Pleite bei der DSC Arminia TV Jahn erbeutet in Bielefeld achtbares Ergebnis

Von Klaus Erdmann

Nichts zu machen: Der TV Jahn Delmenhorst von Trainer Claus-Dieter Meier spielte bei Arminia Bielefeld gut, punktete aber nicht. Foto: Rolf TobisNichts zu machen: Der TV Jahn Delmenhorst von Trainer Claus-Dieter Meier spielte bei Arminia Bielefeld gut, punktete aber nicht. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Nach dem 0:6 gegen den FF USV Jena II und dem 1:6 beim FSV Gütersloh haben die Fußballerinnen des TV Jahn am Sonntag ein achtbares Ergebnis erreicht. Bei der DSC Arminia Bielelfeld musste sich der Aufsteiger in die 2. Bundesliga Nord mit 0:1 (0:1) geschlagen geben.

Delmenhorsts Trainer Claus-Dieter Meier lobte eine „geschlossene Mannschaftsleistung“. Nach den beiden Schlappen ging es für den Tabellenneunten vor 101 Zuschauern im Waldstadion Quelle in erster Linie darum, eine weitere hohe Niederlage zu vermeiden. Der Gast ging dementsprechend defensiv zu Werke und erreichte sein Ziel.

Erwartungsgemäß gab Arminia den Ton an. Die Jahn-Defensive stand während der ersten Minuten gut, musste jedoch in der 14. Minute einen Gegentreffer hinzunehmen. Meier: „In dieser Situation hat unser Plan, die Mitte zuzumachen, nicht geklappt. Bielefeld spielte einen doppelten Doppelpass.“ Nach Vorarbeit von Torjägerin Sarah Grünheid gelang Annabel Jäger das 1:0 und damit das entscheidende Tor. Im Anschluss daran, so Meier, habe sich der Gegner an der defensiven Spielweise des TV Jahn die Zähne ausgebissen.

Bielefeld bei Standards gefährlich

Der Tabellenfünfte Bielefeld versuchte immer wieder, bei Standards groß gewachsene Spielerinnen in Szene zu setzen. Das gelang nur selten. In der 30. Minute klärte Nadine Poppen nach einem Kopfball von Nina Lange auf der Linie. In der 35. Minute startete Jahn einen vielversprechenden Angriff, doch Neele Detken wurde abgedrängt. In der 42. Minute stoppte ein taktisches Foul die schnelle Jahn-Offensivkraft.

Nach der Pause drückte Bielefeld weiter. „Arminia blieb bei Standardsituationen gefährlich, kam jedoch nicht zu Großchancen“, berichtete Meier. Ab der 75. Minute, so der Coach, habe man aufgemacht und auf zwei Spitzen umgestellt. Anna Mirbach rückte nun vom Mittelfeld in den Angriff des Außenseiters. Die eine oder andere Möglichkeit deutete sich an, doch ein Treffer gelang den Delmenhorsterinnen nicht.

Lob für Aufurth und Poppen

Grünheid, die die Liste der Torjägerinnen gemeinsam mit Melissa Kössler vom 1. FFC Turbine Potsdam II anführt (jeweils 15 Saisontore), blieb gegen den TVJ ohne Treffer. „Ganz kann man sie nie ausschalten, aber Nele-Victoria Aufurth und Poppen haben ihre Sache gut gemacht“, sagte Meier. Der Cheftrainer musste in Bielefeld auf die erkrankte Tomke Hege verzichten. Für sie rückte Simone Wimberg, die ansonsten für den TV Jahn II in der Landesliga spielt, in den Kader. Meier wechselte nur einmal aus: In der 87. Minute kam Stefanie Herzberg für Nathalie Heeren.

Arminia Bielefeld muss die nächste Aufgabe bereits am Mittwoch lösen. Ab 14 Uhr stellt sich die Mannschaft beim FF USV Jena II vor. Jahn ist am Ostersamstag wieder an der Reihe. Um 11 Uhr treffen sie im Stadion auf den 1. FFC Turbine Potsdam, der mit einem knappen 1:0 über BW Hohen Neuendorf die Tabellenspitze gegenüber Borussia Mönchengladbach verteidigte. Marie-Jolina Prica traf in der 60. Minute. „Wir haben in Bielefeld gegen eine Topmannschaft gut gespielt und das lässt hoffen, dass wir auch gegen Potsdam ruhig bleiben“, blickte Meier der nächsten Aufgabe entgegen.


Arminia Bielefeld: Brandt; Wos, Lange (62. Siemann), Liedmeier, Jäger, Preuß (62. Jakober), Hausberger, Schulte (90. Bender), Birker, Grünheid, Mößinger.

TV Jahn Delmenhorst: Flug; Poppen, Funke, Heeren (87. Herzberg), Hechtenberg, Detken, Knodel, Mirbach, Aufurth, Bellinghoven, Becker.

Tor: Jäger (14.).

Schiedsrichter: Fabienne Michel (TSV Gau-Odernheim) sowie Nadja Lange und Francine Poschmann.

Zuschauer: 101.