Die Mischung macht‘s VG Delmenhorst-Stenum II wird Bezirksliga-Meister

Von Frederik Böckmann

Mit einem 25:17 machten sie die Meisterschaft perfekt: (hinten von links) Florian Doig, Trainer Aaron Bode, Olaf Hancke, Bernd Jais, Tijmen de Haas van Dorsser, Tim Lehr und Jonas Döring sowie (unten von links) Robin Roselius, Frederic Zander und Martin Kumpmann. Es fehlt Matthias Langer. Foto: Rolf TobisMit einem 25:17 machten sie die Meisterschaft perfekt: (hinten von links) Florian Doig, Trainer Aaron Bode, Olaf Hancke, Bernd Jais, Tijmen de Haas van Dorsser, Tim Lehr und Jonas Döring sowie (unten von links) Robin Roselius, Frederic Zander und Martin Kumpmann. Es fehlt Matthias Langer. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst. Ganz souverän hat die VG Delmenhorst-Stenum II mit der Meisterschaft in der Volleyball-Landesliga den bitteren Abstieg des Vorjahres schnell korrigiert. Routiniers und Youngster haben sich in der Truppe von Neu-Trainer Aaron Bode perfekt ergänzt.

Das erste Training für die neue Saison war im vergangenen Sommer gerade erst beendet, da fand sich die neue und bunt zusammengewürfelte zweite Mannschaft der VG Delmenhorst-Stenum zu einer ersten Besprechung zusammen und Trainer Aaron Bode fasste nach den ersten Eindrücken ein ehrgeiziges Ziel: „Wiederaufstieg!“. Nach dem bitteren Abstieg 2017 in die Bezirksliga wollten die Volleyballer diesen Betriebsunfall schnell wieder korrigieren. Dass ein Absteiger den Aufstieg als Ziel formuliert, ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches. Bei der VG-Reserve war es dies aber schon.

Denn nach dem Gang in die Bezirksliga fand bei Delmenhorst-Stenum II schon eine Art Frischzellenkur statt. Einige spielstarke Routiniers blieben, dazu wechselte der bisherigen Dritte-Herren-Trainer Aaron Bode zusammen mit einigen vielversprechenden Talenten in die VG-Reserve. Diese Mischung aus Oldies und Youngstern bildete von Beginn an eine verschworene Gemeinschaft – die vor zwei Wochen den Bezirksliga-Titel in der Oldenburg-Ostriesland Staffel gewann . Zehn Siege, 32:8 Sätze – der VG konnte trotz zweier Niederlagen gegen den Zweiten SG Ofenerdiek/Ofen II niemand das Wasser reichen. „Wir waren im Kollektiv sehr stark und haben einen super Teamgeist“, beschreibt Trainer Bode ein Erfolgsrezept. Auch die Abgänge der drei Leistungsträger Marco Thiel, Philipp Förstermann und Marcel Marks während der Saison in die erfolgreiche Oberliga-Mannschaft „haben wir gut kompensiert“, sagte Bode. „Weil wir auf allen Positionen doppelt besetzt sind.“

Ganz souverän haben die Volleyballer der VG Delmenhorst-Stenum II um Robin Rosdiua die Bezirksliga-Meisterschaft gefeiert. Foto: Rolf Tobis

Aus der homogenen Mannschaft stachen zwei Spieler besonders hervor. Nämlich der bärenstarke Libero Jonas Döring und Neuzugang Frederic Zander. „Frederic war ein echter Glücksfall“, sagt Bode über den Steller aus Hamburg, der zum Studieren nach Bremen zog und dem es nach dem ersten Schnuppertrainig bei der VG Delmenhorst-Stenum II so gut gefiel, dass er die Mannschaft nicht mehr verlassen wollte. Auch mit der Entwicklung von Florian Doig, Marcel Marks und dem Niederländer Tijmen de Haas van Dorsser war Trainer Bode mehr als einverstanden. „Wir waren einfach gut besetzt“, sagte Bode. Er konnte sich zudem auf Ex-Coach Martin Kumpmann verlassen, der in Notfällen das Training für den beruflich verhinderten Bode übernahm.

Der erst 22 Jahre alte Bode freut sich zudem, dass seine Meistermannschaft ihm immer positive Rückmeldungen gegeben hat. „Das macht mich schon stolz“, verrät Bode. Auch gegen das viele Techniktraining habe es keine Beschwerden gegeben, lacht der junge Coach. „Die Entwicklung ist zu sehen.“

Bode, der als Steller mit der ersten Mannschaft um den Regionalliga-Aufstieg kämpft, ist um die Zukunft seiner Mannschaft nicht bange. Im Gegenteil: „Ich denke, dass die Jungs locker das Niveau haben, um in der Landesliga zu bestehen. Wir wollen ein guter Unterbau für die erste Mannschaft sein.“ Und wer weiß, welche Ziele sich Delmenhorst-Stenum II nach dem ersten Training für die Landesliga-Saison setzt ...