Oberligisten diskutieren über Lizenz Spelle hakt Regionalliga ab, Bersenbrück überlegt noch

Regionalliga Ja oder Nein? Diese Fragen stellen sich derzeit die auch Fußballer des TuS Bersenbrück (links im Spiel gegen den SV Atlas). Foto: Frederik BöckmannRegionalliga Ja oder Nein? Diese Fragen stellen sich derzeit die auch Fußballer des TuS Bersenbrück (links im Spiel gegen den SV Atlas). Foto: Frederik Böckmann

frb/um/steg Delmenhorst. Die Spitzenteams der Fußball-Oberliga diskutieren derzeit intensiv, ob sie die Regionalliga-Lizenz einreichen sollen – oder eben nicht.

Sieben Mannschaften kämpfen um die Meisterschaft und den Aufstieg, neun Teams um den Klassenerhalt: Die Fußball-Oberliga ist trotz der arg krummen Tabelle in sportlicher Hinsicht eindeutig zweigeteilt. Für die Spitzenmannschaften stellen sich zur Zeit vor allem diese Fragen: Wollen sie Regionalliga-Lizenz beantragen? Oder lassen sie es aus strukturellen und finanziellen Gründen bleiben? Zwei Fragen, mit denen sich mittelfristig auch der SV Atlas auseinandersetzen will. Denn die vierte Liga ist das mittelfristige Ziel, wie der neue Vorsitzende Manfred Engelbart immer wieder betonte – trotz aller wirtschaftlichen Nachteile gegenüber der Konkurrenz.

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Tabellenführer SC Spelle-Venhaus hat die Regionalliga jedenfalls abgehakt. Die Entscheidung haben der Fußballvorstand und geschäftsführende Vorstand der SCSV nun gefällt. „Die Enttäuschung war groß“, hieß es aus dem Umfeld. Die Spieler hatten gehofft, dass der Club die Möglichkeit nutzen würde. In Spelle hatte sich auch eine Expertenkommission mit dem Thema beschäftigt. Der Norddeutsche Fußballverband hatte das Getränke-Hoffmann-Stadion inspiziert und auf nötige Veränderungen hingewiesen. Jetzt verzichtete der SCSV auf einen Lizenzantrag, der mit Kosten verbunden gewesen wäre.

Spielplan und Tabelle der Fußball-Oberliga

An diesem Dienstag sollen die Fußballer des TuS Bersenbrück von der Vereinsführung informiert werden, ob der Tabellenzweite eine Regionalliga-Lizenz beantragt, um im sportlichen Aufstiegsfall den nächsten Schritt zu machen. In Bersenbrück ist bereits mit der Mannschaft und Vereinsmitgliedern über das „Pro und Kontra“ eines Aufstiegs beraten worden. Außerdem fanden Gespräche mit Sponsoren statt. Mit der Stadt Bersenbrück seien „gute Gespräche“ geführt worden. Im Fall eines Aufstiegs müsste in die Infrastruktur investiert werden. Schon jetzt stößt der TuS an seine Grenzen, weil zum Beispiel am Hauptplatz im Hasestadion kein Flutlicht vorhanden ist. Außerdem bräuchte es auch in Bersenbrück an Spieltagen mehr freiwillige Helfer und Ordner in der Regionalliga.

Der VfL Oldenburg (3.), Lupo Martini Wolfsburg (4.), Eintracht Northeim (5.), 1. FC Wunstorf (6.) und Arminia Hannover (7.) wollen die Lizenz nach aktuellem Stand hingegen wohl beantragen.