtigen Einstellung und Mentalität, sagt Bragula, „können wir auch gegen Brake etwas holen. Egal wer auf dem Platz steht.“ Das zeigten die Krandel-Kicker bereits im Hinspiel, das sie trotz einer guten Leistung und zuvor acht Startsiegen mit 1:2 verloren.

Brake mit drei Pflichtspiel-Pleiten in Folge

Die Form des SV Brake ist schwer einzuschätzen. Das Team des Trainer-Duos Gerold Steindorf und Maik Stolzenberger gewann seine ersten vier Spiele in diesem Jahr, verlor dann aber gegen den TuS Obenstrohe und beim VfB Oldenburg II jeweils verdient mit 0:1.

An Karsamstag schied der SV Brake im Bezirkspokal-Viertelfinale mit 0:2 beim TSV Wallenhorst (Tabellenführer der Bezirksliga Osnabrück) aus. Kurios: Weil Stammtorwart Patrick Lahrmann gegen den VfB Oldenburg II wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte gesehen hatte, hütete der mittlerweile 40-jährige Stolzenberger das Tor. Gegen Wildeshausen ist Kapitän Lahrmann jedoch wieder spielberechtigt.


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