2. Frauenfußball-Bundesliga TV Jahn bastelt nach der Sensation an seiner Zukunft

Von Klaus Erdmann

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Delmenhorst. Beim 4:1 in der 2. Frauenfußball-Bundesliga über Ex-Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam II zeigt der TV Jahn Delmenhorst eines seiner besten Spiele. Die Erfolgstrainer Claus-Dieter Meier und Bernd Hannemann bilden auch in der Zukunft ein Duo, auch der Kader bleibt größtenteils zusammen.

Das 4:1 der ersatzgeschwächten Jahn-Fußballerinnen gegen Ex-Tabellenführer 1. FFC Turbine Potsdam II, mit dem dem Zweitliga-Aufsteiger am Samstag aufgrund einer taktischen Glanzleistung eine Sensation gelungen war, sorgt für Gesprächsstoff. Nach dem 0:1 durch Jennifer Cramer (28.) lösten Treffer von Nathalie Heeren (37., Elfmeter nach Foul an Neele Detken), Stefanie Herzberg (45.) und Detken (70., 74.) Jubel aus.

„Wir hatten bereits vor dem Spiel ein gutes Gefühl. Die Spielerinnen haben ihre Aufgaben hervorragend erfüllt“, sagt Bernd Hannemann, Co-Trainer und mit Petra Zimolong Leiter der Frauen-Fußballabteilung. Vor dem Treffen mit Potsdam, so Hannemann, habe Trainer Claus-Dieter Meier auf die eigenen Stärken hingewiesen und die richtigen Worte gefunden.

Diese fand der Chefcoach auch nach dem Abpfiff als er von einer „guten Taktik“ sprach. Meier betonte, dass Neele Detken kaum zu halten gewesen sei. Und: „Nathalie Heeren und Julia Hechtenberg sind gut nachgerückt.“ Torhüterin Jannika Ehlers habe sicher gehalten und die Innenverteidigerinnen Nele-Victoria Aufurth und Nadine Poppen hätten nichts anbrennen lassen. Potsdams Nationalspielerinnen Jennifer Cramer und Melissa Kössler blieben blass – ein Verdienst der aufmerksamen Jahn-Defensive.

„Beim 4:1 haben wir eines der besten Saisonspiele gezeigt. Es gehört in die Top drei“, freut sich Hannemann. „In einer normalen Saison würden wir nicht absteigen.“ Am Ende dieser Spielzeit qualifizieren sich die ersten sechs Teams für die neue eingleisige 2. Bundesliga.

Sie bilden auch in Zukunft ein Trainerduo: Bernd Hannemann (links) und Claus-Dieter Meier. Foto: Rolf Tobis

Obwohl der TV Jahn, der auf Rang sechs 15 Punkte Rückstand aufweist, nicht dabei sein wird (Hannemann: „Wir haben uns auch nicht beworben“), sind die Aussichten glänzend. Die Erfolgstrainer Meier (Hannemann: „Seine Arbeit und sein Weg sind noch nicht beendet“) und Hannemann bilden weiter ein Duo. „Alle Spielerinnen haben gesagt, dass sie auch in der Regionalliga für uns spielen wollen. Das Gros wird bleiben“, gibt Hannemann bekannt.

Fragezeichen stehen hinter Bianca Becker (zurück zu Werder Bremen?) und Christina Bellinghoven (beruflich bedingt). Nach ihrem Auslandssemester in den USA kehrt Lynn Janning zur neuen Saison in den Kader des TV Jahn zurück.


Jahn Delmenhorst: Ehlers; Grotheer, Poppen, Funke, Heeren, Hechtenberg (83. D‘Elia), Detken, Aufurth, Herzberg (83. Kastens), Bellinghoven (70. Wimberg), Becker.

Turbine Potsdam II: Heinze; Meister, Kössler, Nitschke, Frehse, Albrecht (65. Schütt), Scheel, Radloff, Cramer, Flügge, Barthel.

Tore: 0:1 Kramer (28.).1:1 Elfmeter Heeren (37.), 2:1 Herzberg (45.), 3:1 Detken (70.), 4:1 Detken (74.).

Schiedsrichter: Susanne Kunkel (SV Eichede) mit Mirka Derlin und Simone Jakob.

Zuschauer: 70.

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