1. Fußball-Kreisklasse Stenum II liegt 1:4 zurück – und gewinnt noch mit 5:4

Von Andreas Bahlmann

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Der VfL Stenum II hat eine packende Nachholpartie der 1. Fußball-Kreisklasse gegen den KSV Hicretspor Delmenhorst mit 5:4 (1:0) gewonnen. Foto: Rolf TobisDer VfL Stenum II hat eine packende Nachholpartie der 1. Fußball-Kreisklasse gegen den KSV Hicretspor Delmenhorst mit 5:4 (1:0) gewonnen. Foto: Rolf Tobis

Stenum. Die Fußballer des VfL Stenum II haben eine starke Aufholjagd mit einem Heimsieg gekrönt. Sie lagen nach 60 Minuten in der Nachholpartie der 1. Kreisklasse gegen den KSV Hicretspor schon mit 1:4 zurück und erkämpften sich dann doch noch einen 5:4 (1:0)-Erfolg.

Nach einer verrückten und nervenaufreibenden Partie der 1. Fußball-Kreisklasse war Uwe Hammes beeindruckt von der Moral seiner Mannschaft. „Die Jungs haben das Herz in die Hand genommen. Sie haben es so richtig in die Hand genommen, denn eigentlich waren wir in der zweiten Halbzeit schon klinisch tot“, sagte der Trainer des VfL Stenum nach dem 5:4 (1:0)-Heimsieg über den KSV Hicretspor Delmenhorst. In der 60. Spielminute hatten die Stenumer noch mit 1:4 zurückgelegen.

Stenum II vor der Pause überlegen

In der ersten Halbzeit kontrollierte der VfL weitgehend das Geschehen. Marco Pleus erzielte mit einem Traumtor das 1:0 (22.). Seine Direktabnahme nach einen Eckstoß passte aus 16 Metern , unhaltbar für KSV-Ersatztorwart Hakan Kabausagi, genau ins obere Tordreieck. Von Hicretspor kam auch nach dem Gegentreffer nicht viel, die KSV-Offensive blieb wirkungslos.

Hircetspor dreht auf und geht in Führung

Nach der Pause lief das Spiel plötzlich völlig anders: Die komplette Stenumer Mannschaft war an Harmlosigkeit kaum noch zu überbieten. Sie lud die Gäste förmlich zum Toreschießen ein. Germain Martens (46., 59., 60.) und Onur Aslan (50.) ließen sich nicht lange bitten und bestraften mit ihren Treffern die Nachlässigkeiten der Gastgeber. Die Partie schien mit dem 4:1 bereits zugunsten der Delmenhorster entschieden zu sein.

Tammo Oetken erzielt in der Nachspielzeit das Stenumer Siegtor

Schien. Zur Verwunderung von Hammes, der teilweise gar nicht mehr hinsehen mochte, spielten die Stenumer unverdrossen weiter, aber fortan mit Druck und Leidenschaft. Kevin Sass erzielte per Strafstoß (63., nach Foul an Pleus) das 2:4. Sechs Minuten später legte Maximilian Bradler das 3:4 nach. Hammes wunderte sich immer mehr, Gästetrainer Timur Cakmak schwante schon nichts Gutes. In der 77. Minute glückte dann Pleus aus 20 Metern sein zweites Traumtor – wiederum ein Volleyschuss, unhaltbar in den Winkel. Es stand 4:4. Die VfL-Mannen kämpften wie entfesselt um jeden Ball und erzwangen schließlich die Entscheidung gegen paralysiert wirkenden Gäste. Tammo Oetken glückte in der Nachspielzeit das 5:4 (90.+2.).

Hitzige Schlusssekunden

Damit war die Partie aber noch nicht beendet, denn in den letzten Sekunden gingen Pleus nach einem Foul (mit Gelb geahndet) die Emotionen durch. Er provozierte Rudelbildungen auf und neben dem Spielfeld. Der besonnen agierende Schiedsrichter Michael Koch schickte Pleus mit Gelb-Rot vorzeitig zum Abkühlen in die Kabine. Hicretspor ließ sich von dem hitzigen Geschehen nicht anstecken, reagierte gelassen. Kurz danach ertönte der Abpfiff – und Cakmak war restlos bedient: „Ich habe keine Nerven mehr für sowas“, haderte er: „Wie kann man so ein Spiel noch aus der Hand geben – und es dann sogar verlieren?“


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