Tischtennis-Oberliga Männer Zwei Auswärtspleiten besiegeln Abstieg des TV Hude

Von Andreas Giehl

Meine Nachrichten

Um das Thema Lokalsport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Stark im Doppel gegen Göttingen: Finn Oestmann (links) und Jonas Schrader. Foto: Rolf TobisStark im Doppel gegen Göttingen: Finn Oestmann (links) und Jonas Schrader. Foto: Rolf Tobis

Göttingen/Salzgitter. An seinem Koppelspieltag am Wochenende im Süden Niedersachsens war Tischtennis-Oberligist TV Hude nicht sonderlich erfolgreich. Zumindest nicht so, wie er sich das selbst erhofft hatte. Am Samstag wollte die TVH-Sechs vor dem unvermeidbaren Abstieg in die Verbandsliga gerne noch einmal die Partie bei Torpedo Göttingen gewinnen. Das gelang ihnen bei ihrer 6:9-Pleite nicht. Am Sonntag bei Titelanwärter Union Salzgitter kassierten die Huder dann dazu die allseits befürchtete 1:9-Lehrstunde.

Mit diesen zwei Niederlagen ist der Abstieg des TV Hude – der sich eigentlich seit einigen Wochen längst abzeichnet hat – jetzt auch zahlenmäßig abgesegnet. Die Männer aus dem Klosterort (3:27 Punkte) haben zwar noch drei Spiele, könnten aber selbst bei drei Siegen den Relegationsplatz nicht mehr erreichen. Der Tabellenachte MTV Jever (10:18 Punkte) weist bereits sieben Punkte Vorsprung auf. Damit geht es ein Jahr nach dem Aufstieg wieder zurück in die Verbandsliga.

Die Motivation der Huder Truppe auf eine erfolgreiche Revanche für das ärgerliche zu Hause 7:9 gegen Torpedo Göttingen war am Samstag groß. Die Mannschaft wollte es trotz ihrer aussichtslosen Lage im Abstiegskampf noch einmal wissen. Und durch das Fehlen der etatmäßigen Nummer zwei bei den Unistädtern, Ahmet Kösterelioglu, stiegen die Chancen des Außenseiters noch einmal um ein paar Prozent. Dank zweier starken Leistungen ihrer Doppel Farrell/Henke und Schrader/Oestmann verlief der Start mit einer 2:1-Führung zudem grandios. Zumal im Anschluss Florian Henke seinem Ruf als „Abwehrkiller“ gerecht wurde. Er feierte einen 3:1-Erfolg gegen Defensivstratege Jan Holzendorf.  

Mit der 3:1-Führung der Gäste war ihr kleiner Lauf allerdings schon wieder beendet. Fortan entwickelten sich weiter viele enge Situationen. Doch der Turnverein blieb bis zur 7:2-Führung der Göttinger stets nur die undankbare Rolle des zweiten Siegers.

„In dieser Phase haben wir viel gejammert, weil es nicht laufen wollte. Gut, dass wir uns gegen Ende der Begegnung wieder gefangen haben“, berichtete Hudes Felix Lingenau. Zu einem Punktgewinn reichte es trotzdem nicht mehr. Denn nur Hudes Nummer zwei, Henke, wusste als Einziger mit zwei Einzelsiegen so richtig zu überzeugen. Wenigstens war der Abgang der Gäste mit dem 6:9 noch „würdevoll“.

In den engen Phasen fehlt der Killerinstinkt

Nach der Übernachtung der Huder Mannschaft in Göttingen ging es am Sonntagmorgen direkt weiter zum zweiten Auswärtsspiel zum bärenstarken Titelaspiranten Union Salzgitter. Auch wenn sich die TVH-Sechs, inklusive Ersatzmann Holger Lebedinzew (für den verletzten Pierre Barghorn an der Platte) achtbar aus der Affäre zog, der Tabellenzweite gewährte den Hudern wie im Hinspiel nicht mehr als einen Ehrenpunkt. Diesen holte das Huder Doppel Farrell/Henke. Die Gäste meldeten in anderen Duellen noch Ansprüche an. Diese wurden aber alle von den Cracks des Tabellenzweiten abgeblockt.

Felix Lingenau brachte mit seinem ehrlichen Kommentar den Spielverlauf später auf den Punkt. „Insgesamt war das keine schlechte Leistung von uns. Letztlich sind wir aber aktuell einfach nicht mehr in der Lage, die engen Situationen für uns zu entscheiden.“

Vielleicht gelingt das seiner Mannschaft am Ostersonntag im nächsten Spiel beim MTV Jever besser. Denn die Friesländer präsentierten sich nach drei Schlappen in Folge derzeit auch nicht gerade in Topverfassung.


Torpedo Göttingen – TV Hude 9:6. Holzendorf/Dr. Roland – Lingenau/Stüber 11:13, 11:4, 11:4, 11:9; Schönknecht/Teuteberg – Farrell/Henke 11:7, 11:13, 11:8, 6:11, 6:11; Kreißl/Koch – Schrader/Oestmann 8:11, 7:11, 8:11; Holzendorf – Henke 8:11, 8:11, 12:10, 10:12; Schönknecht – Farrell 11:6, 10:12, 11:7, 13:11; Teuteberg – Schrader 12:10, 10:12, 11:5, 14:12; Kreißl – Lingenau 17:15, 11:9, 11:6; Koch – Stüber 11:7, 11:8, 11:3; Dr. Roland – Oestmann 11:9, 9:11, 11:5, 12:10; Holzendorf – Farrell 11:1, 11:3, 11:3; Schönknecht – Henke 7:11, 9:11, 6:11; Teuteberg – Lingenau 9:11, 11:7, 8:11, 11:8, 8:11; Kreißl – Schrader 11:6, 11:9, 11:7; Koch – Oestmann 10:12, 11:9, 4:11, 13:11, 9:11; Dr. Roland – Stüber 11:2, 11:4, 11:2.

SV Union Salzgitter – TV Hude 9:1. Felkel/Fahlbusch – Lingenau/Lebedinzew 11:4, 11:7, 11:7; Rodriguez Egocheaga – Farrell/Henke 7:11, 8:11, 11:7, 9:11; Wilke/Brinkmann – Schrader/Oestmann 11:9, 11:7, 10:12, 11:4; Rodriguez Egocheaga – Henke 11:9, 11:2, 11:9; Felkel – Farrell 12:10, 11:9, 9:11, 6:11, 11:7; Wilke – Schrader 11:3, 11:8, 11:6; Fahlbusch – Lingenau 6:11, 7:11, 11:7, 11:4, 11:4; Brinkmann – Lededinzew 11:5, 11:6, 11:4; Hintze – Oestmann – 7:11, 15:13, 11:8, 11:9; Rodriguez Egocheaga – Farrell 11:5, 12:10, 9:11, 11:6.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN