1. Fußball-Kreisklasse Hürriyet Delmenhorst macht in Vielstedt 1:3-Rückstand wett

Von Andreas Bahlmann

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Hasan Gökdeniz (links) rettete mit Hürriyet beim TuS Vielstedt um Dennis Wolf einen späten Punkt. Foto: Rolf TobisHasan Gökdeniz (links) rettete mit Hürriyet beim TuS Vielstedt um Dennis Wolf einen späten Punkt. Foto: Rolf Tobis

Delmenhorst/Landkreis. Die Fußballer von RW Hürriyet Delmenhorst haben sich beim TuS Vielstedt nach einem 1:3-Rückstand im Schlussspurt noch ein 3:3 gerettet. Die Partie war eines von vier Spielen, die am Wochenende in der 1. Fußball-Kreisklasse ausgetragen werden konnten.

Vier der sechs am Wochenende in der 1. Fußball-Kreisklasse angesetzten Partien wurden ausgetragen. Die Spiele des TV Jahn Delmenhorst II gegen den FC Hude II und des TuS Hasbergen gegen den KSV Hicretspor Delmenhorst wurden abgesagt, weil die Plätze nach dem erneuten Wintereinbruch unbespielbar geworden waren.

FC Hude III - SC Colnrade 1:1. „Wir brauchen eigentlich jeden Punkt, aber wenn es nicht läuft, dann läuft es eben nicht“, sagte FCH-Spielertrainer Dennis Bürmann nach dem Kellerduell. Seine Mannschaft war in der ersten Halbzeit feldüberlegen. Das Problem war, dass die Huder den Ball einfach nicht über die gegnerische Torlinie bekamen. Dennoch gingen sie in Führung. Das 1:0 (28.) fiel durch einen Strafstoß, den Dennis Becker sicher verwandelte.

In der 30. und 38. Minute hatten die Colnrader doppeltes Pech: Zunächst musste Stammkeeper Lukas Kucharski verletzt ausgewechselt werden, kurz darauf auch Ersatztorwart Stefan Bruns. Spielertrainer Sascha Albers ging danach ins Tor. Er machte seine Sache recht ordentlich und kassierte keinen Gegentreffer. Nach der Pause bauten die Huder konditionell ab. Der SC versuchte, über den Kampf zum Ausgleich zu kommen. In der 73. Minute belohnten sich die Gäste für ihren Aufwand. Frank Lehnhoff erzielte nach einem Eckstoß per Kopfball den verdienten Ausgleich. „Irgendeiner musste ja meinen Part als Kopfballmonster übernehmen“, freute sich Albers über Lehnhoffs sehenswerten Treffer.

TuS Vielstedt - RW Hürriyet Delmenhorst 3:3. „Hätte man mir vor dem Spiel gesagt, dass wir gegen Hürriyet einen Punkt mitnehmen, hätte ich das sofort unterschrieben“, sagte TuS-Trainer Hans Borchers nach dem unerwarteten Punktgewinns. Trotzdem trauerte er nach dem Schlusspfiff ein wenig den Zwei-Tore-Vorsprüngen nach, die seine Mannschaft verspielt hatte. Die hatte mutig aufgespielt und gekämpft. Christoph Haverkamp brachte Vielstedt mit 2:0 in Führung (38., 47.). Erst jetzt begriffen die RWH-Spieler, dass sie die Partie nach dem 9:0-Erfolg im Hinspiel zu sehr auf die leichte Schulter genommen hatten. Sie kämpften sich ins Spiel. Cenan Coskun erzielte den Anschlusstreffer (55.), doch Florian Ischen stellte wenig später mit dem 3:1 (62.) den Zwei-Tore-Vorsprung für den TuS wieder her.

Nach dem dritten Gegentreffer drehte Hürriyet auf, warf alles nach vorn und setzte die Vielstedter Abwehr mächtig unter Druck. Hakan Kahmaran (67.) und Enes Ali Külünk (82.) schafften noch den Ausgleich und retteten ihrem Team so zumindest einen Punkt. „Natürlich kann ich nicht zufrieden sein. Ich hatte meine Jungs schon lange vorher gewarnt. Der Gegner hat den Punkt definitiv verdient“, arrangierte sich RWH-Trainer Mete Döner sportlich fair mit dem Remis.

TV Falkenburg - TV Munderloh II 1:1. TVM-Trainer Michael Schröder freute sich über den Punktgewinn. „Es war ein Glückstor. Und vielleicht ist das Unentschieden auch ein bisschen schmutzig, aber wir haben uns endlich mal für unseren Aufwand belohnt“, sagte er. In der 85. Minute landete ein Abpraller vor den Füßen von Jan-Eric Lüschen. Der hielt aus etwa 20 Metern einfach drauf. Der starke Wind formte aus dem Schuss eine Bogenlampe, der Ball landete hinter TVF-Torwart Kevin Lumma zum 1:1 im Netz.

Die Falkenburger waren während der gesamten Spielzeit optisch überlegen, für Torgefahr sorgten sie jedoch nur durch vereinzelte Schüsse aus der zweiten Reihe. Einer davon brachte ihnen die Führung: Nils Wendtland traf in der 22. Minute. In einer Partie mit wenigen spielerischen Höhepunkten hielt der TVM beherzt dagegen. „Irgendwie war so ein Spiel ohne richtiges Training auch zu erwarten. Munderloh spielte mit Begeisterung und Leidenschaft. Der Ausgleich war nicht unverdient. Es muss nur nicht gerade in der 85. Minute sein“, sagte TVF-Trainer Georg Zimmermann.

VfL Wildeshausen II - TSV Großenkneten II 1:0. Nach einigen kurzfristigen Absagen trat der TSV mit einer stark ersatzgeschwächten Elf an. Die machte dem VfL II das Leben lange schwer, weil sie vor dem eigenen Tor mit viel Kampfkraft Beton anrührte. „Es ist Freizeitfußball, die Jungs haben alles versucht, gut gekämpft und damit kann ich leben. Deshalb bin ich zufrieden“, sagte TSV-Trainer Andreas Gronewold trotz der Niederlage nach dem Spiel. Wildeshausen war spielerisch besser und feldüberlegen, konnte sich aber gegen die massive Abwehr zunächst keine klaren Torchancen erarbeiten. In der zweiten Halbzeit ließen die Kräfte der Gäste jedoch nach. Der VfL wartete geduldig auf seine Chance. Als sich die Unkonzentriertheiten der Großenkneter häuften, schlug Kevin Strumski zu: Er erzielte in der 64. Minute das 1:0, das dann zum Sieg reichte. „Schade, mit etwas Glück hätten wir sogar einen Punkt mitgenommen“, meinte Gronewold.


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