Porträt über Clubchef NDR besucht den SV Rethorn

Von Daniel Niebuhr

Der SV Rethorn um Clubchef Gerd Hillmann (vorne) feierte am 7. Mai 2017 den ersten Aufstieg seit 19 Jahren – und bekommt nun Besuch vom NDR. Foto: Daniel NiebuhrDer SV Rethorn um Clubchef Gerd Hillmann (vorne) feierte am 7. Mai 2017 den ersten Aufstieg seit 19 Jahren – und bekommt nun Besuch vom NDR. Foto: Daniel Niebuhr

Rethorn. Der NDR besucht am 15 April das Heimspiel des SV Rethorn gegen die TSG Hatten-Sandkrug in der 3. Kreisklasse. Geplant ist ein Porträt von Rethorns kultigem Clubchef Gerd Hillmann.

Für einen Kreisklassenverein hat es der SV Rethorn seit seiner Wiedergründung zu erstaunlicher Bekanntheit gebracht. Die Geschichte des 2015 nach einer dk-Reportage auferstandenen Vereins erregte in der Szene bundesweites Aufsehen, hauptsächlich durch den fußballverrückten Vorsitzenden Gerd Hillmann, der den Club sechs Jahre lang als einziges Mitglied vor der Auflösung bewahrt hatte.

Knapp drei Jahre nach ihrer wundersamen Rückkehr schaffen es die Rethorner nun sogar ins Fernsehen. Zum Heimspiel am 15. April gegen die TSG Hatten-Sandkrug (14 Uhr) auf der Anlage am Ammerweg in Bookholzberg hat sich der NDR angekündigt, der in seiner in die Sendung „Hallo Niedersachsen“ eingebetteten Rubrik „Sportsfreunde“ ein Hillmann-Porträt plant. „Darin stellen wir echte Sportsfreunde meist abseits des Profisports vor, Menschen, die für ihren Sport und mit ihrem Sport leben oder dafür sorgen, dass andere ihn ausüben können“, heißt es vom NDR – wobei der Begriff Sportsfreund für Hillmann „fast zu klein erscheint“.

Hillmann seit 35 Jahren Vorsitzender

Seit 35 Jahren ist Hillmann Vorsitzender des Kultclubs, der 1980 in seinem Geburtsort gegründet wurde und für den er über die Jahrzehnte Torwart, Feldspieler und Trainer war. 2009 hatte sich die einzige Mannschaft aufgelöst, sechs Jahre später folgte dann das unverhoffte Comeback. Im Sommer schafften die Rethorner ihren ersten Aufstieg nach 19 Jahren und kicken seitdem in der 3. Kreisklasse. Hillmann ist fast immer dabei und verfolgt viele Spiele vom Grill aus. „Wer am Drehtag die Bratwurst grillt, ist noch nicht entschieden. Könnte wieder an mir hängen bleiben“, scherzt der 63-Jährige.