Atlas verweist auf Deadline Spitzenduo verzichtet: Kurioses Oberliga-Aufstiegsrennen

Von Daniel Niebuhr


Delmenhorst. In der Fußball-Oberliga zeichnet sich ein verrücktes Aufstiegsrennen ab. Nach Spitzenreiter SC Spelle-Venhaus verzichtet auch der Zweite TuS Bersenbrück auf den Sprung in die Regionalliga. Der VfL Oldenburg und der 1. FC Wunstorf beantragen dagegen die Lizenz, der SV Atlas Delmenhorst verweist auf die Deadline.

Für den SV Atlas Delmenhorst ist die Fußball-Regionalliga noch ziemlich weit weg, der Neuling kämpft momentan um den Klassenerhalt in der Oberliga. Dort zeichnet sich allerdings gerade ein verrücktes Aufstiegsrennen ab: Nach Tabellenführer SC Spelle-Venhaus hat nun auch der Zweite TuS Bersenbrück offiziell seinen Verzicht auf den Aufstieg in die Regionalliga erklärt. „Sportlich ist dies sehr bedauernswert, es wäre aber derzeit finanziell und infrastrukturell nicht zu verantworten“, teilte der Club auf seiner Homepage mit, nachdem Trainerteam und Mannschaft informiert worden waren.

Die Verfolger des Spitzenduos wollen die Chance nutzen und haben die Regionalliga-Lizenz beantragt. Der Tabellendritte VfL Oldenburg, der Atlas gerade mit 4:2 bezwungen hat, hat seine Unterlagen ebenso eingereicht wie der 1. FC Wunstorf, der Sechster ist. „Die Vereinsführung hofft, dieses Jahr den Aufstieg in die 4. Liga realisieren zu können“, heißt es vom Verein. Auch Lupo Martini Wolfsburg und Eintracht Northeim haben inoffiziell ihre Aufstiegsambitionen bekundet.

Vorsfelde-Nachholspiel soll im Stadion steigen

Die Clubs haben noch bis zum 1. April Zeit, die Lizenz zu beantragen – ein Vorgang, der auch im Fall des Nicht-Aufstiegs mit nennenswerten Kosten verbunden ist. Der Atlas-Vorstand verwies gestern auch auf diese Deadline. In der durch Spielausfälle schiefen Tabelle haben die Delmenhorster rechnerisch sogar die Chance, ins Rennen um den Aufstieg einzugreifen. Atlas hat zwar 14 Zähler Rückstand auf Platz vier, der nach aktueller Lage zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigen würde – die Delmenhorster haben aber drei Partien weniger.

Zwei der ausgefallenen Heimspiele müssen an Mittwochabenden stattfinden. Die Partie gegen den Heeslinger SC am 25. April soll um 19 Uhr auf dem Hauptplatz des Stadions angepfiffen werden. Für das Duell mit dem TuS Sulingen am 11. April sucht der Verein noch nach einer Lösung.