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Trotzdem Unruhe auf Versammlung Dem TuS Hasbergen „geht es wieder gut“

Von Klaus Erdmann

Ehrungen: Jürgen Stöver, Vorsitzender des TuS Hasbergen (rechts), und dessen Mitstreiter zeichneten Mitglieder für besondere Verdienste und langjährige Vereinstreue aus. Foto: Klaus ErdmannEhrungen: Jürgen Stöver, Vorsitzender des TuS Hasbergen (rechts), und dessen Mitstreiter zeichneten Mitglieder für besondere Verdienste und langjährige Vereinstreue aus. Foto: Klaus Erdmann

Delmenhorst. Trotz einer wieder positiven Kassenlage herrschte auf der Jahreshauptversammlung des TuS Hasbergen große Unruhe.

Während der rund 90-minütigen Jahreshauptversammlung des Turn- und Sportvereins (TuS) Hasbergen, die am Dienstagabend in der Gaststätte „Perino im Lindenhof“ stattfand, hat sich dem neutralen Beobachter zuweilen ein irritierendes Bild geboten. Nach Ehrungen, Ausführungen des Vorsitzenden Jürgen Stöver („Dem Verein geht es wieder gut“) und Wahlen brach sich die Unruhe mehr oder weniger dezent Bahn. So wurden Fragen gestellt, die in eine Vorstandssitzung, nicht jedoch in eine Jahreshauptversammlung gehören. So nutzten Redner die Tagung, die Spannungen offenbarte, als willkommene Bühne für Auftritte in eigener Sache. Aber der Reihe nach.

56 Stimmberechtigte beteiligten sich an der Versammlung des TuS, der ein Mitglieder-Minus in Höhe von 101 beklagt, und dem am 31. Dezember 2017 nur noch 457 Personen angehörten. Die Vorständler ehrten elf langjährige Mitglieder und mit Otto Baumgarten einen stark engagierten Hasberger, der nach jahrzehntelanger, vorbildlicher Tätigkeit sein Traineramt an den Nagel gehängt hat. Inge Baumgarten, die ihren Mann stets unterstützt hat, erhielt ebenfalls ein Präsent.

In seinem Jahresbericht ließ Stöver diverse Aktivitäten Revue passieren. Ferner betonte er: „Es ist alles in Ordnung. Wir haben alle Verbindlichkeiten bezahlt.“ Der von Steuerberater Thorsten Pott vorgetragene Kassenbericht weist ein Plus in Höhe von 11.500 Euro aus. 9280 Euro sollen in Rücklagen eingestellt werden. Zustimmung zu den Vorschlägen und Entlastung des Vorstandes erfolgten einstimmig. Meike Piper wurde in Abwesenheit und mit einer Gegenstimme zur Kassenwartin gewählt. Vorgänger Michael Gellermannn hatte sein Amt ebenso aus beruflichen Gründen abgegeben wie Pressewart Lennart Bonk. Seine Nachfolge trat die einstimmig gewählte Jennifer Kriens an.

Diskussion um Aufwandsentschädigungen für Vorständler

Als es um den Haushaltsvoranschlag ging, thematisierte der stellvertretende Vorsitzende Dieter Michael Beier Aufwandsentschädigungen, die Stöver (60 Euro monatlich), der 1. stellvertretende Vorsitzende Hartmut Ulbrich und Kassenwartin Piper (jeweils 30 Euro) erhalten sollen. „Das du das jetzt hier ausführst, finde ich merkwürdig“, bemerkte Ulbrich, ehe er und Stöver Gründe für die Entschädigung nannten. Der Haushaltsvoranschlag wurde mit 35 Ja- und vier Nein-Stimmen genehmigt.

Zum Thema „Vorübergehende Überlassung der Sportanlage Hasbergen an Dritte“ präsentierte der Vorstand eine Diskussionsvorlage. Daraus geht hervor, dass sich die Fixkosten für die drei Mannschaften, die in Hasbergen trainieren (Herren II, Oldies I und ein C-Jugendteam) auf 2817 Euro belaufen. Stöver strebt an, dass diese Mannschaften auf der „Tell“-Anlage trainieren und der Hasberger Platz vorübergehend einem Interessenten zur Verfügung gestellt wird.

Stöver und Ulbrich betonten, dass sie noch für zwölf Monate gewählt seien. „Ich bitte darum, mal zu gucken, wer es dann machen möchte“, sagte Stöver. Ulbrich: „Vielleicht rückt Enno (stellvertretender Vorsitzender Dieter Michael Beier, Anm. d. Red.) als Vorsitzender nach. Das könnte ich mir gut vorstellen.“ Mit dem ausgewogenen Redebeitrag eines Mitgliedes, das den Anwesenden Anregungen und wichtige Fragen mit auf den Heimweg gab, endete die ungewöhnliche Versammlung des TuS Hasbergen.


Der TuS Hasbergen hat die folgenden langjährigen Mitglieder geehrt, 20 Jahre: Marco Oelze, Heike Radtke, Marcus von Weyhe, Marvin Bartels, Frank Mosler, Lennart Bonk. 30 Jahre: Bernd Osterloh, Helga Albers. 40 Jahre: Karin Wendelken. 50 Jahre: Paul Klose, Heinz Engelbart.

Für besondere Verdienste wurden Otto Baumgarten, der seine jahrzehntelange Trainerlaufbahn beendet hat, und dessen Frau Inge geehrt.