Nullnummer im Kreisliga-Gipfel Spitzenreiter FC Hude hält TuS Heidkrug auf Distanz

Von Andreas Bahlmann

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Eng dran: Heidkrugs Nils Giza (links) attackiert den Huder Baris Sarikaya

            
. Foto: Rolf TobisEng dran: Heidkrugs Nils Giza (links) attackiert den Huder Baris Sarikaya . Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. In der Fußball-Kreisliga hat Spitzenreiter FC Hude mit einem 0:0 beim TuS Heidkrug den Titelrivalen vor großer Kulisse auf Distanz gehalten. Im Verfolgerduell kassiert der TSV Ippener ein 1:8-Debakel gegen den VfR Wardenburg, der Platz zwei von Heidkrug übernimmt.

Heidkrug - Hude 0:0. Mehr als 200 Zuschauer sahen das Spitzenspiel, in dem Heidkrugs Niklas Bädjer aus gutem Grund fehlte: Er verzichtete auf die Partie, um in Köln Knochenmark zu spenden. „Ein Leben zu retten ist wichtiger als ein Fußballspiel“, fand sein Trainer Selim Karaca. In einer Partie, in der sich vor allem die Torhüter auszeichneten, entwickelte sich von Anfang an ein heißes Duell. Die Heidkruger, die acht der vergangenen neun Partien gegen Hude gewonnen hatten, hatten in der ersten Halbzeit die besseren Möglichkeiten, schafften es jedoch bei drei Riesenchancen nicht, den Ball im Tor unterzubringen. FCH-Schlussmann Christopher Schnake und der Pfosten des Huder Tores hielten das 0:0 zur Pause. Heidkrugs Trainer Selim Karaca haderte mit der Chancenverwertung: „Wir hätten das Spiel in der ersten Halbzeit schon entscheiden müssen.“

Zweikampf ohne Ball: Heidkrugs Dion Ohlsen attackiert den Huder Yannik Osterloh. Foto: Rolf Tobis

Im zweiten Durchgang nahmen beide Mannschaften ein wenig das Tempo raus und lauerten auf Fehler des Gegners. Zehn Minuten vor Schluss parierte TuS-Keeper Maximilian Hiller glänzend gegen Hudes Maik Spohler, als er dessen Distanzschuss aus dem Winkel fischte. Schlussendlich blieb es beim 0:0. Hudes Trainer Lars Möhlenbrock zeigte sich teilweise zufrieden: „Von den Punkten her kann ich mit dem Ergebnis leben.“ Den Gegensatz dazu bildete sein Gegenüber Selim Karaca: „Man kann dem FC Hude heute zum Punkt gratulieren.“

Delmenhorster TB – TV Jahn 5:1. Im Stadtderby setzte sich der DTB problemlos durch. „Sie haben verdient gewonnen, auch in der Höhe“, gestand Jahn-Trainer Arend Arends. Das frühe 1:0 des DTB erzielte Lukas Benthien (7.), wenig später erhöhte Daniel Glander auf 2:0 (22.). Drei Minuten nach dem Wechsel traf Mergim Bajqinovci zum 3:0. Für Jahn verkürzte Cherif Barry (65.), der DTB antwortete aber durch Glander (68.) und Benthien (80.). „Ich hatte mit dem Sieg gerechnet, weil Jahn Personalprobleme hat“, sagte DTB-Trainer Andre Tiedemann.

TSV Großenkneten - Harpstedter TB 0:1. „So eine ärgerliche Niederlage“, schimpfte TSV-Trainer Klaus Delbanco nach dem Spiel: „Wir hatten die deutlich besseren Chancen und Harpstedt macht aus einer Torchance, die keine richtige war, den Sieg.“ HTB-Trainer Jörg Peuker gab zu: „In der ersten Halbzeit hatten wir Glück und Christoph Mädler.“ Peukers Elf hatte Probleme mit dem Kunstrasen, Keeper Mädler verhinderte mit einigen Riesenparaden den Rückstand. Das Siegtor war ein Sonntagsschuss. In der 68. Minute erkannte Hannes Neuhaus, dass TSV-Keeper Sven-Ole Hemme zu weit vor dem Tor stand, und traf aus 45 Metern.

SVG Berne – TV Munderloh 2:3. Im Abstiegskampf mussten die Berner gegen den ebenfalls gefährdeten TV Munderloh eine empfindliche Pleite einstecken. Dabei gingen sie durch Nick Fischer in Front (14.). Lennart Siebrecht glich per Foulelfmeter aus (22.). Turbulent wurde es dann am Ende. Mirco Klaener (87.) und Carsten Köhler (90.) trafen für die Gäste, Bernes Anschluss durch Dennis Conze-Wichmann kam zu spät. „Munderloh hatte ein paar Prozent mehr zu bieten. Aber ich empfinde die Niederlage als unverdient“, sagte Bernes Trainer Michael Müller.

TSV Ippener - VfR Wardenburg 1:8. Das letztjährige Kreispokalfinale zwischen den beiden Clubs ging ins Elfmeterschießen, dieses Mal waren die Kräfteverhältnisse wesentlich eindeutiger. Ippeners Trainer Mohamed Chahrour bekannte: „Das war eine einzige Katastrophe. Die Leistung war ohne Ausnahme in allen Mannschaftsteilen ganz schlecht.“ Wardenburgs Coach Sören Heeren stichelte: „Die können sich bei uns bedanken, dass wir nur 8:1 gewonnen haben. Wir hätten in der ersten Halbzeit auch zehn Tore machen können.“ Der VfR beließ es bei vier Treffern, alle durch Patrick Janzen. Nach dem 4:0 zur Pause erhöhten Sven Hörnlein, wieder Janzen und Kolja Schrinner auf 7:0, ehe Zana Ibrahim per Foulelfmeter das Ehrentor für Ippener gelang. Schrinner stellte mit seinem zweiten Tor den Endstand her. Ippener hatte zu keinem Zeitpunkt eine Chance und sucht nach Jahres- und Trainerwechsel weiter die Form der Hinrunde.

TSV Ganderkesee - Achternmeer 2:0. Der Ganderkeseer Sieg war hochverdient. „Gefühlt hatten wir ein Torschussverhältnis von 30:3“, sagte TSV-Trainer Stephan Schüttel. Weil Achtenmeers Torwart Joshua Niemann aber teilweise großartig parierte, trafen nur Dariusch Adzadzoy (19.) und Lennard Stöver (88.) für Ganderkesee. Doch das reichte für den ungefährdeten Heimsieg. „Es rumpelte zwar noch etwas, aber wir hatte gute Bewegungsabläufe“, sagte Schüttel. Die fünfte Auswärtsniederlage in Folge vergrößerte derweil die Abstiegssorgen der Gäste, die unter anderem auf Grund der Ausfälle von sechs Stammkräften Probleme hatten, überhaupt eine spielfähige Mannschaft zusammen zusammenzubekommen. Achternmeer konzentrierte sich wegen der Personalnot ausschließlich aufs Verteidigen, überzeugte aber zumindest kämpferisch.

Ahlhorner SV - FC Huntlosen 2:1. Der zweite Sieg hintereinander gab Ahlhorn „wichtiges Selbstvertrauen im Abstiegskampf“, sagte ASV-Trainer Jörg Beckmann. Zwar überrumpelte Huntlosens Lyroy Schallock die noch unsortierte ASV-Abwehr schon nach wenigen Sekunden zur Gästeführung, doch dann drehte Ahlhorns Swen Arkenbout mit zwei Toren (20./47.) das spielerisch schwache Derby zu Gunsten der Gastgeber. Huntlosens Coach Andree Höttges räumte ein: „Ahlhorn war einen Tick galliger als wir. Deswegen ist das Ergebnis auch nicht unverdient.“


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