Atlas mit Sorgen zum VfL Oldenburg Jürgen Hahn grübelt über sein Personalpuzzle

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Kopfballstark: „Mr. Zuverlässig“ Tom Witte ist ein Kandidat für die Startelf – sowohl als Innen- als auch als Linksverteidiger. Foto: Rolf TobisKopfballstark: „Mr. Zuverlässig“ Tom Witte ist ein Kandidat für die Startelf – sowohl als Innen- als auch als Linksverteidiger. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Der Fußball-Oberligist SV Atlas Delmenhorst muss am Sonntag (15 Uhr) im Auswärtsspiel beim VfL Oldenburg mindestens sechs Spieler ersetzen – darunter gleich vier (Innen)-Verteidiger. Coach Hahn erwartet einen „top organisierten“ und „hoch motivierten“ Gegner.

Der Gegner läuft mit breiter Brust auf, die Abstiegsränge sind bedrohlich nahe gerückt und nun sind die Personalsorgen in der Abwehr so groß wie wohl noch nie in der jüngsten Geschichte des SV Atlas Delmenhorst. „Da wird eine ganz, ganz schwierige Aufgabe“, meint SVA-Trainer Jürgen Hahn vor dem Oberliga-Auswärtsspiel am Sonntag ab 15 Uhr beim VfL Oldenburg. Es ist das Duell zwischen einem Regionalliga-Aspiranten und einem Aufsteiger, der um den Klassenerhalt kämpft.

Sorgen bereitet Hahn vor allem eine eklatante Ausfallliste“. Denn neben den in der Vorwoche gegen Eintracht Northeim (2:2) verletzt fehlenden Musa Karli (Ellenbogen) und Marlo Siech (Muskelfaserriss) stehen gegen Oldenburg auch Sebastian Kmiec (Zerrung), Hanno Hartmann (Urlaub), Stefan Bruns (Grippevirus) und Mark Spohler (krank) nicht zur Verfügung. Mit Siech, Hartmann, Bruns und Spohler fallen damit alle vier in dieser Saison als Innenverteidiger eingesetzte Spieler aus. „Die Aufstellung wird die größte Herausforderung in meinen jetzt bald fünf Atlas-Jahren. Ich kann mir ja keine Innenverteidiger schnitzen“, verdeutlichte Hahn.

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Immerhin: Der Gelb gesperrte Thomas Mutlu kehrt ebenso in den Kader zurück wie Kevin Radke. Beide sind als Außenverteidiger ebenso wie Tom Witte Kandidaten für die vier Positionen in der Abwehrkette. Bliebe dort noch ein Platz offen. Vielleicht in der Innenverteidigung für Sebastian Koltonowski? Der Neuzugang vom TB Uphusen überzeugte gegen Northeim mit Kopfballstärke und taktischer Disziplin.

Im ersten Atlas-Punktspiel beim VfL Oldenburg seit dem Landesligaspiel im August 1976 – damals gewann der SVA vor mehr als 2000 Delmenhorstern im Marschwegstadion mit 7:0 –, erwartet Hahn nach seinen Erkenntnissen aus dem Hinspiel (1:2) und diversen Spielbeobachtungen einen „hoch motivierten“ und „top organisierten“ Gegner. Hoch motiviert, weil der Tabellendritte trotz nur vier Zählern in fünf Begegnungen in diesem Jahr sehr gute Chancen auf den Aufstieg hat – denn die Titelkonkurrenten SC Spelle-Venhaus (definitiv) und TuS Bersenbrück (sehr wahrscheinlich) werden keine Regionalliga-Lizenz beantragen. Top organisiert, weil der VfL Oldenburg mit erst 17 Gegentreffern die beste Abwehr die Liga stellt. Lieblingsergebnis der Elf von Dario Fossi, der unter der Woche seinen Vertrag verlängert hat, ist das 1:0 (fünf Mal). Insgesamt spielte der VfL gleich neun Mal zu Null. (Weiterlesen: Dario Fossi verletzt sich in der Halbzeitpause)

Dario Fossi hat seinen Vertag als Trainer beim VfL Oldenburg verlängert. Foto: Frederik Böckmann

Torchancen für den SV Atlas könnten daher rar gesät sein. Die Sorge im Umfeld, dass den Blau-Gelben nach der Winterpause irgendwie die Torgefahr im gegnerischen Strafraum abhanden gekommen ist, teilt Hahn indes nicht. „Wir haben“, betont der Trainer, „gegen die Topteams Northeim und Bersenbrück doch drei Tore geschossen. Wir haben schon Optionen im Offensivbereich.“

Klar ist: Atlas hat angesichts der Tabellensituation keine Punkte zu verschenken. „Wir kämpfen um den Klassenerhalt“, sagt Hahn. „Wir wollen uns so schnell wie möglich von den Abstiegsrängen lösen.“


Die Polizei hat das Nachbarschaftsduell nicht als Risikospiel eingestuft. Das heißt: Die Atlas-Anhänger müssen sich nicht im „Gästekäfig“ aufhalten. Die SVA-Fans erhalten aber einen seperaten Eingang. Außerdem wird eine weitere Wurstbude eröffnet, es gibt einen mobilen Bierservice und es werden zusätzliche Dixi-Toiletten aufgebaut. Der VfL rechnet mit bis zu 600 Zuschauern – je zur Hälfte aus beiden Lagern.

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