2. Bundesliga der Frauen TV Jahn Delmenhorst erntet Respekt von den Branchenriesen

Meine Nachrichten

Um das Thema Lokalsport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Duell zweier Leistungsträgerinnen: Bielefelds polnische U19-Nationalspielern Oliwia Wos (links) und Jahns Neele Detken. Foto: Rolf TobisDuell zweier Leistungsträgerinnen: Bielefelds polnische U19-Nationalspielern Oliwia Wos (links) und Jahns Neele Detken. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Die Fußballerinnen des TV Jahn Delmenhorst haben sich in der 2. Bundesliga Respekt erarbeitet – auch beim nächsten Gegner Arminia Bielefeld.

Der TV Jahn Delmenhorst hat es auch im 110. Jahr seines Bestehens noch nicht zu den Branchenriesen im Fußball gebracht. Die Frauenmannschaft schlägt sich in ihrer ersten und wohl vorerst einzigen Saison in der 2. Bundesliga als Tabellenneunter zwar hervorragend, auch in der Nordstaffel gibt es allerdings ein paar größere Namen.

Vor dem Spiel am Sonntag (14 Uhr) bei Arminia Bielefeld erreichte die Elf von Claus-Dieter Meier aber durchaus nennenswerte Ehrfurcht vom Gegner, die Arminia bekundete über die eigene Homepage ihren Respekt vor dem Aufsteiger. „Delmenhorst wird ein ekliger Gegner, bei dem wir immer aufpassen müssen“, sagt Trainer Markus Wuckel, Mittelfeldspielerin Laura Liedmeier ergänzt: „Wir dürfen Delmenhorst nicht unterschätzen. Sie nutzen ihre Chancen gut.“

„Arminia ein klangvoller Name“

Meier nahm es mit dem ihm eigenen Augenzwinkern zur Kenntnis; Bielefeld habe wohl trotz des 5:1-Sieges im Hinspiel nicht viel Spaß in Delmenhorst gehabt: „Wir wollen verhindern, dass der Gegner Tore schießt, und vorne gut kontern, das kann schon unangenehm sein.“ Dennoch weiß der Jahn-Coach, dass die dritte Tour nach Ostwestfalen innerhalb eines Monats zu den inzwischen üblichen ungleichen Duellen gehört. „Der Name Arminia Bielefeld ist schon klangvoll. Vom ganzen Umfeld her ist das ein anderes Kaliber als alles, was wir bieten können.“

Allerdings darf er die Worte von Trainer-Kollege und Ex-Profi Wuckel auch als Wertschätzung verbuchen, die Jahnerinnen haben mit ihren mutigen Auftritten viele Augen geöffnet. „Was wir zeigen wollen, ist, dass in Delmenhorst hochklassiger Fußball möglich ist, wenn man es wirklich will“, sagt Meier. „Wir messen uns mit Clubs wie Mönchengladbach, Wolfsburg, Meppen oder eben Bielefeld.“

Eingleisige 2. Liga wohl nicht finanzierbar

Zumindest für ein Jahr, denn in der kommenden Saison wird Jahn mit höchster Wahrscheinlichkeit wieder Regionalligist sein. Der Rückstand auf den Relegationsplatz sieben beträgt zwölf Punkte, und selbst bei einer sportlichen Qualifikation wäre die neue eingleisige 2. Liga kaum zu finanzieren. „Das kann unser Verein, Stand jetzt, nicht stemmen“, sagt Vorsitzender Uwe Raß. Wehmut kommt bei Meier aber noch nicht auf. „Dieses eine Jahr in der Bundesliga ist für uns alle auch enorm anstrengend“, sagt er. „Die Mädels machen das toll. Trotzdem macht es nicht immer Spaß, so weit zu fahren und klar zu verlieren. Ich hoffe, dass möglichst viele Spielerinnen für die Regionalliga an Bord bleiben.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN